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Datenleck: Weiterer Whistleblower in US-Geheimdiensten

Neue Enthüllungen über die US-Geheimdienste deuten darauf hin, dass es neben Edward Snowden weitere Quellen für die Berichte gibt. Auch die US-Regierung ist davon überzeugt.

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In den US-Geheimdiensten gibt es offenbar einen zweiten Edward Snowden.
In den US-Geheimdiensten gibt es offenbar einen zweiten Edward Snowden. (Bild: Wikileaks.org/Screenshot: Golem.de)

Die US-Regierung geht inzwischen davon aus, dass es nach Edward Snowden einen weiteren Informanten zur Arbeit der Geheimdienste gibt. Das berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Regierungsmitarbeiter. Ein Beweis für diese Vermutung sind demnach jüngste Enthüllungen des Portals The Intercept über den Umfang der US-Datenbank mit Terrorverdächtigen. Der Bericht selbst bezieht sich ausdrücklich nicht auf die Snowden-Dokumente, sondern spricht von einer "Quelle in den Geheimdiensten".

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Bereits nach den Berichten über die gezielte Überwachung eines deutschen Tor-Servers durch die NSA hatte der US-Sicherheitsexperte Bruce Schneier Anfang Juli spekuliert: "Ich glaube nicht, dass dies aus den Snowden-Dokumenten stammt. ... Ich denke, es gibt da draußen eine weitere Quelle." Der US-Enthüllungsjournalist und Snowden-Vertraute Glenn Greenwald twitterte dazu: "Scheint klar an diesem Punkt." Bereits im Februar hatte Greenwald in einem Interview mit CNN angedeutet, dass es weitere Whistleblower gebe, die von Snowden inspiriert seien und interne Berichte weitergäben.

Fast 700.000 Terrorverdächtige weltweit

Die von The Intercept veröffentlichten Unterlagen datieren von August 2013 und stammen daher definitiv nicht aus dem Snowden-Fundus, da sich der 31-Jährige zu diesem Zeitpunkt bereits in Russland aufhielt. Die Dokumente sind lediglich als "geheim" klassifiziert, während die meisten Snowden-Dokumente als "streng geheim" eingestuft waren. Laut CNN könnten sie aus dem Computer-System SIPRNet stammen, das vom US-Verteidigungsministerium betrieben wird und auf das in den vergangenen Jahren Millionen Mitarbeiter Zugriff hatten, darunter auch die inzwischen verurteilte US-Soldatin Chelsea (früher Bradley) Manning.

Den neuen Enthüllungen zufolge liegt die Zahl der "bekannten oder möglichen Terroristen" inzwischen bei 680.000. Von diesen werden 280.000 keiner bekannten Terrorgruppe zugeordnet. Dem Terrornetzwerk "El Kaida in Irak" werden mehr als 70.000 Personen zugerechnet, ihm folgen die Taliban mit rund 62.000 Personen und El Kaida mit rund 50.000 Personen. In einer noch umfangreicheren Datenbank, genannt Terrorist Identities Datamart Environment (TIDE), werden sogar mehr als eine Million Personen gespeichert. Sie enthält die 680.000 Terrorverdächtigen sowie weitere 320.000 Personen, die schon unter weniger strengen Kriterien aufgenommen werden können.

Flugverbotsliste stark ausgeweitet

Einen starken Anstieg der Zahlen habe es nach einem gescheiterten Flugzeugattentat vom Dezember 2009 gegeben. So würden den Unterlagen zufolge täglich mehr als 240 Namen in TIDE aufgenommen. Seitdem sei auch die Zahl der Personen, die mit Flugverbot belegt sind, von 4.000 auf 47.000 gestiegen. Nach Protesten war diese Flugverbotsliste zwischenzeitlich deutlich bereinigt worden. Zum Vergleich: Vor den Anschlägen vom 11. September 2001 standen zwölf Namen auf der Liste.

Dem Bericht zufolge verfügen die US-Dienste inzwischen auch über umfangreiche biometrische Datenbanken von Verdächtigen. Demnach enthielt die größte Datenbank im Jahr 2013 mehr als 860.000 biometrische Daten von 144.000 Personen. Dazu gehören eine halbe Millionen Fotos von Gesichtern, fast eine Viertelmillion Fingerabdrücke und 70.000 Iris-Scans.



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__destruct() 07. Aug 2014

Es gibt zwar richtige Quellen für die Gefangenenrate in den USA (760 Gefangene pro 100...

Sir Dragon 06. Aug 2014

da kannst du warten bis du schwarz wirst. moralisch hat in fast allen ländern und gerade...


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