Überwachung: NSA hat eigene Suchmaschine gebaut

Die NSA betreibt offenbar seit Jahren eine Google-ähnliche Suchmaschine, über die Regierungsmitglieder auf Personendaten aus aller Welt zugreifen können. Das geht aus neu veröffentlichten Snowden-Dokumenten hervor.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Mehr als 1.000 Analysten sollen Zugriff auf die NSA-Suchmaschine haben.
Mehr als 1.000 Analysten sollen Zugriff auf die NSA-Suchmaschine haben. (Bild: Paul J. Richards/Afp/Getty Images)

Die US-Geheimdienstbehörde verfügt offenbar über ein eigenes Filesharing-Netzwerk, das es Analysten der Regierung erlaubt, von überall im Land auf Milliarden von Datensätzen von Personen aus aller Welt zuzugreifen. Wie die Seite The Intercept berichtet, sei die "Google-ähnliche" Suchmaschine bereits 2007 erstellt worden. Ihre Existenz sei dagegen dank neu veröffentlichter Snowden-Dokumente erst am Montag bekannt geworden. Es sei das erste Mal, dass die Öffentlichkeit von dem Ausmaß erfahre, in dem die US-Geheimdienstbehörde Daten mit anderen Behörden teile.

Die Icreach genannte Datenbank soll mehr als 1.000 Analysten von rund zwei Dutzend verschiedenen Regierungsbehörden Zugriff gewähren, darunter auch das FBI und die Drogenvollzugsbehörde DEA. Die Datenbank soll dabei nicht nur über Daten von möglichen Terrorverdächtigen verfügen, sondern auch über "Millionen von persönlichen Informationen zu amerikanischen Staatsbürgern, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen", wie The Intercept schreibt. Die Suchmaschine enthalte Daten zu Aufenthaltsort, beruflichem Netzwerk sowie politischen und religiösen Ansichten. Diese Informationen seien auch geeignet, zukünftige Handlungen vorherzusagen.

100 Einträge zu jedem einzelnen Menschen

Die nun veröffentlichten Dokumente zeigen laut The Intercept zudem, dass mittels Icreach erstmals sämtliche Geheimdienste in den USA im großen Stil Informationen zu Metadaten austauschten, etwa zu Telefongesprächen.

Nach Angaben von The Intercept soll Icreach in der Lage sein, bis zu 850 Milliarden verschiedene Einträge zu speichern. Das entspräche theoretisch rund 100 Einträgen zu jedem einzelnen Menschen. Da die veröffentlichten Dokumente inzwischen aber mehrere Jahre alt seien, sei es wahrscheinlich, dass die NSA die Kapazitäten inzwischen erweitert habe. Erst 2013 soll die Behörde neue Gelder beantragt haben, um die Suchmaschine auszubauen.

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dontcare 26. Aug 2014

Alle schreiben über die "Suchmaschine" von daher ja. Wenn hier manche meinen das hier...

Ach 26. Aug 2014

Es ist schon interessant. Was erwarten sich einige von einer kompletten...

__destruct() 26. Aug 2014

Ja, aber zunächst müssen sie sich der Aufgabe widmen, die LAN-Kabel einzustecken.

Nocta 26. Aug 2014

Das freut einen doch an einem schönen Dienstagmorgen :)



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