Überwachung: UN warnen Firmen vor Kooperation mit Geheimdiensten

Die Vereinten Nationen sehen in der Massenüberwachung eine "gefährliche Gewohnheit" der Staaten. Private Firmen sollten möglichst wenig kooperieren, um nicht selbst zu Mittätern zu werden.

Artikel veröffentlicht am , dpa/Deutsche Presse-Agentur
UN-Hochkommissarin Navi Pillay
UN-Hochkommissarin Navi Pillay (Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)

Die Überwachung des privaten Datenverkehrs hat aus Sicht der Vereinten Nationen (UN) höchst besorgniserregende Ausmaße angenommen. Massenüberwachungen durch Regierungen "entwickeln sich zu einer gefährlichen Gewohnheit und sind keine Ausnahme mehr", sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, am Mittwoch in Genf bei der Vorstellung eines 16-seitigen Berichts zur Datensicherheit.

Stellenmarkt
  1. Java Backend Engineering (f/m/d)
    Skribble Deutschland GmbH, Karlsruhe, Zürich (Schweiz)
  2. IT-Generalist (m/w/d)
    SaluVet GmbH, Bad Waldsee
Detailsuche

Die Praktiken in vielen Staaten zeigten Mängel bei einer angemessenen nationalen Gesetzgebung und einer entsprechenden Strafverfolgung. Zugleich ermutigte Pillay Firmen, die von Regierungen zur Weitergabe von Daten gedrängt würden, sich stärker zu wehren.

Wirkung auf den Heuhaufen berücksichtigen

Laut Pillay sind Programme zur massenhaften Überwachung von Datenverkehr selbst dann in Frage zu stellen, wenn sie legitime Ziele hätten. Es reiche nicht aus, die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Es müsse auch "die Auswirkung der Maßnahmen auf den Heuhaufen im Vergleich zur Bedrohung" berücksichtigt werden. Als eine Maßnahme empfiehlt Pillay die Einrichtung unabhängiger Institutionen, die die Überwachung unter die Lupe nähmen. "Einige unglaublich wichtige Prinzipien, die die Persönlichkeitsrechte aller betreffen, stehen auf dem Spiel", betonte Pillay.

Die UN-Hochkommissarin wies darauf hin, dass Firmen, die den Regierungen Daten zur Verfügung stellten, selbst riskierten, zu Mittätern bei Menschenrechtsverletzungen zu werden. Falls es solche Regierungsanfragen gebe, sollten Unternehmen so knapp wie möglich darauf eingehen, die rechtliche Begründung klären und gegebenenfalls erst auf Drängen eines Gerichts kooperieren. "Es gibt dafür positive Beispiele in der Industrie, sowohl von einzelnen Firmen als auch von Bündnissen von Unternehmen und Interessensgruppen."

Golem Akademie
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Cloud Transformation Roadmap: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Bericht ist auf Wunsch der Vollversammlung der Vereinten Nationen erstellt worden. Im Dezember war eine von Deutschland und Brasilien eingebrachte Resolution gegen Internetspionage angenommen worden. Darin war die Hochkommissarin für Menschenrechte aufgefordert worden, sich mit dem "Schutz der Privatsphäre bei digitaler Kommunikation" zu befassen. Der Bericht soll im Oktober in der UN-Vollversammlung vorgestellt und beraten werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


x2k 18. Jul 2014

Hier habe ich mal die Rund Mail Heraus gekramt: Sehr geehrte Studierende, die...

Rababer 17. Jul 2014

Ergibt kein Sinn.

SirFartALot 16. Jul 2014

soll angeblich Millionen zahlen, wenn man gut mit ihnen zusammenarbeitet (Backdoors...

Tapir 16. Jul 2014

Siehe "Die Schmerzgrenze im Volk ist noch lange nicht erreicht, ..." man kann nicht nur...

Casandro 16. Jul 2014

Wenn die nicht auf die US Regierung hören, müssen die Konsequenzen fürchten. Wenn die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Xbox Cloud Gaming: Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden
    Xbox Cloud Gaming
    Wenn ich groß bin, möchte ich gerne Netflix werden

    Call of Duty, Fallout oder Halo: Neue Spiele bequem am Business-Laptop via Stream zocken, klingt zu gut, um wahr zu sein. Ist auch nicht wahr.
    Ein Erfahrungsbericht von Benjamin Sterbenz

  2. IBM: Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft
    IBM
    Watson Health anteilig für 1 Mrd. US-Dollar verkauft

    Mit Francisco Partners greift eine große Investmentgruppe zu, das Geschäft mit Watson Health soll laut IBM darunter aber nicht leiden.

  3. Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
    Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
    "Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

    Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
    Ein Praxistest von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /