Abo
  • Services:

Booz Allen Hamilton gehackt

Anonymous veröffentlicht 90.000 Militäradressen

Mit Booz Allen Hamilton ist ein weiteres Sicherheits- und Militärberatungsunternehmen zum Ziel von Anonymous geworden. Aufgrund eines laut Anonymous "epischen Sicherheitsversagens" konnten sich die Eindringlinge unbeschränkten Zugriff auf einen praktisch ungesicherten Server verschaffen und veröffentlichten daraufhin unter anderem 90.000 Militäradressen - inklusive zugehöriger Passwörter.

Artikel veröffentlicht am ,
Anonymous' Antisec-Aktion traf nun Booz Allen Hamilton.
Anonymous' Antisec-Aktion traf nun Booz Allen Hamilton. (Bild: Anonymous/Golem.de)

Im Februar erwischte es HBGary, am Montag auch Booz Allen Hamilton: Vertrauliche Daten des Unternehmens landeten in der Öffentlichkeit. Das Anonymous-Kollektiv hat das auch von ehemaligen Mitarbeitern des CIA, der NSA und des US-Verteidungsministeriums geleitete Beratungsungsunternehmen nach eigenen Angaben bereits seit längerem beobachtet und wirft ihm allerlei dubiose Aktivitäten vor - darunter "das Betreiben möglicherweise illegaler Abhörsysteme, Korruption zwischen Unternehmens- und Regierungsstellen, ungenehmigte Telefonüberwachungsmaßnahmen und verschiedene andere fragwürdige Überwachungsprojekte". Alles das geschehe hinter geschlossenen Toren, ohne Kenntnis der Öffentlichkeit und ohne deren prüfenden Blick, so die Cracker.

Stellenmarkt
  1. NC & S Systems GmbH, Bovenden
  2. Scopevisio AG, Bonn

"Man sollte meinen, dass die Worte 'Rechnet mit uns!' ausgereicht hätten, um ein weiteres episches Sicherheitsversagen zu verhindern, oder nicht? Nun, da liegt ihr falsch. Und dank der erschreckenden Inkompetenz bei Booz Allen Hamilton muss nun wahrscheinlich das gesamte US-Militärpersonal seine Passwörter verändern", so Anonymous. Der "Military Meltdown Monday" des Kollektivs hat es damit auch in die US-Tagespresse geschafft.

Die 90.000 von Anonymous veröffentlichten E-Mail-Adressen und zugehörigen schwach verschlüsselten Passwörter stammten laut dem Kollektiv aus einem ungesicherten Server von Booz Allen Hamilton. Auf dem gehackten Server konnte Anonymous eigene Software installieren, Daten auslesen und verändern. So wurden unter anderem auch 4 GByte an Quellcode aus Booz Allen Hamiltons Apache Subversion (SVN) kopiert und hinterher gelöscht sowie Datenbankeinträge modifiziert.

"Und zu guter Letzt haben wir auch Karten und Schlüssel für verschiedene weitere Schatzkisten gefunden, die auf den Inseln der Regierungsbehörden, Auftragsunternehmen und dubioser Whitehat-Firmen vergraben sind. Dieses Material wird unsere Blackhat-Freunde für eine Weile beschäftigen", so Anonymous. Der Hack von Booz Allen Hamilton könnte damit noch weitere Kreise ziehen.

Booz Allen Hamilton hat über Twitter zwar kurz angegeben, sich aufgrund der eigenen Security Policy nicht öffentlich auf spezifische Bedrohungen oder Aktionen gegen die eigenen Systeme zu äußern. Das Beratungsunternehmen hat sich damit aber nur noch mehr Spott seitens Anonymous eingehandelt. In einem Anonymous-Tweet heißt es dazu: "Ihr habt eine Security Policy? Wir sind verblüfft, wirklich, bemerkten wir gar nicht."



Anzeige
Top-Angebote
  1. 76,57€
  2. 59,99€ (bei otto.de)
  3. 125,99€
  4. (u. a. Ni No Kuni 2 29,99€, Dark Souls 3 25,49€)

spanther 15. Jul 2011

Sie möchten lediglich die Leute "vorführen". Damit eben diese öffentlich bekannt sind...

spanther 13. Jul 2011

Zitat: Booz Allen Hamilton hat über Twitter zwar kurz angegeben, sich aufgrund der...

spanther 13. Jul 2011

LOL! xD

d333wd 12. Jul 2011

Bald sind die alle blind vor lauter lesen und müssen wirklich mit...

bitcracker 12. Jul 2011

Mehr als tumbe Kritik habt Ihr alle nicht zu bieten ?? Nun gut, ihr wollt es wohl nicht...


Folgen Sie uns
       


Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13

Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken hofft darauf, dass das Europaparlament am 26. März 2019 den umstrittenen Artikel 13 noch ablehnt.

Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13 Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Microsoft: Die ganz normale, lautlose Cloud-Apokalypse
Microsoft
Die ganz normale, lautlose Cloud-Apokalypse

Wenn Cloud-Dienste ausfallen, ist oft nur ein Server kaputt. Wenn aber Googles Safe-Browsing-Systeme den Zugriff auf die deutsche Microsoft Cloud komplett blockieren, liegt noch viel mehr im Argen - und das lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten.
Von Sebastian Grüner

  1. Services Gemeinsames Accenture Microsoft Business arbeitet bereits
  2. Business Accenture und Microsoft gründen gemeinsame Service-Sparte
  3. AWS, Azure, Alibaba, IBM Cloud Wo die Cloud hilft - und wo nicht

Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform
  2. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
  3. EU-Urheberrecht Die verdorbene Reform

    •  /