Mit Tensorflow hat Google eine zweite Generation seiner Software für maschinelles Lernen freigegeben. Der Python-Code kann von jedem eingesetzt werden und unterstützt auch GPU-Beschleunigung.
Trotz schwammiger Formulierungen zur Verfügbarkeit von Quellcode in dem Freihandelsabkommen werde TPP die Gültigkeit der GPL nicht einschränken, schätzt die Software Freedom Conservancy. Das Abkommen lehnt die Organisation dennoch grundsätzlich ab.
Mit der Geometrie-Unterstützung steht nun auch die letzte große Basisfunktion von Kwin unter Wayland bereit. Entwickler Martin Gräßlin ist deshalb zuversichtlich, dass die Version 5.5 von KDE Plasma in schon wenigen Wochen von Interessierten unter Wayland getestet werden könnte.
Nach Diskussionen der Kernel-Hacker soll nun der Linux-Code um Abwehrmaßnahmen gegen Sicherheitslücken erweitert werden. Ein Google-Entwickler hat dazu eine Arbeitsgruppe gegründet und auch die Finanzierung der Arbeiten ist schon gesichert.
Eine der wohl bekanntesten Eigenentwicklungen in Ubuntu, das Software Center, wird wohl mit der kommenden Version 16.04 durch die Gnome-Alternative ersetzt. Der alte Unity-Desktop bleibe aber erhalten.
Der Systemd-Maintainer Lennart Poettering hat auf einer Entwickler-Konferenz bekräftigt, dass Kdbus weiterhin gebraucht werde und "nicht tot" sei. Die Implementierung im Kernel und Userspace werde allerdings umgebaut. Wie lange das dauert, sei noch nicht absehbar.
Der Windows-Hersteller Microsoft und der erfolgreichste Linux-Distributor Red Hat haben eine sehr weitgehende Kooperation vereinbart. So laufen das Enterprise-Linux und die Java-Middleware von Red Hat künftig auf Azure. Beide Unternehmen wollen auch an .Net arbeiten.
Mit Leap will Opensuse aktuelle Software für Nutzer mit der stabilen Basis von Suses Enterprise-Distribution vereinen. Die nun verfügbare Version 42.1 bringt aktuelle Desktops und GUI-Software, die Administrationswerkzeuge sind jedoch dieselben wie in der kommerziellen Distribution.
Ähnlich wie Server-Apps in Containern sollen künftig auch Desktop-Anwendungen unter Linux gebündelt werden können. Das nun veröffentlichte Fedora 23 testet diese Funktion, zudem bietet die Distribution einfache Firmware-Updates und verbessert die Sicherheit des Systems deutlich.
Für die Beta von Vivaldi hat sich das Team hauptsächlich auf die Stabilisierung des Browsers konzentriert. Unterstützt werden nun unter anderem H.264 oder auch Erweiterungen. Auch die Navigation ist erneut verbessert worden.
Der private Modus in Firefox 42 enthält einen Trackingschutz, der laut Firefox-Chef Mark Mayo "alles blocken" soll, was Nutzer verfolgen kann. Die neue Browser-Version vereinfacht den Umgang mit Passwörtern, kann Tabs stumm schalten und bietet einen halb-offiziellen 64-Bit-Build für Windows.
Update Laut einem Zwischenstand zu der GPL-Klage gegen VMware bezweifelt das Unternehmen die Rechtmäßigkeit der Anschuldigungen durch Kernel-Hacker Christoph Hellwig, da sein Urheberrecht nicht betroffen sei. Hellwig gehört zu den produktivsten Linux-Entwicklern überhaupt.
Mit dem sogenannten Shadow DOM lassen sich Teile von Webseiten voreinander verstecken, damit sich diese nicht beeinflussen können. Dieser wichtige Teil der Web Components ist jetzt auch in Webkit verfügbar und damit später auch in Safari.
Wegen einer unklaren Patentklausel tragen einige Unternehmen nicht zu LLVM bei, obwohl sie das eigentlich wollen. Auch die aktuelle LLVM-Lizenzierung verhindert die Wiederverwendung bestimmter Codebestandteile. Deshalb will der LLVM-Vorstand den Code unter der Apache-Lizenz relizenzieren.
Mit einem speziellen Unterstützerprogramm möchte Mozilla einige Projekte finanziell besser ausstatten, von denen die Firefox-Macher abhängen. Zunächst soll dafür bis Dezember 1 Million US-Dollar bereitgestellt werden.
Nach einem Streit mit der Ubuntu-Führung und dem folgenden Rücktritt vom Kubuntu Council hört der führende Entwickler Jonathan Riddell nun auch als Release-Verantwortlicher auf. Er wirft Canonical weiter falsches Verhalten vor und will sich künftig nur in KDE engagieren.
In Ubuntu 15.10 ist das neue Unity8 erstmals offiziell als technische Vorschau enthalten, womit die konvergente Oberfläche von Interessierten getestet werden kann. An dem Standarddesktop ändern sich aber wieder nur Details.
OpenSWR ist ein Software-Rasterizer von Intel, der das Rendern auf Rechen-Clustern ohne Grafikeinheiten ermöglicht. Das Projekt soll nun in die freie 3D-Grafikbibliothek Mesa integriert werden und wesentlich schneller sein als bisherige Lösungen.
Die Produktserie Edge Gateway 5000 von Dell soll die Daten von Sensoren und IoT-Geräten von der Lampe bis zur Haustechnik in Gebäuden oder Fabriken sammeln, analysieren und Wichtiges schließlich weiterreichen. Auf den Geräten soll unter anderem Ubuntus Snappy Core laufen.
Sämtliche Behörden des Vereinigten Königreiches können künftig eine speziell für den öffentlichen Dienst zugeschnittene Version von Libreoffice nutzen. Bereitgestellt wird dies durch den Partner Collabora, dessen kommendes Cloud-Angebot ebenfalls Teil der Vereinbarung ist.
Die portable Version des aktuellen OpenSSH 7.1 stellt Microsoft nun auch für Windows bereit. Interessierte können außerdem künftig zu dem Projekt beitragen. Der produktive Einsatz soll noch in der ersten Jahreshälfte 2016 möglich sein.
Noch im November sollen die Prototypen des Open-Pandora-Nachfolgers Pyra gefertigt werden. Zur Projektfinanzierung können nun Vorbestellungen für die erste Kleinserie des Linux-Handhelds abgegeben werden.
Etwas eher als üblich ist OpenBSD auf den Tag genau 20 Jahre nach der Projektgründung erschienen. Für bessere Sicherheit wird das NX-Bit nun auch in der 32-Bit-X86-Architektur genutzt, der Sudo-Befehl ist ersetzt worden und das System kann offiziell gezähmt werden.
Einer Neudefinition des Kilogramms mit Hilfe von physikalischen Konstanten scheint nichts mehr entgegenzustehen. Das mehr als 120 Jahre alte Urkilogramm könnte damit abgeschafft werden.
Das hauseigenen Bildformat Vicar und die dazugehörige Software nutzt die Nasa unter anderem zum Übertragen und Verarbeiten der Bilder einiger ihrer Weltraummissionen. Ein Großteil der Software steht nun als Open Source auf Github bereit.
Offenbar diskutiert das für JPEG zuständige Gremium die native Umsetzung von DRM in dem Bildformat. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist erwartungsgemäß gegen diese Idee und schlägt praktikable Alternativen vor.
Der LLVM-Vorstand schlägt einen Verhaltenskodex für die Community vor. Damit will sich das Projekt auch nach außen explizit gegen Rassismus, Sexismus und Übergriffe jeder Art positionieren und für Offenheit und Toleranz einstehen. Schwere Probleme damit gab es bisher aber keine.
Modernes Spielzeug hat LEDs und Prozessoren, es kann nach Ansicht von Disney also für die Kommunikation mit sichtbarem Licht genutzt werden. Auf der Linuxcon hat die Forschungsabteilung des Konzerns ihre Ergebnisse dazu vorgestellt und ein magisches Prinzessinnenkleid präsentiert.
Auf der Linuxcon erklärte ein Mitarbeiter der Beratungsfirma Pengutronix, warum sich freie Linux-Treiber für ARM-SoC lohnten. Am Beispiel des Etnaviv-Treibers zeigte er, dass leichte Codepflege, Sicherheit sowie lange Support-Zeiträume vor allem im Sinne der Industrie seien.
Die Geschäftsführerin von Spiegel Online, Katharina Borchert, wechselt zu Mozilla und soll dort die Innovationen vorantreiben. Diese Wahl passt zum Firefox-Hersteller, der sich für bestimmte Werbung im Netz sowie gegen einige Adblock-Anbieter ausspricht - und damit der Presse entgegenkommen will.
Die Abkürzung "bro" für die Brotli-Kompression halten die Beteiligten von Google und Mozilla für unangemessen, da diese einige Menschen verärgern könnte. Mit der neuen Abkürzung "br" wird Brotli auch mehr Erfolg bei der Standardisierung zugetraut.
Auf der Linuxcon wird deutlich, dass dem Kernel viele Maintainer fehlen, um bestimmte Teile des Codes dauerhaft zu pflegen. Die große Verantwortung und Arbeitsbelastung hält wohl viele von dem Posten ab. Die Kernel-Hacker arbeiten aber vorsichtig an einer Lösung.
Der Entwickler Matthew Garrett hat einen Linux-Fork gestartet, der ihm Gestaltungsspielräume für eigene Ideen geben soll, da Diskussionen mit Maintainern wie Linus Torvalds so entfallen. Dieses Entwicklungsmodell außerhalb des Hauptzweiges ist nicht ungewöhnlich.
Die Regel der GPL zu befolgen, habe einige direkte Vorteile für Unternehmen, darunter auch finanzielle, erklärt Bradley Kuhn auf der Linuxcon. Die Verfügbarkeit des Codes sorge letztlich sogar für Hackernachwuchs.
Sarah Sharp hat ihre Arbeiten am Linux-Kernel niedergelegt. Sie vermisse den nötigen persönlichen Respekt im Umgang miteinander und sie habe nicht mehr die Kraft, an einer Verbesserung mitzuwirken. Sie ist nicht die erste Person, die öffentlich die Zusammenarbeit mit der Kernel-Community kritisiert.
Schon jetzt sei es aus der Sicherheitsperspektive immer besser, Container einzusetzen, als auf diese zu verzichten, sagt Linux-Entwickler Matthew Garrett. Für eine höhere Sicherheit müsse trotzdem noch viel Arbeit in vorhandene und neue Werkzeuge gesteckt werden.
Nach jahrelangen Problemen und Finanzierungslücken wird der Echtzeit-Zweig des Linux-Kernel künftig als kollaboratives Projekt der Linux Foundation geführt. Hauptentwickler Gleixner bekommt einen Posten ähnlich zu Torvalds oder Kroah-Hartman.
Auf Android-Geräten von Asus wird künftig Microsofts Office-Suite vorinstalliert. Dafür erhält der Hardware-Hersteller Lizenzen für die von Microsoft gehaltenen Patente für mobile Geräte. Asus ist nicht der einzige Hersteller, der dieses Tauschgeschäft eingeht.
Die Free Software Foundation hat gemeinsam mit der Software Freedom Conservancy einen Leitfaden zur GPL-Durchsetzung veröffentlicht, der Ziele und Prinzipien dazu enthält. So sollte das Vorgehen Lizenzeinhaltung und Gemeinschaft dienen statt finanziellen Interessen.
Um den neuen Kompressionsalgorithmus Brotli von Google einfach in dem Werkzeug Curl verwenden zu können, hat dessen Maintainer nun einen Wrapper für Brotli erstellt. Die so entstandene Bibliothek sollte sich auch leicht von anderen Projekten weiterverwenden lassen.
Etwa 115 Millionen Zeilen Quellcode umfassen die Kollaborationsprojekte, an denen die Linux Foundation beteiligt ist. Der Linux-Kernel ist von dieser Zählung ausgeschlossen. Untersucht wurden dafür aber etwa Dronecode, Xen, Tizen oder auch die Open-Container-Initiative und viele weitere.
In der Beta von Firefox 42 testet Mozilla eine Erweiterung für den privaten Modus: den Schutz vor Verfolgung durch Dritte. Das wird Mozilla zufolge von Nutzern erwartet und ist nur unter Umständen ein Werbeblocker.
Die aktuelle Version 3.18 des Gnome-Desktops ermöglicht ein leichtes Update der Firmware, sofern die Hardware dies unterstützt. Der Wayland-Support ist stark ausgebaut worden. Viele kleine Neuerungen gibt es in Anwendungen und Shell - wie die Integration von Google Drive.
In der Alliance for Open Media wollen Webfirmen einen neuen freien Videocodec erstellen, wofür es jedoch gleich drei mögliche Kandidaten gibt. Deren Entwickler sagen auf der VLC-Jahreskonferenz zwar, dass es noch keine konkreten Pläne für eine Zusammenarbeit gebe, tatsächlich hat die aber schon längst begonnen.
Wieder verschiebt Mozilla einige wichtige Neuerungen in Firefox, weshalb die Änderungen in der nun verfügbaren Version 41 eher klein sind. Es gibt einen Textchat sowie verbesserte Speichernutzung für Addons. Ein potentielles Angriffsziel für Erweiterungen haben die Entwickler entfernt.
Mit Brotli von Google steht ein völlig neuer Kompressionsalgorithmus für Daten quelloffen bereit. Brotli ist zwar nicht mehr kompatibel zu Gzip wie der Vorgänger Zopfli, soll dafür aber Daten um bis zu 25 Prozent enger packen.
Die Zusammenführung seiner Linux-Treiber will AMD nutzen, um fast alle wichtigen Komponenten mittelfristig als Open Source bereitzustellen. Dazu gehören die Unterstützung für OpenCL, Vulkan oder auch die Fire-Pro-Addons.
Das Verteidigungsministerium Italiens will bis Ende 2016 sämtliche seiner 150.000 Rechner auf Libreoffice umstellen. Schulungsmaterialien für die Mitarbeiter sollen unter Creative-Commons-Lizenz bereitstehen.
Um Details wie Auflösung, Zusatztasten, Aktionen oder auch Profile von Gaming-Mäusen besser zu unterstützen, erstellen Linux-Hacker nun eine einheitliche Bibliothek dafür. Noch steht das Projekt aber erst am Anfang.