RHEL: Red Hat beendet Unterstützung für KDE-Desktop

Der Linux-Distributor Red Hat bezeichnet den KDE-Desktop in seinem Enterprise Linux (RHEL) nun als offiziell veraltet und will die Unterstützung dafür einstellen. Das wird aber endgültig erst in einigen Jahren geschehen. Für einen KDE-Entwickler kommt die Entscheidung wenig überraschend.

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Der KDE-Desktop wird mittelfristig nicht mehr in RHEL unterstützt.
Der KDE-Desktop wird mittelfristig nicht mehr in RHEL unterstützt. (Bild: KDE)

In einer langen Liste der Updates zur Veröffentlichung seiner Enterprise-Distribution RHEL 7.6 listet Red Hat Technologie auf, die das Unternehmen offiziell als veraltet (deprecated) bezeichnet. Darunter befindet sich nun mit dem Plasma Workspaces auch der KDE-Desktop. Der war bisher als Alternative zum Gnome-Desktop verfügbar. Eine kommende große neue Version von RHEL werde den KDE-Desktop nicht mehr unterstützen und stattdessen nur auf den Gnome-Desktop setzen, heißt es.

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Steve Almy, Principal Product Manager für RHEL, sagte dem britischen IT-Magazin The Register, dass diese Entscheidung auf einer generellen Entwicklung im Kundenstamm von Red Hat basiere. Zwar zeigten die Kunden weiter "überwältigendes Interesse" für Desktop-Technik wie eben Gnome oder auch Wayland, aber das Interesse an der KDE-Technik schwinde.

Wie bei den langen Supportzyklen von RHEL zu erwarten, hat die Entscheidung keinen direkten Einfluss auf die aktuelle Softwareauswahl von Kunden. Die Bekanntmachung ist zunächst lediglich ein Hinweis, umgesetzt wird die Entscheidung erst in einigen Jahren. Immerhin bleibt der KDE-Desktop eine unterstütze Technologie für die 7er-Versionen von RHEL und damit bis ins Jahr 2024.

Community wird es richten

Für den KDE-Entwickler Jonathan Riddell, der jahrelang die Kubuntu-Community betreute und derzeit die KDE-Neon-Distribution pflegt, kommt die Ankündigung von Red Hat nicht überraschend. "Die echte Überraschung ist, dass Red Hat überhaupt KDE unterstützt hat", schreibt Riddell in seinem Blog. Immerhin gebe es seit rund 20 Jahren eine Trennung zwischen Gnome und KDE, die auch durch die direkte Unterstützung von Gnome durch Red Hat vorangetrieben worden sei.

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Aus Sicht von Riddell kann die KDE-Community ihre eigene Software ohnehin besser pflegen. Er hofft, dass künftig über die Extra Packages for Enterprise Linux (EPEL) vielleicht das moderne KDE Plasma 5 an interessierte RHEL-Nutzer verteilt werden kann, statt auf einer älteren Plasma-Version hängenzubleiben.

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