Abo
  • IT-Karriere:

DSGVO: Sicherheitslücke in Wordpress-Addon ermöglicht Admin-Rechte

Durch eine fehlende Identitätsabfrage in einem DSGVO-Plugin für Wordpress können sich Angreifer Administratorkonten für Webseiten anlegen und dann beliebige Schadsoftware verteilen. Die Lücke wird bereits ausgenutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Patch für das Wordpress-Addon sollte schnell geladen werden.
Ein Patch für das Wordpress-Addon sollte schnell geladen werden. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Security-Analysten haben im DSGVO-Plugin WP GDPR Compliance für das Content-Management-System Wordpress eine gravierende Sicherheitslücke entdeckt. Angreifer konnten darüber eigene Konten mit Administratorrechten erstellen, um diverse Schadsoftware auf infizierten Seiten zu installieren. Das berichtet der Blog des Security-Unternehmens Wordfence. Die Lücke betrifft Versionen 1.4.2 und älter. Ein Patch, der das Problem beheben soll, wird bereits verteilt. Die mehr als 100.000 Downloads machen klar, dass viele Webseitenbetreiber davon betroffen waren. Es wird empfohlen, den Patch so schnell wie möglich zu installieren, da Wordfence bereits einige so infizierte Seiten ausmachen konnte.

Stellenmarkt
  1. Ryte GmbH, München
  2. Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, Stuttgart

Das Problem liegt in der Case-Auswahl mit Namen save_setting. Die Aktion prüft nicht nach, ob die ausführende Instanz die notwendigen Rechte zum Eingeben von Werten besitzt. So können Angreifer beliebige Eingaben in der Options-Tabelle einer betroffenen Webseite eintragen. Nach dem Ausführen der Methode update_option führt die Aktion zudem mit diesen Parametern beliebige Wordpress-Aktionen mit do_action($option, $value) aus.

  • Die Schwachstelle liegt im dieser Fallauswahl (Bild: Wordfence)
Die Schwachstelle liegt im dieser Fallauswahl (Bild: Wordfence)

Bereits ausgenutzte Sicherheitslücke

Die beiden Methoden werden als jeweils eigenständige Sicherheitslücken identifiziert, führen aber zusammen zum gleichen Ergebnis: Einige Angreifer konnten sich so bereits eigene Konten mit erhöhten Rechten erstellen, indem sie die Standardrolle für neu angelegte Nutzerkonten auf Administrator setzen und die Erstellung neuer Konten auf der Webseite erlauben.

Die Verfasser des Artikels auf Wordfence konnten so beispielsweise Administratorkonten mit Namen wie t2trollherten entdecken. Diese Konten haben dann böswilligen PHP-Code mit der Bezeichnung wp-cache.php hochgeladen. Es ist nicht klar, wie sich diese Anwendungen verhalten. Allerdings ist mit Administratorrechten theoretisch viel möglich - etwa das Abgreifen von Zahlungsdaten, Passwörtern oder von personenbezogenen Daten, die in eine infizierte Datenbank hochgeladen werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 294€
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

BennyBorn 12. Nov 2018

Besten Dank für die Klärung!


Folgen Sie uns
       


Die Commodore-264er-Reihe angesehen

Unschlagbar günstig, unfassbar wenig RAM - der C16 konnte in vielen Belangen nicht mit dem populären C64 mithalten.

Die Commodore-264er-Reihe angesehen Video aufrufen
5G-Report: Nicht jedes Land braucht zur Frequenzvergabe Auktionen
5G-Report
Nicht jedes Land braucht zur Frequenzvergabe Auktionen

Die umstrittene Versteigerung von 5G-Frequenzen durch die Bundesnetzagentur ist zu Ende. Die Debatte darüber, wie Funkspektrum verteilt werden soll, geht weiter. Wir haben uns die Praxis in anderen Ländern angeschaut.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Testlabor-Leiter 5G bringt durch "mehr Antennen weniger Strahlung"
  2. Sindelfingen Mercedes und Telefónica Deutschland errichten 5G-Netz
  3. iPhone-Modem Apple will Intels deutsches 5G-Team übernehmen

Doom Eternal angespielt: Die nächste Ballerorgie von id macht uns fix und fertig
Doom Eternal angespielt
Die nächste Ballerorgie von id macht uns fix und fertig

E3 2019 Extrem schnelle Action plus taktische Entscheidungen, dazu geniale Grafik und eine düstere Atmosphäre: Doom Eternal hat gegenüber dem erstklassigen Vorgänger zumindest beim Anspielen noch deutlich zugelegt.

  1. Sigil John Romero setzt Doom fort

Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
Ada und Spark
Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
Von Johannes Kanig

  1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
  2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
  3. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

    •  /