Kollaboration: Nextclouds Desktop-Client verschlüsselt Ende-zu-Ende

Der Desktop-Client von Nextcloud ist in Version 2.5 erschienen. Diese bringt unter anderem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit und die aktuelle Version vereinfacht die Bedienung.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin
Der Desktop-Client von Nextcloud steht in Version 2.5 bereit.
Der Desktop-Client von Nextcloud steht in Version 2.5 bereit. (Bild: Nextcloud)

Die aktuelle Version 2.5 des Desktop-Clients der freien Kollaborationsplattform Nextcloud bringt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und schützt damit Nextcloud-Anwender vor potenziellen Einbrüchen auf dem Server oder vor zu neugierigen Sysadmins in Rechenzentren. Einen offensichtlichen Nachteil hat diese Methode allerdings: Auf die verschlüsselten Dateien dürfen und können Nutzer nicht über den Browser zugreifen.

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Auch das Teilen über den Browser funktioniert nicht. Denn das Ver- und Entschlüsseln von Daten über den Browser gilt als unsicher. Wer außerdem davon ausgehen muss, dass der Nextcloud-Server kompromittiert wurde, sollte den Schlüssel zum Dechiffrieren der Dateien eben nicht an diesen Server schicken, heißt es in der Release-Mitteilung.

Anders als bei sonstiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist es bei Nextcloud möglich, nur eine Untermenge aller Dateien oder Ordner zu verschlüsseln. Die restlichen Daten bleiben unverschlüsselt und lassen sich wie gewohnt teilen. Weil das Synchronisieren der verschlüsselten Daten sequenziell passiere und das Protokoll umfassende blockierende Anweisungen verwende, erzeuge Ende-zu-Ende-Verschlüsselung noch eine ziemliche Last und sei daher bislang nicht für große Mengen an Dateien geeignet. An dieser Einschränkung wolle das Team aber in den kommenden Versionen arbeiten.

Schöner anmelden

Darüber hinaus integriere sich der Client nun besser mit dem Server. So werden serverseitige Aktivitäten nun besser abgebildet und Benachrichtigungen lassen sich einfacher handhaben. Die bessere Integration betrifft zum Beispiel auch den Umgang mit Zweifaktorauthentifizierung (2FA): Der überarbeitete Login-Prozess lasse sich einfacher mit Single Sign-on und einer Zwei-Faktor-Authentifizierung kombinieren.

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Linux-Nutzer dürfte freuen, dass sich zu synchronisierende Ordner nun über die Libcloudproviders in die Sidebar des Gnome-Dateimanagers integrieren lassen. Der Teilen-Dialog ähnelt stärker dem auf Mobilgeräten und die Nextcloud-Desktop-App lässt sich zudem direkt über das Kontextmenü in der Systemkontrollleiste aufrufen.

Besser synchronisieren

Zusätzlich dazu können sich neue Nutzer direkt über den Desktop-Client auf einer bei einem Provider gehosteten Version von Nextcloud anmelden. Bisher klappt das nur über die Apps für Mobilgeräte und den direkten Aufruf der Webseite im Browser. Auch am Synchronisationsprozess haben die Entwickler gearbeitet. Dateien lassen sich nun zuverlässiger und schneller synchronisieren, das Lösen von Konflikten soll einfacher sein. Nicht zuletzt tauchen beim Synchronisieren auch Informationen zum verfügbaren Speicherplatz auf.

Herunterladen lässt sich der aktualisierte Desktop-Client über die Downloadseite des Projekts. Für Linux steht die Software unter anderem im App-Image-Format bereit. Für Ubuntu und Debian gibt es PPAs, Arch, Fedora und Opensuse Tumbleweed haben die Pakete in ihren Repositories. Binärversionen für Windows und MacOS stehen ebenso bereit.

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