iSH: iOS-App soll Linux-Umgebung bieten

Über den komplizierten Umweg einer x86-Emulation versucht der Entwickler der iSH-App, iOS-Nutzern eine Linux-Umgebung bereitzustellen. Beschleunigt wird dies durch eine Art JIT-Compiler.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit iSH soll eine Linux-Shell auf iOS laufen.
Mit iSH soll eine Linux-Shell auf iOS laufen. (Bild: Liam Quinn/CC-BY-SA 2.0)

Für viele Linux-Nutzer ist die Verwendung einer Terminal-Anwendung auch auf ihrem Smartphone eine naheliegende Idee. Unter Android ist dies vergleichsweise problemlos möglich, unter iOS mitunter etwas schwieriger. Besonders weit getrieben hat die Idee der Entwickler Theodore Dubois, der mit iSH eine Terminal-App für iOS erstellt hat, die ein Linux-System ausführt.

Stellenmarkt
  1. (Junior) Software Entwickler:in (m/w/d) Druck- und e-Marketing
    DKMS gemeinnützige GmbH, Köln, Tübingen
  2. Business Analyst / Buchhalter mit IT-Affinität (m/w/d)
    Allianz Lebensversicherungs-AG, München, Stuttgart
Detailsuche

Der schlichte Name iSH steht wahrscheinlich für iOS-Shell und knüpft damit an die übliche Namensgebung für derartige Umgebungen an wie zum Beispiel bei den bekannten Shells Bash oder ZSH. Aufgrund der Beschränkungen von iOS liefert iSH keinen Zugriff auf das Betriebssystem von Apple selbst, sondern muss einen anderen Weg finden, eine Shell-Umgebung bereitzustellen. Das funktioniert in diesem Fall über einen vergleichsweise komplizierten Umweg.

Grundlage der App sind eine Usermode-Emulation der x86-Architektur sowie eine Übersetzung der Systemaufrufe. Darin läuft dann eine kleines Linux-Dateisystem auf Basis von Alpine-Linux, was wiederum die Nutzung von Linux-Anwendungen ermöglichen soll. Noch laufen in diesem System wie zu erwarten aber nicht besonders viele Programme fehlerfrei, wie eine Kompatibilitätsliste zeigt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass auch für den Teil der Emulation noch viele offene Baustellen existieren.

Der laut Github-Beschreibung von Entwickler Dubois spannendste Teil von iSH ist eine Art JIT-Compiler. Dieser ist genau genommen kein Compiler, weil damit nicht direkt Maschinencode erzeugt wird, sondern er ist ein Werkzeug, das eine Array von Funktionszeigern erstellt, die auf sogenannte Gadgets zeigen. Diese Gadgets sind in Assembler umgesetzt und sollen für eine drei- bis fünffache Beschleunigung im Vergleich zur bloßen Emulation sorgen. Besonders überzeugt gibt sich der Entwickler in Bezug auf diesen Codebestandteil aber nicht. Er warnt explizit vor dessen schlechter Lesbarkeit und "anderen Nebenwirkungen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektroauto
Hyundai Ioniq 6 soll 614 km pro Ladung fahren

Beim Ioniq 6 zeigt sich wieder einmal, dass ein niedriger Luftwiderstandsbeiwert essentiell ist.

Elektroauto: Hyundai Ioniq 6 soll 614 km pro Ladung fahren
Artikel
  1. Retro: Programmierer entwickelt Betriebssystem für den NES
    Retro
    Programmierer entwickelt Betriebssystem für den NES

    NESOS ist 48 KByte groß und bietet Nutzern die Möglichkeit, auf Nintendos NES Textdateien zu schreiben und speichern zu können.

  2. ALDI SÜD IT und der digitale Wandel im Handel
     
    ALDI SÜD IT und der digitale Wandel im Handel

    Modernste IT ist heutzutage auch im Handel allgegenwärtig. Nur wer diese Potenziale erkennt, kann langfristig wachsen und seinen Kund*innen ein einzigartiges Erlebnis bescheren. ALDI SÜD geht mit gutem Beispiel voran.
    Sponsored Post von Aldi Süd

  3. GF Technology Summit: High-Tech abseits von Nanometern
    GF Technology Summit
    High-Tech abseits von Nanometern

    Der kleinste Transistor ist nicht alles: Globalfoundries zeigt in Dresden, was vermeintlich alte Technik kann.
    Ein Bericht von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, RTX 3070 539€) • Alternate (Team Group DDR4/DDR5-RAM u. SSD) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /