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BND-Spion: Linkspartei fordert Durchsuchung von US-Einrichtungen

Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, will deutliche Konsequenzen nach der Enttarnung eines mutmaßlichen US-Agenten beim BND. Deutschland soll alle Datenaustauschabkommen aussetzen und Stellen von US-Geheimdiensten in Deutschland durchsuchen.

Artikel veröffentlicht am ,
Verschlossene Tür: Deutsche Behörden dürfen in der US-Botschaft nicht ermitteln.
Verschlossene Tür: Deutsche Behörden dürfen in der US-Botschaft nicht ermitteln. (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Nicht nur in der Regierung, auch in der Opposition mehren sich die Forderungen nach deutlichen Maßnahmen als Reaktion auf die Enttarnung eines mutmaßlichen US-Spions beim Bundesnachrichtendienst. So sagte nun Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, dem Handelsblatt, nicht nur diplomatische Konsequenzen müssten gezogen werden.

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Diese sollten aber auch erfolgen, zunächst mit einer Einbestellung des Botschafters; dies ist eine der üblichen Vorgehensweisen bei Verstimmungen zwischen Staaten, die Bundesregierung hat die Einberufung aber bisher nicht angeordnet. Vielmehr gab es eine formlose Gesprächseinladung. Zudem, so Korte, solle der Generalbundesanwalt "auch in puncto Totalüberwachung der Bürgerinnen und Bürger und bei der Ausspähung des NSA-Untersuchungsausschusses tätig werden und sich nicht nur um das Merkel-Phone kümmern".

Weiter spricht der Linkspolitiker sich dafür aus, dass "die zahlreichen Militäranlagen und Einrichtungen der USA auf deutschem Boden, von denen die Spitzelei aus organisiert wird, durchsucht werden". Das wäre ein bisher beispielloser Vorgang, der auch den exterritorialen Status solcher Niederlassungen berühren würde.

Realistischer erscheint da schon die Forderung, an der Bespitzelung des deutschen Geheimdienstes beteiligte Personen auszuweisen. "Bei jedem anderen Staat wäre dies auch schon längst passiert", sagte Korte. Zudem solle Deutschland auch die Datenaustauschabkommen mit den USA aussetzen, die nach den Anschlägen des 11. September 2001 vereinbart wurden. Auch an einem anderen Punkt will Korte ansetzen, nämlich der Beendigung der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP, denn: "Ökonomischer Druck ist vermutlich die einzige Sprache, die die Vereinigten Staaten von Amerika verstehen."

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fesfrank 09. Jul 2014

ich weiss ja nicht wo du herkommst und wie die leute so "drauf" sind, muss aber schlimm...

M.Kessel 08. Jul 2014

Ich schliesse mich der Forderung an.

SelfEsteem 08. Jul 2014

Najaaa, ganz klar: Es braucht immer einen Experten. Stelle mir grad eine lustige...

joojak 08. Jul 2014

Das wäre wirklich klasse wenn die amis auf breiter Linie und zwar in allen Bereichen vill...

philosophos 08. Jul 2014

Vor allem müsste es genau umgekehrt lauten: statt "Nicht nur in der Regierung, auch in...


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