Corretto OpenJDK: Amazon veröffentlicht eigene freie Java-Distribution

Nachdem Oracle den Java-Support nur noch gegen Bezahlung anbietet, will Amazon die Sprache in seiner Cloud kostenlos fünf Jahre pflegen. Das reicht vielen Kunden aber nicht, so dass Amazon mit Corretto seine eigene OpenJDK-Distribution frei zur Verfügung stellt.

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Corretto ist ein Kaffee oder Espresso mit einem Schnaps, meistens Grappa.
Corretto ist ein Kaffee oder Espresso mit einem Schnaps, meistens Grappa. (Bild: Studio tdes/CC-BY 2.0)

Das neue Supportmodell für Java hat offenbar viele Kunden und Nutzer verunsichert, denn Langzeitunterstützung von Oracle gibt es künftig nur noch gegen Bezahlung. Schon damals kündigte die Community des OpenJDK an - allen voran das Unternehmen Red Hat -, Ersatz zu schaffen. Amazon will das OpenJDK in seiner AWS-Cloud dauerhaft unterstützen und veröffentlicht zusätzlich dazu nun eine eigene OpenJDK-Distribution unter dem Namen Corretto.

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Diese Java-Distribution soll laut dem Unternehmen kostenlos bleiben, auf mehreren Plattformen laufen und bereit für den produktiven Einsatz sein. Öffentlich unterstützt und damit in gewisser Weise auch beworben wird die Initiative von Java-Erfinder James Gosling, der nach der Übernahme von Sun durch Oracle inzwischen bei Amazon angestellt ist.

Corretto soll zunächst auf Grundlage des OpenJDK 8 bis mindestens Juni 2023 unterstützt werden und ist zurzeit für Windows, MacOS, Amazons hauseigene Linux-Distribution sowie als Docker-Container verfügbar. Generell einsetzbar sein soll Corretto im ersten Quartal 2019, dann soll auch die offizielle Unterstützung für die Linux-Distributionen Ubuntu und RHEL folgen, die beide sehr beliebte Host-Systeme für die Nutzung in der Cloud sind.

Darüber hinaus will Amazon mit Corretto 11 auch eine Variante auf Basis des noch vergleichsweise jungen OpenJDK 11 anbieten, das noch vor April 2019 bereitstehen soll. Zu diesem Zeitpunkt läuft die freie Verfügbarkeit von Oracles JDK 11 aus. Der Code von Corretto steht auf Github bereit und enthält einige Patches und Backports, die Amazon auch in den OpenJDK-Upstream einpflegen will.

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