Abo
  • Services:

Raumfahrzeuge in Gefahr

Sicherheitslücken in den Computersystemen der Nasa

Eine Sicherheitsüberprüfung der Computer der US-Weltraumbehörde Nasa hat schwere Mängel zutage gefördert: Angreifer hätten über das Internet sogar die Kontrolle über Raumfahrzeuge der Nasa übernehmen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Siegel des Nasa-Generalinspekteurs
Siegel des Nasa-Generalinspekteurs

Die Computersysteme der US-Weltraumbehörde Nasa verfügen nur über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und sind nur unzureichend gegen Angriffe über das Internet geschützt. Es ist sogar möglich, Raumfahrtmissionen von außen zu unterbrechen. Zu dem Ergebnis kommt Paul Martin, Generalinspekteur der Nasa.

Sicherheitsprüfung

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Reutlingen
  2. Stadtwerke Heidelberg GmbH, Heidelberg

Das Büro des Generalinspekteurs (Office of Inspector General, OIG) hatte die Computersysteme der Nasa auf ihre Sicherheit hin überprüft. Besonderes Augenmerk sei dabei auf den Schutz vor Angriffen über das Internet gelegt worden, erklärt Martin in seinem 24-seitigen Bericht.

"Wir haben herausgefunden, dass die Server des Nasa-Missionsnetzes schwere Sicherheitslücken aufweisen, die über das Internet ausgenutzt werden können", schreibt Martin. Hätten Angreifer sich Zugang zum Nasa-Netz verschafft, hätten sie den Betrieb der Behörde "ernstlich einschränken oder lähmen" können.

Kontrolle über Raumfahrzeuge

Auf einem Rechner etwa fanden die Prüfer Schlüssel für Kryptographieverfahren, verschlüsselte Passwörter sowie Informationen über Nutzerkonten. Schwere Sicherheitslücken wiesen auch sechs Computer auf, die mit den Steuersystemen für Raumfahrzeuge verbunden sind. Angreifer hätten diese ausnutzen und die Kontrolle über die Raumfahrzeuge übernehmen können, heißt es in dem Bericht.

Die Situation habe entstehen können, weil die Nasa Risiken für ihre Computersystem nicht vollständig bewertet habe und weil sie nicht konsequent einen Verantwortlichen für die Computersicherheit benannt habe. Im Mai vergangenen Jahres habe das OIG schon einmal auf Sicherheitsmängel hingewiesen und empfohlen, dass ein Programm zur Überwachung der Computersicherheit eingerichtet werde. Bis Februar 2011 sei das jedoch nicht passiert, bemängelte Martin.

22 GByte Daten gestohlen

Die Sicherheitslücken wurden durchaus auch schon von Angreifern ausgenutzt: Im Januar 2009 wurden 22 GByte Daten von Nasa-Computern entwendet. Die Daten des Jet Propulsion Laboratory unterlagen Exportbeschränkungen. Im Mai desselben Jahres wurde ein Computersystem der Nasa mit einem Schadcode infiziert, der das System dazu brachte, nichtautorisierte Verbindungen zu Computern in den USA, China, Estland, den Niederlanden und Saudi-Arabien aufzubauen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 249,00€
  2. 264,00€
  3. ab 479€

Atalanttore 02. Apr 2011

Danke für den Link ;)

Katana Seiko 30. Mär 2011

Aber echt.. So eine Reihe Loopings bevor der Shuttle mit dem Abbremsmanoever zum...

Apple_und_ein_i 30. Mär 2011

Boah, sind die Dinger mittlerweile wirklich so gross? Das nimmt ja gefuehlt ein Viertel...

IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Mit oder ohne NASA Aufschrift? ;)

IrgendeinNutzer 30. Mär 2011

Ha, da sagst du was :D


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 2)

In Teil 2 unseres Livestreams erkunden wir die offene Welt und tunen einen Audio RS 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 2) Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Bundesnetzagentur Regierung will gemeinsames 5G-Netz auf dem Land durchsetzen
  2. Mobilfunk Telekom will 5G-Infrastruktur mit anderen gemeinsam nutzen
  3. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

    •  /