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Whistleblower: Chaos Computer Club spendet für Snowden

Der Chaos Computer Club will Whistleblower Edward Snowden in der Auseinandersetzung mit den US-Behörden unterstützen. Der Verein überweist Snowdens Anwaltsteam dazu 36.000 Euro. Auch Chelsea Manning zollt der Verein Respekt.
/ Thorsten Schröder
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Edward Snowden (in Moskau im Dezember 2013): Asyl, Rechtsberatung und Schutz sind teuer (Bild: Barton Gellman/Getty Images)
Edward Snowden (in Moskau im Dezember 2013): Asyl, Rechtsberatung und Schutz sind teuer Bild: Barton Gellman/Getty Images

Die größte europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC)(öffnet im neuen Fenster) stellt sich demonstrativ hinter ihr neues Ehrenmitglied Edward Snowden. Wie der Verein am Montag mitteilte(öffnet im neuen Fenster), sollen dem europäischen Anwaltsteam des Whistleblowers 36.000 Euro überwiesen werden.

In einer Pressemitteilung erklärte der Verein, seit seiner Gründung vor mehr als 30 Jahren habe der Glaube an die Freiheit von Information im Zentrum gestanden. "Deshalb verdienen die Verteidiger dieser Freiheit unseren Respekt und unsere Unterstützung", schreibt der CCC. Asyl, Rechtsberatung und Schutz seien teuer. Deshalb wolle der Verein das Team von Edward Snowden mit 36.000 Euro unterstützen und so einen Teil der Kosten decken.

Snowden habe die dringend benötigte öffentliche Diskussion darüber möglich gemacht, "in welchem Ausmaß wir von der NSA und ihren Partnern ausgespäht werden", schrieb der Verein. Snowden habe den Mut gehabt, nach den Prinzipien des CCC zu handeln, wonach öffentliche Daten genutzt und private geschützt werden sollten.

Ehrenmitgliedschaft für Chelsea Manning

Gleichzeitig bot die Hackervereinigung der US-IT-Spezialistin Chelsea Manning die Ehrenmitgliedschaft in dem Verein an. Mannings mutiges Verhalten spiegele die Werte des Chaos Computer Clubs wider, hieß es. "Es ist eine Ehre für uns, Chelsea Manning als eine von uns zu bezeichnen."

Die ehemalige US-Soldatin sitzt seit 2010 im Gefängnis, weil sie geheime Videos und Dokumente kopiert und der Webseite WikiLeaks zugespielt hatte, darunter Militärberichte aus dem Irak und Afghanistan sowie Botschaftsdepeschen. Die Entscheidung, Manning die Ehrenmitgliedschaft anzubieten, sei einstimmig gefallen, schrieb der CCC am Montag.


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