Justizminister Heiko Maas hat sich gegen die Echtzeitanalyse von Daten in sozialen Netzwerken ausgesprochen. "Wer soll denn diese Flut von Informationen noch auswerten?", fragte er.
Bekommt die Bundeswehr Kampfdrohnen? Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll in dieser Woche darüber entscheiden. Im Bundestag fand am Montag eine Expertenanhörung zu den unbemannten Kampfflugzeugen statt.
Das vor drei Jahren gegründete Cyberabwehrzentrum des Bundes sei in seiner jetzigen Konzeption nicht gerechtfertigt: Zu dem Urteil kommt der Bundesrechnungshof in einem vertraulichen Bericht.
Die Pläne des BND, Techniken zur systematischen Analyse sozialer Netzwerke zu entwickeln, sind vorerst gestoppt worden. Die Koalition fordert vom BND eine ausführlichere Begründung für die Notwendigkeit des Projekts SIT.
Sie wollen dasselbe wie die NSA, erreichen es nur langsamer: Auch in Europa arbeiten Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden an Verfahren, ihre Bürger im Netz auszuspähen.
Es war ein "Büroversehen" der Regierung, dass ein Bundestagsabgeordneter nicht über ein Projekt zur Ausforschung sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter informiert wurde. Eine Fraunhofer Gesellschaft und IBM wurden mit den Forschungen zu WeroQ beauftragt und bekommen 1,35 Millionen Euro.
Der russische Vizepräsident Dmitri Rogosin droht den USA mit Sanktionen im Bereich der Raumfahrt: So will Russland aus der Verlängerung der ISS-Mission aussteigen. Außerdem wolle er GPS-Bodenstationen schließen.
Das Verteidigungsministerium hat Anfang des Jahres die Musterprüfung einer US-Kampfdrohne in Auftrag gegeben. Die Vorbereitungen für den Drohnenkauf sind laut Spiegel "weiter gediehen als bisher bekannt".
Aktionen von unterschiedlichen Anonymous-Gruppen in Russland und Litauen und eine Störung der Telekommunikation in der Ukraine, die angeblich von der Krim ausgeht, finden parallel zur Krim-Krise im digitalen Raum statt.
Ein Angriff iranischer Cracker auf ein Computersystem der US-Marine ist gravierender gewesen als angenommen: Die Angreifer konnten deutlich mehr, als die USA ihnen zugetraut hatten. Der Schaden geht in die Millionen.
Die weltweiten Drohnenangriffe kosten Leben Unschuldiger, weil die USA fast ausschließlich auf digitale Information setzen statt auf menschliche Quellen. Die NSA sammelt die Daten für das US-Militär, belegen aktuelle Dokumente von Edward Snowden.
BAE Systems und das britische Verteidigungsministerium haben bestätigt, dass die Kampfdrohne Taranis die ersten Flugtests erfolgreich abgeschlossen hat. Die Drohne mit einer Flügelspannweite von 9 Metern und 4 Metern Höhe soll später auch bewaffnet fliegen.
Lockheed Martin hat einen fahrerlosen Konvoi von Gelände-Lkws in einem Testlauf durch unbewohntes, aber schweres Terrain geschickt, um die autonome Kolonnenfahrt zu testen. Künftig könnte das zum Regelfall werden, denn die US-Armee will auf Roboter setzen.
Die US-Armee soll kleiner und agiler werden. Die Militärstrategen prüfen, ob Kampfbrigaden in den kommenden Jahren von 4.000 auf 3.000 Mann verkleinert und die fehlenden Soldaten durch Roboter ersetzt werden können, die vor allem für Transportaufgaben eingesetzt werden sollen.
Zwei Wissenschaftler aus den USA haben eine Formel entwickelt, mit der sie ausrechnen können, wann der beste Zeitpunkt ist, um einen Cyberangriff auf ein bestimmtes Ziel mit bestimmten Mitteln durchzuführen.
Ein britischer Tornado hat erfolgreiche Testflüge mit Teilen aus dem 3D-Drucker durchgeführt. Die britische Luftwaffe verspricht sich durch die neue Technik deutliche Einsparungen beim Unterhalt der Flugzeuge.
Google hat mit Boston Dynamics einen Roboterhersteller übernommen, der sich besonders durch Maschinen hervorgetan hat, die sich auf ungewöhnliche Weise durch schweres Terrain bewegen und für das Militär geeignet sind.
Die Telekom lässt Internetnutzer entscheiden, ob es Freiheit oder IT-Sicherheit im Netz geben soll. Beides zusammen scheint für den Netzbetreiber nicht denkbar.
Dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes sind Kriegsspiele nicht realistisch genug: Die Organisation hätte gerne, dass die Grundsätze des humanitären Völkerrechts auch auf dem virtuellen Schlachtfeld gelten - und hat darüber bereits mit Entwicklern wie den Arma-3-Machern gesprochen.
Router des US-Anbieters Cisco, die bei der Vernetzung von Unternehmens- und Behördenstandorten eingesetzt werden, enthalten Sicherheitslücken, über die sich auch verschlüsselte Daten ausspionieren lassen.
Mehrere Behörden und Unternehmen sollen Opfer eines Cyberangriffs aus Nordkorea geworden sein. Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat den dafür verwendeten Trojaner namens Kimsuky untersucht.
Die Website der tibetischen Exilregierung ist gehackt und mit Schadsoftware infiziert worden. Der Angriff richtet sich gegen chinesische Besucher des Webangebots.
Laut der Erklärung der NSA, die durch BND-Geheimdienstchef Gerhard Schindler dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) übergeben wurde, existieren nicht zwei, sondern sogar drei Prism-Programme.
Die Bild-Zeitung behauptet weiterhin, dass die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan das "richtige" Prism nutzen können. Doch die Frage, ob es tatsächlich nur ein Prism-Programm gibt, ist gar nicht so einfach zu beantworten.
Cyber-Angriffe auf kritische Infrastruktur sind heute schon Realität. Die OSZE hat ein Rahmenwerk von Maßnahmen vorgelegt, die die Energieversorgung vor Schadsoftware wie Stuxnet schützen soll.
Der US-Geheimdienst NSA hat seit langer Zeit einen sehr guten Einblick in die Situation in China: Die NSA-Einheit TAO habe sich seit Ende des letzten Jahrtausends in chinesischen Computern und Telekommunikationsanlagen eingenistet, berichtet ein US-Magazin.
Obama hat eine Liste für Cyberwar-Ziele im Ausland zusammenstellen lassen. Einer seiner Geheimdienstagenten sagt offen, dass es im Hinblick auf IT-Angriffe auf Gegner zwischen den USA und China keinen Unterschied gebe.
Barack Obama und sein politischer Gegner John McCain wurden während des Wahlkampfes 2008 ausspioniert. Hinter der Aktion steckten mutmaßlich chinesische Hacker mit Verbindungen zur Regierung. Das haben US-Geheimdienstler vor dem chinesisch-amerikanischen Gipfeltreffen enthüllt - auf dessen Tagesordnung auch Cyberspionage steht.
Eine "Mauer des Schweigens", Berlin als "Hauptstadt der Spione", Dschihadisten, Nazis, Chinesen und Russen als Cybergefahr: Schreckensszenarien gab es genug auf der Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit 2013. Dafür aber kaum konkrete Zahlen und keinen richtigen Plan. Fazit: Die Kriminellen sind derzeit im Vorteil.
Wenn sich die Staatschefs Chinas und der USA Ende dieser Woche treffen, werden sie auch über Cyberspionage sprechen. Die Länder werfen sich gegenseitig Einbrüche in Computersysteme vor.
Eine US-Expertenkommission hat eine Liste von wichtigen militärischen Entwicklungsprojekten erstellt, die mutmaßlich über das Internet ausspioniert wurden. Die Cyberspione sollen ihren Ursprung in China haben.
Ein guter Hacker verdient in China 100.000 US-Dollar im Jahr. Die Fertigkeit, in fremde Systeme einzudringen, wird auf IT-Sicherheitsmessen ganz offen beworben und an Universitäten gelehrt.
Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.
Kaspersky Lab hat einen Cyberspionage-Feldzug enttarnt. Eine möglicherweise aus China stammende Gruppe hat in den vergangenen Jahren vor allem Onlinespieler angegriffen. Es gab aber auch Angriffe auf Onlinespielepublisher. Die Winnti genannte Gruppe ist weiter aktiv.
Die Schadsoftware Stuxnet gegen iranische Atomanlagen einzusetzen, war für die Autoren des Tallinn Manual ein Akt der Gewalt und damit ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Ein US-Experte hält das für falsch.
Der Bundesnachrichtendienst hat eine spezielle Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen gegründet. Sie soll Computerattacken auf Behörden und die deutsche Industrie bekämpfen. Aber die Personalsuche gestaltet sich schwierig.
Zivile Hacker sollen im Krieg als Kombattanten eingestuft und dürften in der Folge auch physisch angegriffen und sogar getötet werden. Das steht in einem Strategiepapier für die Nato, das die künftigen Regeln im Cyberkrieg definieren soll.
Die Schadsoftware Stuxnet war offensichtlich früher aktiv als bisher angenommen: Experten des Softwareherstellers Symantec haben eine Version von Stuxnet aus dem Jahr 2007 entdeckt.
Eine der besten chinesischen Hackergruppen ist mutmaßlich eine Cyberwar-Einheit der Armee. Ein US-Sicherheitsunternehmen hat die Aktivitäten der Gruppe in ein Viertel von Schanghai zurückverfolgt, wo die Cyberwar-Einheit ihren Sitz hat.
Den Iranern ist es offensichtlich gelungen, Daten aus der 2011 entführten US-Drohne zu gewinnen: Das Staatsfernsehen zeigte Videoaufnahmen, die mutmaßlich aus der Drohne stammen.
Die Affäre um Cyberspionage bei US-Medien weitet sich aus: Das Wall Street Journal erklärte, in Computer der Zeitung sei ebenfalls eingebrochen worden. Die chinesischen Behörden bestreiten eine chinesische Beteiligung.
Hacker sind in Computer der New York Times eingedrungen. Sie stahlen Passwörter und spionierten E-Mail-Konten aus. Sicherheitsexperten verfolgten die Angriffe nach China zurück.
Von 900 auf 4.900 will das US-Verteidigungsministerium das Personal seiner Cyberwar-Truppe Cybercom ausbauen. Unklar ist, woher die Spezialisten kommen sollen.
Wie lange wird X-37B OTV dieses Mal im All bleiben? Am heutigen 11. Dezember 2012 startet das von Boeing entwickelte unbemannte Raumfahrzeug zu seiner dritten Mission. Wie zuvor schweigt auch dieses Mal die US-Luftwaffe über Details.
Im Mai 2012 wurde die Schadsoftware Flame auf Computern im französischen Präsidentenpalast gefunden. Hinter der ausgefeilten Spionageaktion sollen US-Stellen stecken. Die USA leugnen eine Beteiligung.
Das Space and Missile Defense Command der US-Armee hat einen eigenen 3D-Drucker hergestellt, der knapp 700 US-Dollar kosten soll. Das Gerät ist mit dem Ziel entwickelt worden, dass sich künftig jeder Haushalt einen 3D-Drucker leisten können soll.