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So schön könnte der Glasfaserausbau in Deutschland sein.
So schön könnte der Glasfaserausbau in Deutschland sein. (Bild: Danny Krull/Flickr.com/Ausschnitt/CC-BY-SA 2.0)

Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!

So schön könnte der Glasfaserausbau in Deutschland sein.
So schön könnte der Glasfaserausbau in Deutschland sein. (Bild: Danny Krull/Flickr.com/Ausschnitt/CC-BY-SA 2.0)

Zig Millionen Nutzer schnell und flächendeckend mit Kabel versorgen - das hat vor 25 Jahren schon mal geklappt. Beim Breitbandausbau funktioniert das nur nicht, weil die offensichtlich beste Lösung nicht genutzt wird.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

Alle debattieren über den Internetausbau. Die Telekom beschwert sich über mangelnde Tiefbaukapazitäten, das Baugewerbe widerspricht. Die Breitbandziele der Bundesregierung werden selbst über Mobilfunktechnik mit ihren inhärenten Nachteilen mancherorts nicht erreicht. Unzufriedene Kunden warten vergeblich auf schnelle Glasfaserleitungen. Dabei gäbe es eine einfache Lösung für das Problem: Masten.

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Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass ein flächendeckender Netzausbau bis zum letzten Hof in nur wenigen Jahren erfolgreich umgesetzt werden könnte - mit Holzmasten, wie man sie reichlich sieht, sobald man Berlin verlässt. Im Osten Deutschlands gehören diese Masten für Telefonkabel seit 25 Jahren zum Landschaftsbild, in dünn besiedelten Gegenden im Westen sogar noch wesentlich länger. Die Infrastruktur ist also in einigen Gebieten Deutschlands bereits vorhanden.

Flächendeckenden Ausbau hatten wir schon mal

Damit sind die Bedingungen sogar noch günstiger als beim Aufbau Ost des Telefonnetzes, der ein Paradebeispiel dafür ist, wie ein völlig veraltetes und teils extrem marodes Netz schnell modernisiert werden kann. Denn wie bei vielen anderen Infrastrukturbereichen hatte die DDR aus unterschiedlichen Gründen kaum in den Ausbau des Telefonnetzes investiert. Einige Orts- und Teilnetze nutzten deshalb zur Wendezeit noch Technik aus den 20er Jahren.

Um den Ausbau schnell und kostengünstig voranzutreiben, wurden insbesondere auf dem Land die Kabel für die neuen Leitungen auf Masten verlegt. In nur acht Jahren entstanden so fast 9 Millionen Anschlüsse und das dazugehörige Netz nahezu von Grund auf neu: Ende 1989 gab es auf dem Gebiet der DDR lediglich 1,8 Millionen Anschlüsse bei rund 16,5 Millionen Einwohnern, wie aus dem Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit von 1998 hervorgeht. Bei Gesamtinvestitionskosten von rund 50 Milliarden DM ist der Neuaufbau im Jahr 1997 offiziell beendet worden.

Wo nur noch Masten helfen

Die Entscheidung für Luftkabel statt Erdkabel war dabei eine reine Kostenfrage. Weite Teile der östlichen Bundesländer sind sehr dünn besiedelt. So gibt es Dörfer, die nur aus einigen wenigen Häusern bestehen oder gar nur lose Ansammlungen von Hofstellen sind, die jeweils mehrere Hundert Meter voneinander entfernt sind, sowie Häuser in Alleinlagen. Das Verlegen in der Erde ist dabei schlicht nicht wirtschaftlich.

Dieses Argument gilt heute wie damals und wird vor allem durch die steigende Verstädterung verstärkt. In ländlichen und unterversorgten Regionen betrügen die Tiefbaukosten bis zu 80 Prozent des gesamten Breitbandausbaus, erklärte der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) im September 2015. Oberirdische Linien reduzierten die Kosten beim Netzausbau deutlich.

Erschwerend kommt hinzu, dass alternative Wege zum unterirdischen Verlegen auf dem Land nicht genutzt werden können. Leerrohre gibt es dort in der Regel nicht, selbst in Dörfern mit Hunderten Einwohnern gibt es nicht immer eine zentrale Kanalisation, und sogar zentrale Wasserleitungen sind nicht überall vorhanden; Frischwasser wird mitunter immer noch über eigene Brunnen auf dem Grundstück aufbereitet.

Masten dagegen kann man fast überall aufstellen, wo sie nicht ohnehin schon stehen, sie kosten auch weniger Geld. Zudem sind die Hauptverteiler und die zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebauten Kabelverzweiger (Kvz), an denen die Kupferkabel für das Telefon jetzt noch angebunden sind, in den meisten Fällen selbst schon Teil des Glasfasernetzes.

Ebenso wird das Telefonkabel direkt bis an das Haus geführt. Der letzte Mast steht dabei oft nur 10 oder 20 Meter vom Gebäude entfernt. Warum also hängen nicht längst überall Glasfaserkabel an den Telefonmasten?

Massenansturm und -investitionen bleiben aus 

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Kein Kostverächter 23. Jan 2017

Die einzige Sichtweise, die Berlin nicht in Ostdeutschland verortet ist die derjenigen...

Thiesi 20. Jan 2017

Allerdings waren sechsstellige Nummern in Berlin in den 90ern schon eher die Ausnahme...

Thiesi 20. Jan 2017

"Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass ein flächendeckender Netzausbau bis...

tonictrinker 16. Jan 2017

Wie wäre es dann, wenn Du Dir Dein Essen auf dem Balkon selbst anbaust? Wieso sollten...

Twinnyman 15. Jan 2017

Es ist doch vollkommen egal wo man wohnt. Meines Erachtens ist das mittlerweile eine...



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