Glasfaser: Telekom weist Schuld an FTTH-Rückstand von sich
Die Deutsche Telekom sieht sich nicht dafür verantwortlich, dass Baden-Württemberg beim Glasfaserausbau noch sehr weit zurückliegt. "An mangelndem Einsatz seitens der Telekom liegt es nicht. Wir halten in der Gigabit Region Stuttgart an unseren Ausbauzielen fest" , sagte Sprecherin Lena Raschke Golem.de auf Anfrage. In Kürze werde die Telekom den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus in dem Bundesland veröffentlichen.
Laut der Breko-Marktanalyse verfügte Baden-Württemberg zum 30. Juni 2022 über eine Glasfaserquote von lediglich 17 Prozent. Im Bundesvergleich hat nur Berlin mit 10 Prozent eine noch schlechtere Glasfaserversorgung.
Zuletzt erklärte die Telekom Ende 2022(öffnet im neuen Fenster) , dass seit Beginn der Kooperation in der Gigabit-Region Stuttgart im Jahr 2019 insgesamt 300.000 Haushalte und Unternehmen einen Glasfaseranschluss der Telekom buchen konnten. "Wir haben in der Region so viele Glasfaseranschlüsse gebaut wie alle Wettbewerber zusammen. Wir belassen es nicht bei Ankündigungen, sondern setzen um" , bekräftigte der damalige Technik-Chef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits. Für das Jahr 2023 behalte man das Ziel bei, 100.000 neue Glasfaseranschlüsse zu bauen.
Die Gigabit Region Stuttgart entspricht natürlich nicht ganz Baden-Württemberg, umfasst jedoch 175 Kommunen in den fünf Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr und die Stadt Stuttgart. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen.
Die aktuellen Berechnungen der Gigabit Region Stuttgart wie auch der Breitbandatlas geben laut Geschäftsführer Hans-Jürgen Bahde(öffnet im neuen Fenster) "ganz überwiegend die Ausbauleistungen der Telekom im Gigabitprogramm wieder. Voraussichtlich bis spätestens Ende des Jahres werden auch andere Anbieter, die in Zusammenarbeit mit der GRS und den Breitbandzweckverbänden der Landkreise Glasfasernetze verlegen, ihre Bauarbeiten in den Ausbaugebieten beendet und Kundenanschlüsse hergestellt haben."
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