Verbraucherzentrale: Kunden werden mit Kabel-Glasfaser getäuscht

Durch das Wachstum beim Glasfaserausbau machen auch mehr Kunden negative Erfahrungen mit unseriösen Werbekolonnen. Es gibt oft ein Widerrufsrecht, aber nicht immer.

Artikel veröffentlicht am ,
Symbolbild: Glasfaserausbau in Gent, im Nordwesten Belgiens, durch Proximus im Februar 2022
Symbolbild: Glasfaserausbau in Gent, im Nordwesten Belgiens, durch Proximus im Februar 2022 (Bild: James Arthur Gekiere/BELGA MAG/AFP via Getty Images)

Beschwerden über unlautere Werbemethode für Glasfaseranschlüsse nehmen zu. Das berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am 16. September 2022. Vertriebsexperten von Kabelnetzbetreibern versuchten immer wieder, herkömmliche Koaxialzugänge als Glasfaser zu verkaufen.

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Hierbei verwendeten sie häufig Marketingbegriffe wie Kabel-Glasfaser, Koax-Glasfaser-Technologie oder auch Gigabit-Anschluss.

"Verbraucher berichten, dass sie in den Verkaufsgesprächen schlecht informiert und teils sogar unter Druck gesetzt werden, sofort einen Vertrag zu unterschreiben", sagte Felix Flosbach, Jurist und Experte für Telekommunikation bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Außerdem beobachten wir, dass Trittbrettfahrer ihr Unwesen treiben, die Verbraucher unter dem Deckmantel des Glasfaserausbaus diverse Internetverträge unterschieben wollen."

Immer mehr Bestellungen für vorhandene FTTH-Zugänge

Wurde der Vertrag an der Haustür, am Telefon oder im Internet geschlossen, haben Verbraucher grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, betont die Verbraucherorganisation. Dies gelte auch für Verkaufsaktionen zum Beispiel vor dem Supermarkt oder auf dem Marktplatz. Wurde der Vertrag hingegen im Ladengeschäft des Anbieters geschlossen, könne er nicht widerrufen werden. Ob eine Kündigung vor Beginn des Ausbaus möglich ist, hängt von den entsprechenden Kündigungsklauseln ab.

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Mit 4,4 Millionen neuen Glasfaseranschlüssen (Homes Passed) seit Ende 2020 erhöhten die Netzbetreiber im Jahr 2021 und in der ersten Hälfte des Jahres 2022 das Ausbautempo. Die Glasfaserquote steigt damit auf 26 Prozent. Und fast jeder zweite Haushalt, der einen Glasfaseranschluss buchen kann, nutzt bereits diese Möglichkeit. Das ergab die Marktanalyse 2022 des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO), die am 6. September 2022 vorgelegt wurde.

Die Take-up-Rate, die aus dem Verhältnis der angeschlossenen Nutzer (Homes Connected) zu den geschlossenen Verträgen (Homes Activated) berechnet wird, lag bis Mitte 2022 bei 47 Prozent. Über 1,4 Millionen Kunden buchten bereits einen Anschluss mit einer Bitrate von 1 GBit/s oder mehr.

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Ralofu 21. Sep 2022 / Themenstart

So alle halbe Jahr steht so n Fritzi vor meiner Tür mit einer Badge um den Hals und...

Sharra 21. Sep 2022 / Themenstart

Wir können gerne darüber reden, was groß bedeutet, aber 50 Städte, und dort stand ja...

Érdna Ldierk 20. Sep 2022 / Themenstart

Chuck Norris hat schon bis unendlich gezählt. Zwei Mal.

schnedan 19. Sep 2022 / Themenstart

tatsächlich langt es mir, natürlich wäre es nett mal im Peak mehr zu haben... ggf. würden...

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