Auch die Schweiz ist an den Aussagen von Edward Snowden zur Aufklärung der NSA-Affäre interessiert. Die dortige Bundesanwaltschaft hält eine Garantie für den Whistleblower für möglich.
Der Streit um die Ehrendoktorwürde der Uni Rostock für Edward Snowden ist beendet. Der zuständige Minister kann die erforderlichen wissenschaftlichen Leistungen für die Würdigung nicht erkennen.
Nicht nur Verfassungsrechtler stören sich an der Auslandsaufklärung deutscher Geheimdienste. Auch der Bundesrechnungshof vermisst gesetzliche Grundlagen und sieht unnötige Ausgaben.
Mehrere tausend Menschen haben in Berlin gegen die Massenüberwachung demonstriert. Redner kritisierten die Vorratsdatenspeicherung und die elektronische Gesundheitskarte - und appellierten an die Geheimdienste selbst.
Bei den Ermittlungen zu Computerkriminalität hat die Polizei mit Verschlüsselungs- und Anonymisierungstools zu kämpfen. Jeder vierte Nutzer verzichtet inzwischen aus Sicherheitsgründen auf soziale Netzwerke.
Die NSA betreibt offenbar seit Jahren eine Google-ähnliche Suchmaschine, über die Regierungsmitglieder auf Personendaten aus aller Welt zugreifen können. Das geht aus neu veröffentlichten Snowden-Dokumenten hervor.
Der Chaos Computer Club will Whistleblower Edward Snowden in der Auseinandersetzung mit den US-Behörden unterstützen. Der Verein überweist Snowdens Anwaltsteam dazu 36.000 Euro. Auch Chelsea Manning zollt der Verein Respekt.
Die große Koalition hat am Mittwoch ihr 36-seitiges "Hausaufgabenheft" für den digitalen Wandel vorgestellt. Doch nicht einmal für die Grundvoraussetzung, den Breitbandausbau, finden sich darin konkrete Handlungsschritte. Netzgemeinde, Opposition und Wirtschaft lehnen es gleichermaßen ab.
Der Online-Speicherdienst Spideroak will ein Warnsystem einführen, das eine mögliche Kompromittierung durch Strafverfolgungsbehörden oder Geheimdienste ankündigen soll.
Die NSA will laut Edward Snowden mit einem geheimen Programm Cyberattacken entdecken und bekämpfen. Der Whistleblower erklärte sich in einem Interview bereit, für seine Enthüllungen ins Gefängnis zu gehen.
Der Historiker Foschepoth ist der Meinung, dass in Deutschland auch US-amerikanisches Recht gilt. Daher werde die Bundesregierung eine Auslieferung von Whistleblower Edward Snowden nach dessen Einreise nicht verhindern.
US-Whistleblower Edward Snowden kann auf absehbare Zeit in Russland bleiben. Nach Ablauf seines Asyls erhielt er eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis.
Neue Enthüllungen über die US-Geheimdienste deuten darauf hin, dass es neben Edward Snowden weitere Quellen für die Berichte gibt. Auch die US-Regierung ist davon überzeugt.
Nach der Sommerpause hat der Snowden-Vertraute Greenwald im NSA-Ausschuss des Bundestags aussagen sollen. Doch er hat abgesagt und kritisiert das Gremium scharf wegen der Weigerung, Snowden in Deutschland zu vernehmen. Eine wirkliche Untersuchung der Vorgänge solle offenbar vermieden werden, um die USA nicht zu verärgern.
Der frühere NSA-Chef Keith Alexander ist in die Privatwirtschaft gewechselt. Für die Dienste seiner Cybersecurity-Firma sollen Unternehmen bis zu einer Million US-Dollar im Monat zahlen.
Künftig können auch iPhone-Besitzer verschlüsselt telefonieren. Open Whisper Systems hat Redphone auf iOS portiert und unter dem Namen Signal veröffentlicht.
Der Hacker Steven Graham hat einen Programmierfehler beim Foto-Sharing-Dienst Instagram gefunden. Um Druck auf das Mutterunternehmen Facebook zu machen, droht er nun mit einem Hackerangriff.
Die indirekte Empfehlung von Bundesjustizminister Maas an Edward Snowden, sich mit den USA zu einigen und sich zu stellen, ist von Reporter ohne Grenzen kritisiert worden.
Linke und Grüne im NSA-Untersuchungsausschuss haben die Bundesregierung ultimativ aufgefordert, eine Zeugenbefragung Edward Snowdens in Deutschland zu ermöglichen, schreibt der Spiegel. Andernfalls wolle die Opposition vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
Update Der iPhone-Hersteller Apple hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe heimliche Hintertüren in sein mobiles Betriebssystem iOS eingebaut. Die besagten Schnittstellen dienten Diagnosezwecken und seien bekannt.
Ein früherer US-Regierungsmitarbeiter schlägt Alarm: Eine kaum diskutierte Präsidentenverfügung von 1981 biete die Grundlage, um Inhalte und Metadaten von Kommunikation fast ohne Limit zu speichern.
Bundeskanzlerin Merkel habe durch die Snowden-Enthüllungen "neue Dinge" erfahren. Das sei aber kein Grund, dem US-Whistleblower Asyl zu gewähren, erklärte sie.
US-Whistleblower Edward Snowden vertraut seine Daten einem Dienst an, der mit "Zero Knowledge" wirbt. Für bestimmte Berufsgruppen sei Verschlüsselung inzwischen unentbehrlich.
Die Vereinten Nationen sehen in der Massenüberwachung eine "gefährliche Gewohnheit" der Staaten. Private Firmen sollten möglichst wenig kooperieren, um nicht selbst zu Mittätern zu werden.
Mit großer Mehrheit hat das britische Unterhaus ein Eilgesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen. "Demokratisches Banditentum" wie in "Schurkenstaaten", findet ein Abgeordneter.
Der britische Geheimdienst besitzt Programme, mit denen er Inhalte im Internet manipulieren kann. Das soll aus weiteren Dokumenten des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden hervorgehen.
Die Spähattacken der Geheimdienste führen offenbar zu einem Comeback der Schreibmaschine. Auch der Untersuchungsausschuss will auf antiquierte Technik zurückgreifen. "Lächerlich", findet ein SPD-Ausschussmitglied.
Die britische Regierung will im Hauruckverfahren ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschließen. US-Whistleblower Snowden fordert eine ausführliche Debatte, schließlich "fallen keine Bomben".
Die US-Regierung hat erstmals die Ausweisung ihres Geheimdienstrepräsentanten kommentiert. Laut Medienberichten wurde der Bundesregierung vor dem Rauswurf eine engere Geheimdienstkooperation angeboten.
Die eigentliche Arbeit des NSA-Untersuchungsausschusses geht jetzt erst los. In der Sommerpause warten Hunderte Aktenordner auf die Abgeordneten. Das Schwärzen und Vorenthalten von Unterlagen wollen sie nicht hinnehmen. Eine Analyse.
Update US-Whistleblower Edward Snowden will dem Bundestag nicht einmal als Experte zur Verfügung stehen. Die Opposition prüft weiter eine Klage, damit er als Zeuge nach Deutschland kommen kann. Die Spionageaffäre weitet sich unterdessen aus.
Update Trotz des ablehnenden EuGH-Urteils will Großbritannien an der Vorratsdatenspeicherung festhalten. Allerdings braucht die Regierung dazu eine breite Unterstützung im Parlament.
Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, will deutliche Konsequenzen nach der Enttarnung eines mutmaßlichen US-Agenten beim BND. Deutschland soll alle Datenaustauschabkommen aussetzen und Stellen von US-Geheimdiensten in Deutschland durchsuchen.
Eine erste Auswertung von Kommunikationsinhalten, nicht nur Metadaten, die durch die NSA abgefangen wurden, zeigt: Fast 90 Prozent der überwachten Personen sind unverdächtige Nutzer. Zudem zeigt die Analyse, dass das Snowden-Archiv auch persönliche Details der Überwachten enthält.
Aufregung führt meist zu blindem Aktionismus. Wenn sich aber die Vorwürfe bestätigen, ein BND-Mitarbeiter habe den NSA-Untersuchungsausschuss ausspioniert, dann kann das der entscheidende Schritt für eine echte parlamentarische Aufklärung sein.
Ex-NSA-Mitarbeiter Drake hat am eigenen Leib die Repressionen in den USA gegen Whistleblower erfahren. Vor dem NSA-Ausschuss verglich er nun den 11. September 2001 mit dem Reichstagsbrand, die NSA mit der Stasi und machte dem BND schwere Vorwürfe.
Was der BND angeblich kann, ist für die NSA zu schwierig. Eine Expertenstudie kritisiert, dass bei der Überwachung ausländischer Verdächtiger unbescholtene US-Bürger nicht ausreichend geschützt sind.
Wann entscheiden die US-Geheimdienste, noch unbekannte Sicherheitslücken zu verheimlichen? Nach dem Heartbleed-Bug wollen US-Datenschützer das per Gericht erfahren.
Rund ein Jahr nach der Aufdeckung des NSA-Skandals verschlüsselt nur jeder Siebte zumindest hin und wieder berufliche E-Mails. Die Masse der Beschäftigten findet keine Verschlüsselungssoftware am Arbeitsplatz vor.
Der Streit um die Vernehmung von US-Whistleblower Snowden durch den NSA-Ausschuss wird immer mehr zur Farce. Anstatt eine mögliche Ladung nach Deutschland zu klären, setzt die große Koalition nun auf eine Videobefragung.
Nach Ansicht Edward Snowdens sollte eine internationale Institution darüber entscheiden, ob Enthüllungen gerechtfertigt seien oder nicht. Das Verhalten Deutschlands in seinem Fall könne er nicht mehr verstehen.
Edward Snowden will sich nicht mit den Mitgliedern des NSA-Untersuchungsausschusses zu einem informellen Gespräch treffen. Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter besteht auf einer formalen Zeugenaussage.
Mit einem Zusatz zum US-Verteidigungshaushalt sollen die Möglichkeiten der Geheimdienste, Backdoors in Hardware und Software einzubauen, zumindest vorübergehend eingeschränkt werden. Ein direktes Verbot ist dies aber nicht.
Neu veröffentlichte Dokumente der NSA zeigen unter anderem die Standorte des US-Geheimdienstes in Deutschland. Nirgends in Europa sei die NSA so aktiv wie hier, berichtet Spiegel Online.
Update Edward Snowden hat nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier nichts Neues enthüllt. Jeder informierte Bürger habe schon vorher alles über Aktivitäten wie die der NSA gewusst, meint der Politiker.
Update Im neuen Verfassungsschutzbericht werden die Aktivitäten westlicher Geheimdienste immerhin erwähnt. Innenminister de Maizière fordert aber weiter eine intensive Pflege der Zusammenarbeit mit NSA & Co. Wie eng diese ist, dokumentiert inzwischen der Spiegel.
Irlands oberstes Gericht hat die von der Studentengruppe Europe versus Facebook angestrengte Datenschutzbeschwerde an den Europäischen Gerichtshof verwiesen.