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Arca OS im Test: Die Auferstehung von OS/2

Mit Arca OS wird das fast vergessene Betriebssystem OS/2 von IBM wieder aktiv gepflegt und vor allem weiterentwickelt. Die Benutzeroberfläche bleibt die gleiche, darunter wurde jedoch ziemlich viel modernisiert.

Ein Test von veröffentlicht am
Mit Arca OS gibt es eine modernisierte Version von IBMs OS/2.
Mit Arca OS gibt es eine modernisierte Version von IBMs OS/2. (Bild: Arca Noae/Screenshot: Golem.de)

Als wir das erste Mal davon hörten, dass die Firma Arca Noae IBMs OS/2 unter dem Namen Arca OS weiterentwickeln will, stellten wir uns spontan die Frage: Warum? Aus reiner Nostalgie? Wohl eher nicht, schließlich ist die Lizenz für Arca OS recht teuer. Wir fragten bei Arca Noae nach und bekamen die Antwort: aus wirtschaftlichem Interesse. Es gebe nach wie vor Unternehmen, die für OS/2 entwickelte Software einsetzten, etwa IBMs Data Warehouse. Auch gibt es noch Geldautomaten, auf denen OS/2 läuft. Wir haben die neueste Version von Arca OS getestet und dabei durchaus Nostalgie verspürt. Wir haben aber auch gemerkt, wie stark sich andere Betriebssysteme inzwischen weiterentwickelt haben.

  • Der Bootmanager der Installations-CD von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Bereits der ACPI-Treiber ist nicht das Original aus OS/2, sondern stammt von Arca Noae. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Installationsroutine beginnt ganz traditionell mit der Einrichtung von Tastatur und Maus. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Arca Noae hat die Nutzung von OS/2 von IBM lizenziert und bringt selbst einen Lizenzvertrag für Benutzer mit. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Vorlagen sorgen für eine einfachere Installation für bestimmte Anwendungsbereiche. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zunächst muss der Datenträger eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Es folgt der erste von zwei Reboots. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Da werden Erinnerungen wach! (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das Boot-Logo von ArcaOS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zunächst muss ein Datenträger für die Installation eingerichtet werden. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Über den Volume-Manager lässt sich bei mehreren Datenträgern bestimmen, wo Arca OS installiert werden soll. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch der Bootmanager wurde von Arca Noae erneuert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zumindest in der virtuellen Maschine wurde ein frischer Datenträger richtig erkannt. Auf einem Notebook mussten wir nachhelfen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Jetzt wird der Datenträger formatiert. Zur Auswahl stehen JFS oder HPFS. Die Überprüfung auf Fehler sollte man sich für nach der Installation aufheben. sie dauert ziemlich lange. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Eine deutsche Lokalisierung gibt es zwar, eine vollständige eingedeutschte Benutzeroberfläche fehlt jedoch noch. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch die USB-Treiber gab es unter OS/2 in dieser Form nicht. Die Unterstützung für USB 2.0 kommt von Arca Noae. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Auch der AHCI-Treiber ist neu. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Von Arca Noae stammt auch der neue erweiterte Treiber für Grafikkarten. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Dabei bedient sich Arca Noae auch bei Open-Source-Projekten wie hier beim Soundtreiber, der von Alsa stammt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Netzwerkkarten werden meist automatisch erkannt und mit den passenden Treibern angesprochen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der Installer zeigt eine Zusammenfassung der gewählten Installationsoptionen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das Kopieren der Installationsdaten dauert nicht allzu lange, es sind ja auch nur knapp 1,2 GByte. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Danach ist ein zweiter Neustart fällig. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hier wird die DOS-Umgebung sichtbar samt Autoexec.bat und Config.sys. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Vor einem dritten Neustart werden noch weitere Dateien kopiert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Benutzeroberfläche von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Arca Noae und Bitwise haben etliche Treiber beigesteuert, um das darunterliegende OS/2 von IBM auf den aktuellen Stand zu bringen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der Code für zahlreiche Treiber für Netzwerkkarten stammt aus FreeBSD und wurde auf Arca OS portiert. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Portiert wurde auch der Browser Firefox. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Firefox liegt aber nicht in einer aktuellen Version vor. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Zumindest wichtige Multimediaformate unterstützt Arca OS. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Die Einrichtungsoptionen unter Arca OS sind ... (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • ... recht umfangreich. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Sogar das DVD-Format wird von Arca OS unterstützt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Spiele gibt es natürlich auch einige. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Der beigesteuerte Paket-Manager basiert auf YUM aus dem Fedora-Projekt. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Dort gibt es neben zahlreichen Entwicklungswerkzeugen auch Druckertreiber oder Schriftarten. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Wie im Original gibt es auch in Arca OS eine Windows-3.11-Umgebung. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Das weckt nostalgische Gefühle. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Für 32-Bit-Anwendungen, wie sie bis Windows 2000 funktionieren, gibt es den Emulator Odin. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Ob man wirklich den Real Player nutzen will, bleibt jedem aber selbst überlassen. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
  • Hinter dem Icon Computer sind die wichtigsten Funktion zu finden und nicht wie heutzutage oftmals der Dateimanager. (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)
Die Benutzeroberfläche von Arca OS (Bild: Arca OS/Screenshot: Jörg Thoma)

IBM selbst hat im Jahr 2005 mit dem Betriebssystem abgeschlossen und die Weiterentwicklung mit OS/2 Warp 4.52 beendet. Allerdings gibt es bis heute Dritte, die das Betriebssystem lizenziert haben und weiterentwickeln, etwa unter dem Namen Ecomstation. Auch Arca Noae besitzt eine Lizenz, das Unternehmen zielt vornehmlich auf Kunden aus der Wirtschaft.

Es investiert einiges an Zeit, um OS/2 auch auf moderne Rechner zu bringen, inzwischen ist Arca OS in Version 5.03 erschienen. Die erweiterte Unterstützung für aktuelle Hardware kann sich sehen lassen: Arca OS lässt sich vom USB-Stick booten, auf Rechnern mit UEFI-Bios - zumindest im Kompatibilitätsmodus - einrichten, hat einen ausgereiften generischen Grafikkartentreiber für höhere Auflösungen und liefert beispielsweise eine Vielzahl von Treibern für aktuelle Netzwerkkarten. Dabei bedient sich Arca Noae reichlich aus der Open-Source-Welt, etwa bei FreeBSD.

Technisch seiner Zeit voraus 
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MickeyKay 03. Dez 2018

Richtig, im Auslieferungszustand. Das ist aber konfigurierbar. Das Vollbild-Startmenu...

luckyfreddy 27. Nov 2018

Irgendwie ist es sehr schade. Ich hatte in einer alten Zeitschrift "Windows" (die hie...

Dave_Kalama 25. Nov 2018

Dann macht auch das Steinzeit Thema des OS Sinn.

demon driver 24. Nov 2018

Prinzipiell ist das völlig richtig. Das Problem: Je "globalisierter" alles erst mal ist...

ArchLInux 21. Nov 2018

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