Abo
  • Services:
Anzeige
Noch immer scheint unklar, ob die NSA von dem Heartbleed-Bug wusste.
Noch immer scheint unklar, ob die NSA von dem Heartbleed-Bug wusste. (Bild: EFF)

Heartbleed: EFF verklagt NSA wegen Zero-Day-Exploits

Wann entscheiden die US-Geheimdienste, noch unbekannte Sicherheitslücken zu verheimlichen? Nach dem Heartbleed-Bug wollen US-Datenschützer das per Gericht erfahren.

Anzeige

Die US-Geheimdienste sollen gerichtlich dazu gezwungen werden, ihre Entscheidungsgrundlagen zur Veröffentlichung von Zero-Day-Exploits bekanntzugeben. Dazu hat die Bürgerrechtsorganisationen Electronic Frontier Foundation (EFF) eine Klage nach dem US-amerikanischen Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) gegen den Geheimdienst NSA und das Büro des US-Geheimdienstdirektors (ODNI) eingereicht, wie die EFF mitteilte. Hintergrund sind Medienberichte, wonach die NSA die Open-SSL-Sicherheitslücke Heartbleed mehrere Jahre ausgenutzt haben soll, bevor der Fehler öffentlich bekanntwurde.

Die US-Regierung bestritt vehement, die Sicherheitslücke ausgenutzt zu haben. Sie verwies auf einen "Vulnerability Equities Process", nach dem entschieden werde, wann Unternehmen und die Öffentlichkeit über eine entdeckte Sicherheitslücke informiert würden. In einem Blogbeitrag erläuterte der Berater für Cybersicherheit des Weißen Hauses, Michael Daniel, Ende April einige der Entscheidungsprinzipien. Dazu gehört unter anderem, wie dringend die Geheimdienste auf Informationen angewiesen sind, die über das Ausnutzen der Sicherheitslücke gewonnen werden können. Je ungefährlicher die Lücke für die US-Internetsysteme ist, desto eher wird sie geheim gehalten.

Keine Antwort auf Anfrage erhalten

Der EFF reichen diese Erläuterungen der Regierung jedoch nicht aus. Da die Organisation auf eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz, die Anfang Mai gestellt wurde, bislang keine Antwort erhielt, reichte sie nun eine siebenseitige Klageschrift ein. Die Herausgabe der entsprechenden Dokumente sei wichtig, um die Art von informierter Debatte zu führen, die nach Ansicht von Öffentlichkeit und Regierung nötig sei, sagte EFF-Rechtsberater Andrew Crocker. Die Bürgerrechtler weisen darauf hin, dass eine Veröffentlichung von Zero-Day-Exploits zum Schließen von Sicherheitslücken führen könne, so dass die Nutzer besser vor Kriminellen und ausländischen Regierungen geschützt seien.

Seit Beginn der Enthüllungen durch Edward Snowden wird in den USA über das Ausnutzen von Sicherheitslücken diskutiert. Eine von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Expertenkommission forderte im Dezember 2013, dass Zero-Day-Exploits nur noch für Ausspähaktionen in hochwichtigen Fällen genutzt werden sollten. In anderen Fällen sollte dafür gesorgt werden, solche Schwachstellen schnell zu beheben. Obama selbst soll der NSA im Januar 2014 erlaubt haben, in bestimmten Fällen Sicherheitslücken nicht zu melden.


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 02. Jul 2014

Also immer.

iSchulze 02. Jul 2014

Na da bin ich aber mal gespannt, ob das in irgendeiner Weise etwas bringt. Bisher ist ja...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. endica GmbH, Karlsruhe
  2. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
  3. telekom, Leinfelden-Echterdingen
  4. Mobile Software AG, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. 135,75€ für Prime-Mitglieder (Vergleichspreis 150€)
  2. 116,00€ (Vergleichspreis 139€)
  3. 19,98€ (Vergleichspreis 30€)

Folgen Sie uns
       


  1. Deutschland-Chef der Telekom

    Bis 2018 flächendeckend Vectoring in Nordrhein-Westfalen

  2. Sipgate Satellite

    Deutsche Telekom blockiert mobile Nummer mit beliebiger SIM

  3. Rockstar Games

    "Normalerweise" keine Klagen gegen GTA-Modder

  4. Stromnetz

    Tennet warnt vor Trassen-Maut für bayerische Bauern

  5. Call of Duty

    Modern Warfare Remastered erscheint alleine lauffähig

  6. Gmail

    Google scannt Mails künftig nicht mehr für Werbung

  7. Die Woche im Video

    Ein Chef geht, die Quanten kommen und Nummer Fünf lebt

  8. Hasskommentare

    Koalition einigt sich auf Änderungen am Facebook-Gesetz

  9. Netzneutralität

    CCC lehnt StreamOn der Telekom ab

  10. Star Trek

    Sprachsteuerung IBM Watson in Bridge Crew verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mario Odyssey angespielt: Die feindliche Übernahme mit dem Schnauz
Mario Odyssey angespielt
Die feindliche Übernahme mit dem Schnauz
  1. Nintendo Firmware 3.00 bringt neue Funktionen auf die Switch
  2. Nintendo Switch Metroid Prime 4, echtes Pokémon und Rocket League kommen
  3. Arms im Test Gerade statt Aufwärtshaken

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

Stehpult ausprobiert: Aufstehen gegen Rückenschmerzen
Stehpult ausprobiert
Aufstehen gegen Rückenschmerzen
  1. Stellenmarkt Softwareentwickler haben nicht die bestbezahlten IT-Jobs
  2. Looksee Wellington Neuseeland zieht mehr IT-Experten an
  3. Jobs Deutschland kann seinen IT-Fachkräftemangel selbst lösen

  1. Re: Was genau ist hier das Besondere?

    s10 | 12:24

  2. buy fake passports id cards drivers license green...

    alphabay62 | 12:23

  3. Widerliche Abzocker

    marvin_42 | 12:08

  4. Was ist SIPGate?

    attitudinized | 12:07

  5. Re: Edge Browser Verlauf?

    Peh | 12:07


  1. 12:01

  2. 10:37

  3. 13:30

  4. 12:14

  5. 11:43

  6. 10:51

  7. 09:01

  8. 17:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel