Linux-Distribution: Opensuse Leap 15.3 ist binärkompatibel zu SLE

Die Binärkompatibilität von Suses Enterprise-Distribution und der Community-Variante Opensuse Leap soll Entwicklern und Kunden helfen.

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Das Suse-Maskottchen ist ein Chamäleon.
Das Suse-Maskottchen ist ein Chamäleon. (Bild: Pixabay)

Nach jahrelangen Arbeiten bei Linux-Distributor Suse wird die von dem Unternehmen unterstützte Community-Distribution Opensuse Leap mit den gleichen Binärpaketen erstellt wie die kommerzielle Distribution Suse Linux Enterprise (SLE). Letztlich umgesetzt wurde das mit der nun verfügbaren stabilen Version 15.3 von Opensuse Leap.

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Die Beteiligten haben diesen Schritt vor allem mit Blick auf die Entwicklung Dritter von und mit den Distributionen von Suse umgesetzt. In der Ankündigung heißt es: "Diese Version ist für Migrationsprojekte und Benutzerakzeptanztests von großem Vorteil. Große Entwicklungsteams erhalten einen Mehrwert, indem sie Opensuse Leap 15.3 zur optimalen Ausführung und zum Testen von Workloads nutzen können, die für die langfristige Pflege auf Suse Linux Enterprise Linux 15 SP3 verlagert werden können."

Zusammenführung soll vieles vereinfachen

Weiter heißt es, diese enge Verbindung von Leap und der Unternehmensdistribution SLE sorge "für eine spannende Veröffentlichung für Entwickler, Systemadministratoren, Distro-Hopper, unabhängige Softwareanbieter sowie Suse-Benutzer und -Kunden". Neben den eigentlichen Paketen der Distributionen selbst pflegt die Community weiter Pakete für Leap und SLE, die als Backports und über den Suse Package Hub ebenfalls leicht für beide Varianten der Distribution erstellt und verteilt werden können.

An dem Ziel, Leap und SLE stärker zu vereinen, arbeitet das Team bereits seit dem Jahr 2015. Bereits damals planten die Beteiligten, Leap auf Basis der Enterprise-Distribution zu erstellen und größtenteils deren Entwicklungzyklus zu folgen.

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Mit Opensuse Leap 15 waren erstmals Enterprise-Upgrades möglich und mit Opensuse Leap 15.2 folgte die vollständige Vereinheitlichung der Codebasis. Nun enthalten die Distributionen also auch die gleichen Binärpakete. Geplant hatte das Team diesen letzten Schritt der Vereinigung bereits vor rund einem Jahr.

Suses wohl stärkster Konkurrent im Distro-Markt, Red Hat, hat vor einigen Monaten seinen Support für die klassische Version der Community-Distribution CentOS eingestellt und sucht nun nach Möglichkeiten und Angeboten, Kunden einen einfachen Ersatz zum Testen eigener Entwicklungen bereitzustellen. Red Hat setzt hier auf Gratis-Angebote für seine Distribution RHEL, die allerdings beschränkt sind.

Im Gegensatz dazu können Suse-Kunden nun leicht beliebig viele Leap-Instanzen zum Entwickeln und Testen verwenden und je nach Bedarf schlicht auf SLE migrieren. Beim Konkurrenten Ubuntu fällt letztlich auch noch diese Unterscheidung zwischen kommerzieller und Community-Variante weg.

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Vorteile und Neuerungen für Leap

Die Leap-Community profitiert von dem Schritt vor allem in Bezug auf die Ports bestimmter CPU-Architekturen, die bisher nur von Freiwilligen mit möglicherweise wenigen Ressourcen gepflegt werden mussten. Konkret gilt das laut Ankündigung für Aarch64, PowerPC und IBMs z-Series (s390x). Mit Opensuse Step erstellt die Community selbst Pakete für die 32-Bit-Versionen der ARM- und x86-Architekturen.

Neu in Opensuse Leap 15.3 sind außerdem eine komplett überarbeitete Oberfäche für Xfce 4.16. Als Desktops stehen zudem Gnome 3.34 und KDE Plasma 5.18 LTS bereit. Hinzu kommt das Paket My GNUHealth, mit dem sich persönliche Gesundheitsdaten verwalten lassen. Leap bietet außerdem spezielle Container-Versionen, die den Paketmanager DNF nutzen, was insbesondere für sehr kleine Container geeignet sein soll. Weitere Neuerungen listet das Community-Wiki von Opensuse.

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