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Bitkom-Chef: "Wir haben keine digitale GSG 9"

Der Bitkom hält den Schutz des Stromnetzes, der Wasserversorgung und der Verkehrsnetze gegen IT-Angriffe für nicht ausreichend. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum sei keine digitale GSG 9 im Cyberwar.

Artikel veröffentlicht am ,
Krisenstab des Lükex
Krisenstab des Lükex (Bild: Hans-Joachim M. Rickel/BMI)

Bitkom-Chef Dieter Kempf hält den Schutz vor Cyberangriffen auf Infrastruktureinrichtungen in Deutschland für nicht ausreichend. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass manche Staaten den Cyberwar als eine Option oder zur Vorbereitung auf militärische Auseinandersetzungen nutzen werden", sagte Kempf, der auch die IT-Sicherheitshersteller vertritt, im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt.

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"Wir sind definitiv nicht ausreichend geschützt, wenn es um zivile Infrastrukturen geht", so Kempf. "Ich weiß, dass die Angriffsflächen stark zunehmen, da auch traditionelle Infrastrukturen wie das Stromnetz ebenso wie die Wasserversorgung oder der Verkehr immer stärker vom Internet abhängen. Hier sind wir erst am Anfang."

Schutzmechanismen für den Ernstfall würden gebraucht, sagte er. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum, das mit zehn Mitarbeitern seine Arbeit aufgenommen habe, könne diese Aufgaben nicht übernehmen. "Der Name erweckt den Eindruck einer digitalen GSG 9", so der Verbandschef. "Wir haben aber keine digitale GSG 9, diesen Anspruch kann und soll das Abwehrzentrum nicht erfüllen.".

Das Cyber-Abwehrzentrum sei eine Koordinierungsstelle, die über Verbindungen in die einzelnen Ermittlungsbehörden verfüge und rund um die Uhr einsatzbereit sei. Als Nächstes müsse nun eine engere Verbindung mit der Wirtschaft geschaffen werden. Kempf: "Daran arbeiten wir gerade."

Lükex legt Schwächen offen

Am 30. November und 1. Dezember 2011 hat das Bundesinnenministerium im Rahmen von Lükex erstmals die Bewältigung einer bundesweiten Krise infolge von Cyberattacken geübt. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU): "Die diesjährige Übung hat das Bewusstsein für IT-Abhängigkeiten und Bedrohungen sowie die Notwendigkeit kontinuierlicher Übungstätigkeit weiter geschärft. Widerstandsfähige Infrastrukturen und ein sicheres, verfügbares, intaktes und vertrauliches Internet sind eine Lebensader unserer vernetzten Welt. Vor diesem Hintergrund sehe ich größere IT-Ausfälle, insbesondere aufgrund von Cyberattacken, als eine große Gefahr für Deutschland." Friedrich sehe in der Bund-Länder-Kooperation, wie durch den landesweiten Aufbau von Computer-Notfallteams, Verbesserungspotenzial.

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Rulf 06. Dez 2011

wenn ich schon bitcom-chef höre/sehe und mich erinnere was dieser verein so alles schon...

redwolf 06. Dez 2011

Gehört nicht ans Internet angebunden und auch nicht mit einem WLAN vernetzt. ENDE Wo darf...

dabbes 05. Dez 2011

aber was solls?

Anonymer Nutzer 05. Dez 2011

... nicht so saudumme Sprueche klopfen wuerde, wuerden vmtl. mehr Leute bei einem so...


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