Breko: Baden-Württemberg trotz viel Förderung Letzter bei FTTH

Baden-Württemberg liegt beim Glasfaserausbau auf dem letzten Platz unter den Flächenländern. Das sagte Stephan Albers, Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) auf dem Breko Glasfaserforum am 26. April 2023 in Stuttgart(öffnet im neuen Fenster) . "Der Glasfaserausbau in Deutschland boomt. Erschreckend ist jedoch, dass Baden-Württemberg in puncto Glasfaserausbau unter den Flächenländern die rote Laterne trägt."
Laut der Breko-Marktanalyse verfügte Baden-Württemberg zum 30. Juni 2022 über eine Glasfaserquote von lediglich 17 Prozent. Im Bundesvergleich hat nur Berlin mit 10 Prozent eine noch schlechtere Glasfaserversorgung. Dabei ist die Deutsche Telekom im Raum Stuttgart sehr aktiv mit FTTH.
FDP gegen Förderung
Daniel Karrais, Sprecher für Digitalisierung der FDP/DVP-Fraktion des Bundeslandes, sagte: "Je mehr Steuergeld das Land für den geförderten Ausbau bindet, desto langsamer schreitet der Breitbandausbau voran. Allein im Jahr 2022 hat Baden-Württemberg rund 1,1 Milliarden Euro Fördermittel vom Bund erhalten. Der geförderte Ausbau dauert aber bis zu dreimal so lang wie der eigenwirtschaftliche Ausbau." Die FDP-Fraktion schlägt ein Gutscheinmodell vor, bei dem die letzte Meile vom Bordstein zum Haus gefördert wird, um die Förderung stärker zu priorisieren.
Aus Sicht der Landkreise betonte Michael Schlichenmaier, Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Landkreistag Baden-Württemberg: "Es braucht zwingend weiterhin eine finanziell gut ausgestattete Breitbandförderung von Bund und Land, um perspektivisch alle Haushalte in Baden-Württemberg mit Glasfaseranschlüssen versorgen zu können. Es gilt, den eigenwirtschaftlichen und den geförderten Ausbau klug zu kombinieren."



