Abo
  • IT-Karriere:

Edward Snowden: Russland gewährt drei Jahre Aufenthalt

US-Whistleblower Edward Snowden kann auf absehbare Zeit in Russland bleiben. Nach Ablauf seines Asyls erhielt er eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis.

Artikel veröffentlicht am ,
Edward Snowden darf noch mehrere Jahre in Russland bleiben.
Edward Snowden darf noch mehrere Jahre in Russland bleiben. (Bild: Europarat/Screenshot: Golem.de)

Russland erlaubt dem früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden einen mehrjährigen Aufenthalt. Das teilte Snowdens russischer Anwalt Anatoli Kutscherena am Donnerstag in Moskau laut Medienberichten mit. "Am 1. August erhielt er eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis", sagte Kutscherena dem Fernsehsender RT zufolge vor Journalisten. Snowdens einjähriges Asyl war am 31. Juli abgelaufen.

Stellenmarkt
  1. über Tröger & Cie. Aktiengesellschaft, Bielefeld
  2. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe

Der 31-Jährige könne sich frei in Russland bewegen und jeweils bis zu drei Monate lang ins Ausland reisen, sagte Kutscherena weiter. Snowden habe weder um politisches Asyl gebeten noch die russische Staatsbürgerschaft beantragt. Letzteres sei erst nach fünf Jahren möglich. Snowden wolle demnächst selbst eine Pressekonferenz in Russland geben.

Da Snowden bislang von keinem anderen Land Asyl erhalten hat, ist er auf den Aufenthalt in Russland angewiesen. Es war jedoch davon ausgegangen worden, dass die russischen Behörden sich dem nicht entgegenstellen würden. Eine mögliche Rückkehr in die USA scheint derzeit hingegen ausgeschlossen. "Ich glaube nicht, dass die US-Regierung jemals einer Rückkehr von Edward Snowden zustimmen würde, ohne ihn nicht für viele, viele Jahre ins Gefängnis zu stecken. Darauf wird er sich nicht einlassen - noch sollte er es", sagte der US-Enthüllungsjournalist und Snowden-Vertraute Glenn Greenwald in einem Interview mit der taz.

Kritik an Bundesregierung

Greenwald kritisiert zudem die Bundesregierung für ihre Weigerung, Snowden für eine Befragung durch den NSA-Untersuchungsausschuss einreisen zu lassen. "Wer diese Affäre wirklich aufklären will, dem ist es unmöglich, nicht mit Edward Snowden persönlich zu sprechen", sagte Greenwald und fügte mit Blick auf die Spähprogramme der US-Geheimdienste hinzu: "Die Sorge, den Verantwortlichen dieser Verstöße nun bloß nicht vor den Kopf zu stoßen, würde keinem Land mit nationaler Würde in den Sinn kommen. Ich glaube, Deutschland sollte sich klarmachen, wie hier mit seiner Souveränität umgegangen wurde."

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz begrüßte die Entscheidung der russischen Behörden. "Gut, dass Snowden sich weiter in Russland aufhalten kann. Ein Armutszeugnis für die Bundesregierung und die USA, dass er es muss!", twitterte der Grünen-Obmann im NSA-Ausschuss. Der Unions-Ausschussobmann Roderich Kiesewetter (CDU) hatte das Interview Greenwalds zuvor mit den Worten kommentiert: " Nichts Neues in Sachen NSA und Greenwald kneift vor dem Ausschuss, auch von Snowden ist nichts mehr zu erwarten."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. 3,99€ statt 19,99€
  3. 0,00€
  4. 3,99€

Anonymer Nutzer 13. Jan 2015

Doch das mein ich ernst. Und zwar nicht weil ich das zu 100% weiß, sondern weil ich es...

honk 07. Aug 2014

Nun, er wird sicher weder mit Assange noch mit Manning tauschen wollen und hat auch...

RechtsVerdreher 07. Aug 2014

Nein, es liegt bestimt daran, dass Putin so ein Menschenfreund ist.

Mopsmelder500 07. Aug 2014

Ist doch ein gutes Pfand um sich die Amis vom Leib zu halten. Jetzt gibts erst mal...


Folgen Sie uns
       


Asrock DeskMini A300 - Test

Der DeskMini A300 von Asrock ist ein Mini-PC mit weniger als zwei Litern Volumen. Der kleine Rechner basiert auf einer Platine mit Sockel AM4 und eignet sich daher für Raven-Ridge-Chips wie den Athlon 200GE oder den Ryzen 5 2400G.

Asrock DeskMini A300 - Test Video aufrufen
Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
  3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    •  /