Breko: "Funklochamt" schließt Bündnis für Backhaul
Der Branchenverband Breko und die staatliche MIG wollen bei der Anbindung von neuen Mobilfunkstationen zusammenarbeiten. Wie die Partner am 29. November 2022 bekanntgaben(öffnet im neuen Fenster) , wurde eine Mustervereinbarung aufgesetzt, mit der Breko-Mitgliedsunternehmen (Bundesverband Breitbandkommunikation) ihre Glasfasernetze für geförderte Mobilfunkprojekte zur Verfügung stellen.
MIG-Chef Ernst Ferdinand Wilmsmann sagte: "Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Suche nach geeigneten Übergabepunkten für die Anbindung geförderter Mobilfunkmasten an Glasfasernetze oftmals sehr zeitaufwendig ist. Mit der Unterstützung des Breko und seiner Mitgliedsunternehmen können wir genau an der Stelle schneller werden." Man hoffe so, "den Mobilfunkausbau gerade in ländlichen Gebieten gemeinsam weiter voranbringen" zu können.
Was macht die MIG eigentlich?
Die MIG soll weiße Flecken in Deutschland ausfindig machen , die gar nicht mit Mobilfunk oder nur mit 2G versorgt sind und wo zudem keine Ausbauverpflichtungen bestehen. Diese werden für einen geförderten Mobilfunkausbau vorbereitet. Es erfolgt die Standortsuche und -vorbereitung, Musterverträge, die Grundstücke für geförderte Standorte bereitstellen könnten, werden vorbereitet. Erst wenn das Grundstück vorvertraglich gebunden und die technische Vorplanung erfolgt ist, werde ein Förderaufruf veröffentlicht.
Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft hatte am 24. November 2022 die Vorbereitungen für den Bau eines geförderten Funkmasts im nordrhein-westfälischen Möhnesee im Landkreis Soest bekannt gegeben. Der Förderbescheid ging an den Funkmastbetreiber Vantage Towers. "Die MIG hat bereits über 1.100 Markterkundungsverfahren durchgeführt, mehrere Förderaufrufe veröffentlicht und in potenziellen Fördergebieten Standorte gesucht und gesichert" , sagte Daniela Kluckert, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr.
Der Backhaul in einem Mobilfunknetz ist die Anbindung der Basisstationen an übergeordnete Netzkomponenten. Mit bis zu 100 GBit/s ist die Glasfaseranbindung deutlich schneller und leistungsfähiger als herkömmliche Richtfunkverbindungen, die bei rund 10 GBit/s perspektivisch an ihre Grenzen stoßen. Bei einer Reichweite von rund 120 Kilometern ist Richtfunk erheblich günstiger als der Ausbau oder die Anmietung von Glasfaser. Für die Anbindung eines Standorts mit dem nächsten Netzknoten können auch mehrere Strecken genutzt werden.
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