Laut Telekom-Chef Tim Höttges ist Überbau nur ein Randphänomen. Dazu hat der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) jetzt 200 Fälle im gesamten Bundesgebiet benannt.
Wo das Kabelnetz durch Docsis 3.1 die Datenrate von 1 GBit/s verspricht, kann derzeit Glasfaser nicht gedeihen. Es gebe weder Förderung noch Kundennachfrage.
Die Deutsche Telekom erklärt, in der Gigabit Region Stuttgart massiv FTTH auszubauen. Doch das Bundesland steht laut Breko ganz am Schluss der Flächenstaaten.
Für jedes Bundesland wird künftig die Gigabitförderung des Bundes gedeckelt. Die Branche sieht jedoch einige Defizite an dem Konzept zum Glasfaserausbau.
Die Telekom betont den Willen zu Kooperationen im Festnetz durch Open Access. Laut alternativen Betreibern ist das nicht ehrlich. Doch so einfach ist es nicht.
Fiberdays Freenet-Chef Christoph Vilanek sehnt sich in die guten alten Zeiten zurück, in denen die Netzbetreiber attraktive Angebote machen mussten. Jemand müsse rote Karten vergeben.
Fiberdays Bisher haben nur alternative Netzbetreiber ihre Probleme mit der Telekom in Sachen Kooperationen und Überbau dargestellt. Nun spricht der Telekom-Chef für Kooperationen über seine Sicht.
"'Die Telekom kooperiert doch gar nicht; und wenn, ist das nur ein Feigenblatt.' So ähnlich klingt es, wenn unwahre Behauptungen über unser Verhalten in die Welt gesetzt werden", meint der Telekom-Kooperationschef.
Glasfaser Direkt hat seinen britischen Investor verloren und ist zahlungsunfähig. In zwei Fällen stand das Unternehmen im direkten Wettbewerb mit der Telekom.
In den USA sind sehr hohe symmetrische Gigabit-Datenraten für Privathaushalte in Vorbereitung. Wir haben bei deutschen Firmen nachgefragt, wie es hier damit aussieht - und sind in der Schweiz gelandet.
Glasfaserbetreiber wollen schneller Verträge für den Backhaul von Antennen bieten, die weiße Flecken schließen. Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft und Breko sind jetzt Partner.
Breko Das Bundesland Baden-Württemberg hat ein Drittel der Drei-Milliarden-Euro-Förderung beantragt. Breko-Geschäftsführer Stephan Albers hält das Windhundrennen für gescheitert.
Breko Alternative Netzbetreiber fürchten eine Welle des Überbaus ihrer Netze durch die Deutsche Telekom. Das werde unter den Konkurrenten der Telekom nicht gemacht.
Update Die Telekom hält viele ihrer Konkurrenten beim Glasfaserausbau für nicht überlebensfähig. Diese hätten mehr Erfahrung bei FTTH als die Telekom, hält der Breko dagegen.
Ähnlich wie beim Mobilfunk in der Funkzelle sinkt auch bei Starlink die Datenrate mit zunehmender Nutzerzahl. Die meisten Kunden hat der Dienst in den USA.
Netzbetreiber sind empört über eine Vorgabe für Bauämter, die sich gegen Trenching wendet. Eine innovationsfeindliche Tiefbaulobby habe sich durchgesetzt.
Durch das Wachstum beim Glasfaserausbau machen auch mehr Kunden negative Erfahrungen mit unseriösen Werbekolonnen. Es gibt oft ein Widerrufsrecht, aber nicht immer.
Das Jahresziel für 2022 hat der Marktführer mit 2 Millionen neu gebauten Zugängen klar benannt. Einen möglichen Rückstand will die Telekom nicht wahrhaben, was am Ende auf die Verbraucher zurück fällt.
Mehrere Grundstücke ohne Festnetzversorgung müssen ausgebaut werden. "So weit ist es in Deutschland gekommen", dass Neubaugebiete statt mit Förderung Glasfaser nun 10 MBit/s bekämen, kommentiert der VATM-Chef.