Randy Vickers: Cyberabwehrchef der US-Regierung tritt zurück
Randy Vickers, Chef des US Computer Emergency Readiness Teams(öffnet im neuen Fenster) (US-Cert) ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten, berichtet die US-Computerzeitschrift Information Week(öffnet im neuen Fenster). Der Grund ist nicht bekannt.
Vickers habe bereits am Freitag seinen Posten niedergelegt, berichtet die Information Week. Der Rücktritt sei aber erst am Montag durch eine interne E-Mail, die der Zeitschrift vorliegt, bekanntgegeben worden. Eine namentlich nicht genannte Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS), bestätigte der Information Week die Echtheit der Mail, gab aber keinen weiteren Kommentar zu der Angelegenheit ab.
Die Aufgabe des US-Cert, das dem Heimatschutzministerium untersteht, ist der Schutz der Computersysteme der US-Regierung und von Bundesbehörden. In den letzten Wochen und Monaten waren jedoch mehrfach Regierungseinrichtungen Ziel erfolgreicher Cyberangriffe geworden, darunter der US-Senat und der Geheimdienst CIA. Auch in die Systeme von Geschäftspartnern der Regierung wurde eingebrochen, darunter das Militärberatungsunternehmen Booz Allen Hamilton oder das Computersicherheitsunternehmen RSA.
Hinter den Angriffen steckten teilweise die Crackergruppen Lulzsec und Anonymous, aber auch Cyberkriminelle und mutmaßlich ausländische Geheimdienste. Bei den Angriffen wurden Websites lahmgelegt und teilweise streng geheime Daten etwa aus der Militärforschung entwendet. Es ist jedoch unklar, ob Vickers' Entscheidung im Zusammenhang mit diesen Vorfällen steht.
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