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Red Hat: Beta von RHEL 8 zeigt modulare App-Streams

Wie in der Community-Distribution Fedora bietet nun auch die erste Beta von Red Hat Enterprise Linux 8 sogenannte App-Streams, um Pakete modular zu installieren. Außerdem gibt es neue Container-Werkzeuge und eine einfache Möglichkeit, eigene Abbilder zusammenzustellen.

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Red Hat zeigt die erste Beta von RHEL 8.
Red Hat zeigt die erste Beta von RHEL 8. (Bild: Zaizi Ltd, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Linux-Distributor Red Hat hat die erste Beta der kommenden Version 8 seiner Enterprise-Distribution RHEL vorgestellt. Wie üblich enthält die neue Version einige Funktionen, die bereits seit längerem in Fedora benutzt werden, der maßgeblich von Red Hat unterstützten Community-Distribution. Dazu gehören in RHEL 8 unter anderem die sogenannten Application Streams.

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Diese sollen einen modularen Aufbau der Distribution ermöglichen, indem Userspace-Pakete nun schneller als das darunterliegende System aktualisiert werden können. Das betrifft vor allem unterschiedliche Versionen eines Pakets wie Umgebungen einer Programmiersprache beziehungsweise einer Anwendung, die nun nebeneinander zur Verfügung gestellt werden. Nutzer haben so leichter Zugriff aktuelle Anwendungen.

Als systemweite Neuerungen unterstützt RHEL 8 nun standardmäßig OpenSSL 1.1.1 und damit auch TLS 1.3. Über Richtlinien, die systemweit über eine Eingabeaufforderung erstellt werden können, können Nutzer darüber hinaus kryptografische Standards festlegen, ohne dafür die Richtlinien einzelner Anwendungen anpassen zu müssen.

Mehr für die Cloud

Wie zu erwarten enthält RHEL 8 auch einige Werkzeuge, die den Umgang mit Containern erleichtern sollen. Dazu gehören etwa Buildah zum Erstellen von Container-Images, Podman zur Verwaltung von Containern, sowie Skopeo zum Auffinden und Verteilen der Container in entsprechenden Registries. Als Vorteil dieser Werkzeuge führt Red Hat an, dass diese nicht als zentraler Daemon im System laufen.

Für die Systemverwaltung und für Admins bietet Red Hat das Werkzeug Composer an, mit dem sich Nutzer eigene Abbilder mit spezifischen Paketkompositionen zusammenstellen können. Das soll den vielen verschiedenen Deployment-Szenarien in virtualisierten und Cloud-Umgebungen besser als bisher entsprechen. Zur Paketverwaltung in RHEL 8 wird Yum 4 genutzt, das schlicht eine unbenannte Variante der Fedora-Paketverwaltung DNF ist.

Ebenfalls wenig überraschend enthält RHEL 8 das neue Storage-Werkzeug Stratis, das XFS etwas näher an die Funktionen von Btrfs und ZFS heranführen soll. Als wohl wichtigste Funktionen liefert Stratis dafür Schnappschüsse und sogenannte Storage Pools.

Weitere Details finden sich in der Ankündigung. Die Beta 8 von RHEL steht als öffentliche Beta zum Download bereit. Die finale Version von RHEL 8 sollte im kommenden Sommer erscheinen.

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