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Zehn Film-Highlights: Der Hacker als moderner Held

Der Hacker als langweiliger Nerd, der nur an der Tastatur sitzt? Nicht in Hollywood, da wird er zum Helden.
/ Peter Osteried
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Hackers war einer der frühen Filme, die sich mit dem Thema befassten. (Bild: Amazon MGM Studios)
Hackers war einer der frühen Filme, die sich mit dem Thema befassten. Bild: Amazon MGM Studios
Inhalt
  1. Zehn Film-Highlights: Der Hacker als moderner Held
  2. Korruption, kriminelle Hacker und McClane
  3. Paranoia, Kriegsspiele und das Leben im Game

Schon lange, bevor Computer in jedem Haushalt standen, gab es Filme, die sich mit Computern, aber auch ihrer Sicherheit oder Unsicherheit auseinandersetzten. Der Hacker's Movie Guide gibt da einen sehr kompakten Überblick, online findet sich aber auch eine ausführliche Liste mit Filmen(öffnet im neuen Fenster) , die sich mit Hackern oder aber Cybersecurity auseinandersetzen.

Die Liste ist lang, vieles mag nicht unbedingt dem entsprechen, was man gemeinhin unter Hacken versteckt, aber interessant ist doch, wie umfangreich diese Form der filmischen Erzählung ist. Zehn Höhepunkte wollen wir in den Fokus rücken.

Leicht verständlich: Untraceable (2008)

Diane Lane spielt eine FBI-Agentin, die in der Cybercrime-Division tätig ist. Ein anonymer Tipp führt zur Webseite Killwithme.com, auf der Menschen live umgebracht werden. Die Opfer scheinen willkürlich gewählt, aber es steckt System dahinter, wodurch auch die Agentin in Gefahr gerät.

Untraceable ist ein mitreißender Thriller. Die technischen Fähigkeiten des Täters sind jedoch absolut wichtig für das Gelingen der Geschichte, denn er benutzt Mirror-Server, um seine Website davor zu schützen, abgeschaltet zu werden. Das ist ein interessantes Detail, verständlich ist der Film aber auch für ein nicht technikaffines Publikum.

Im Cyberspace: Hackers – Im Netz des FBI (1995)

Aus heutiger Sicht mag der Film fragwürdig sein, aber Hackers erzählt interessant die Geschichte einiger Hacker, die einer Verschwörung auf die Schliche kommen, deren Pläne mit einem Computervirus umgesetzt werden sollen.

Der mit Angelina Jolie und Jonny Lee Miller besetzte Film wurde lange belächelt, insbesondere in den Neunzigerjahren. Er mutete damals abstrus und phantastisch an. Aber es gab eine Neubewertung, die mit einem Satz zu tun hat, den Jolies Figur sagte: "RISC architecture is gonna change everything." Wired(öffnet im neuen Fenster) widmete dem einen ganzen Artikel. Dass das einem Drehbuchautor im Jahr 1995 bekannt war, ist bemerkenswert.

Eine wahre Geschichte: Snowden (2016)

Oliver Stone ist der perfekte Regisseur, um einen Film über Edward Snowden zu machen, den Whistleblower, der die Welt darüber informierte, wie die USA weltweit Regierungen und Privatleute ausspionierten. Joseph Gordon-Levitt spielt Snowden, der schließlich nach Russland fliehen musste, um einer Verfolgung in den USA zu entgehen.

Der Film schafft es sehr gut, die damaligen Ereignisse in einen spannenden Kontext einzubauen. Snowden gilt manchen seiner Landsleute als Verräter, andere feiern ihn als Helden, der die Interessen der Bevölkerung geschützt hat. Stone zeigt in seinem Film nicht nur, wie ruchlos US-Politik sein kann, sondern auch, wie die Technologie mit und ohne Wissen ihrer Nutzer immer tiefer in deren Leben eingedrungen ist.


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