Cyberspionage

Neuer Malwareangriff auf iranische Computer

Iranische Behörden haben angegeben, erneut per Schadcode angegriffen worden zu sein. Sie haben eine Malware namens Stars sichergestellt, die Regierungscomputer infizieren sollte.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Iran ist nach Angaben seiner Behörden erneut mit Malware attackiert worden. Die Behörden hätten einen Virus gefunden, der die Computer der iranischen Regierung befallen soll, berichtet die BBC.

Stars unter der Lupe

Stars, so die Bezeichnung für den Schadcode, werde derzeit untersucht, erklärte General Gholamreza Jalali, Chef der iranischen Zivilverteidigung. Die Grundzüge der Software seien bereits entschlüsselt worden.

Die Datei habe mit einer offiziellen Datei, wie sie an iranische Behörden verschickt werden, verwechselt werden können. Stars hätte nur geringen Schaden anrichten können, sagte Jalali. Die Untersuchungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Deshalb konnte er noch keine abschließenden Aussagen treffen.

Zweiter Angriff auf iranische Computer

Stimmen die Angaben, handelt es sich um den zweiten gezielten Angriff auf iranische Computersysteme in einem Jahr: 2010 hatte die Malware Stuxnet unter anderem die Rechner iranischer Atomanlagen infiziert. Insgesamt hatte Stuxnet rund 12.000 Systeme befallen.

Der Schadcode soll von den USA und Israel entwickelt worden sein. Erst kürzlich hatte Jalali das deutsche Unternehmen Siemens beschuldigt, den Programmierern Einblick in Steuerungssoftware gewährt und so zur Entwicklung von Stuxnet beigetragen zu haben. Der General machte jedoch keine Angaben dazu, wer hinter dem neuen Angriff stecken könnte.

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