Verschlüsselte Telefonie: Signal ist das Redphone fürs iPhone

Mit Signal(öffnet im neuen Fenster) erhalten iPhone-Nutzer künftig die Möglichkeit, verschlüsselt miteinander oder mit Redphone-Nutzern über VoIP zu telefonieren. Zunächst hat der Hersteller Open Whisper Systems den Quellcode für Signal(öffnet im neuen Fenster) freigeben. Wer einen Fehler findet oder Verbesserungen vorschlägt, die umgesetzt werden, erhält Prozente an den dem Projekt gespendeten Bitcoins.
Mit Signal, beziehungsweise Redphone, wird eine Verbindung zwischen Teilnehmern über das Z-Real-Time-Protokoll (ZRTP)(öffnet im neuen Fenster) für VoIP aufgebaut. Das Schlüsselaustauschprotokoll wurde von Phil Zimmermann entwickelt, dem Schöpfer von PGP. Dabei wird die Datenverbindung eines Smartphones genutzt. Die Gespräche werden somit nicht als gewöhnliche Telefongespräche abgerechnet. Eine spezielle Rufnummer ist nicht nötig. Der Nutzer muss allerdings über ausreichend Datenvolumen verfügen, um die Gespräche zu übertragen.
Open Whisper Systems entwickelt auch die Messaging-App Textsecure, die es bislang aber nur für Android gibt. Das Programm nutzt das sogenannte Axolotl-Protokoll(öffnet im neuen Fenster) , das eine Weiterentwicklung der Technologie von OTR ist. OTR wird vor allem von Jabber-/XMPP-Chatprogrammen genutzt. Ähnlich wie OTR bietet das Protokoll Forward Secrecy und Plausible Deniability. Doch anders als die Kombination Jabber/OTR kann das Textsecure-Protokoll auch Nachrichten mit Forward Secrecy verschlüsseln, wenn der Gesprächspartner gerade offline ist(öffnet im neuen Fenster) .
Signal soll im Laufe des Jahres sowohl unter iOS als auch unter Android VoIP und Messaging in einer App vereinen. Zunächst soll Textsecure in die iOS-Version integriert werden, später soll unter Android Redphone und Textsecure zu der App Signal vereint werden. Außerdem plant das Unternehmen eine Erweiterung für Browser. Die Apps sind kostenlos in den jeweiligen Stores erhältlich.



