Xenial Xerus: Ubuntu 16.04 wird eigenes Software Center ersetzen
Auf ihrem Onlinesummit besprechen die Entwickler von Ubuntu zurzeit die geplanten Neuerungen(öffnet im neuen Fenster) für die kommende Version 16.04 mit dem Codenamen Xenial Xerus. In der Veröffentlichung mit Langzeitsupport wird einer aktuellen Diskussion zufolge wohl das hauseigene Software Center fehlen, das einst ein Alleinstellungsmerkmal der Linux-Distribution war. Ersatz bieten soll Gnome Software.
Als Grund für diese Entscheidung nannte der Canonical-Angestellte Will Cooke, dass es dem Ubuntu-Team wohl schwerer fallen würde, Snaps in der Eigenentwicklung zu unterstützen als bei der Verwendung von Gnome Software. Bei den sogenannten Snaps handelt es sich um eine neue Art von Paket, in dem die Abhängigkeiten einer Software bereits vorhanden sind. Zur Umsetzung will das Team Erweiterungen und notwendige Anpassungen für Gnome Software erstellen.
Es ist wahrscheinlich, dass Xenial auf Gnome 3.18 setzen wird, so dass ähnlich wie in dem bereits verfügbaren Fedora 23 dann auch mit Ubuntu leicht Firmware-Updates durchgeführt werden könnten. Die Aktualisierung einiger Anwendungen auf Gnome 3.20 wollen sich die Entwickler derzeit aber noch offenhalten. Vor allem wegen der teils sehr großen Patches an den Gnome-Bibliotheken für den Desktop Unity7, wird in Ubuntu üblicherweise auf eine nicht aktuelle Version von Gnome gesetzt.
Daran wird sich auch mit Ubuntu 16.04 wohl nichts ändern, da Unity7 weiterhin der Standarddesktop bleiben wird. Der mit Qt geschriebene Nachfolger Unity8, der eine konvergente Oberfläche für Smartphones, Tablets und den Desktop bereitstellen soll, wird wohl auch in der kommenden Version nur zu Testzwecken integriert.
Die Veröffentlichung von Ubuntu 16.04 LTS ist für Ende April 2016 geplant. Canonical wird die Version fünf Jahre lang pflegen.
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