Zink: Linux bekommt OpenGL-Implementierung auf Vulkan-Basis

Um den Wechsel von OpenGL auf Vulkan zu vereinfachen und beide Grafikschnittstellen leichter nebeneinander nutzen zu können, implementieren einige Linux-Entwickler nun OpenGL auf Vulkan. Noch steht das Projekt aber erst am Anfang.

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Das Zink-Projekt erstellt eine OpenGL-Implementierung auf Basis von Vulkan.
Das Zink-Projekt erstellt eine OpenGL-Implementierung auf Basis von Vulkan. (Bild: Wikimedia-User: Boaworm/CC-BY 3.0)

Nach einigen bereits öffentlichen Arbeiten und einer kurzen Präsentation stellt der Linux-Entwickler Erik Faye-Lund das Zink-Projekt offiziell auf dem Blog seines Arbeitgebers Collabora vor. Ziel von Zink ist es, das OpenGL-API auf Grundlage der Vulkan-Grafikschnittstelle neu zu implementieren. Zink nutzt dazu die generischen Bestandteile des Gallium-Teils der freien 3D-Grafikbibliothek Mesa. So soll auch OpenGL genutzt werden können, wenn nur ein Vulkan-Treiber zur Verfügung steht.

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Mit OpenGL und Vulkan gibt es nun zwei grundlegende Grafikschnittstellen, mit denen im Grunde die gleiche Funktionalität von Grafikhardware umgesetzt werde, schreibt Faye-Lund. Dass sorge jedoch wiederum für sehr viel und vor allem oft doppelten Code. Der Entwickler hofft, dass mit Zink langfristig eine Übergangslösung geschaffen wird, die es ermöglicht, auch veraltete Anwendungen auf Vulkan zu nutzen, selbst wenn diese Programme eigentlich nur OpenGL unterstützen.

Das wiederum werde vor allem auch dann notwendig, wenn für bestimmte Hardware nur noch Vulkan-Treiber erstellt werden. Langfristig könne die Nutzung von Zink außerdem dazu führen, dass die OpenGL-Treiber für bestimmte Hardware aufgegeben werden, da die Zink-Emulation und die Vulkan-Treiber einfach gut genug sind. Damit würde sich der Pflegeaufwand für Grafiktreiber deutlich reduzieren.

Zink könnte außerdem als eine Art Mittler zwischen OpenGL und Vulkan in einer Anwendung eingesetzt werden, sodass besonders große Programme wie CAD-Software Vulkan-Code innerhalb einer OpenGL-Anwendung verwenden können. Durch die Integration von Zink in Mesa könnten künftig auch andere Treiber wie der Direct3D-9-Nachbau Gallium Nine oder der OpenCL-Treiber Clover mehr oder weniger direkt auf einem Vulkan-Treiber aufbauen.

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Noch ist Zink nicht besonders weit fortgeschritten und unterstützt OpenGL 2.1, sowie OpenGL ES 1.1 und 2.0. Arbeiten an OpenGL 3.3 sind laut Faye-Lund bereits gestartet. Die Leistung ist im Vergleich zu nativen OpenGL-Treibern derzeit jedoch noch nicht wirklich gut.

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