Mozilla: Firefox 41 bringt leichte Verbesserungen bei Addons und Chat

Mozilla fügt dem in den Firefox-Browser eingebauten Echtzeitchat Hello eigentlich mit jeder Veröffentlichung neue Funktionen hinzu. So auch in der nun verfügbaren Version 41, welche statt der üblichen Audio- und Videokommunikation auch das Versenden einfacher Textnachrichten ermöglicht.
Somit bietet Hello künftig die grundsätzlichen Funktionen, die von einem modernen Chatprogramm erwartet werden können. Zusätzlich dazu forciert der Browser die Verwendung von Perfect Forward Secrecy(öffnet im neuen Fenster) (PFS) für sämtliche Anwendungen, die WebRTC verwenden. Damit sollten die über den Browser geführten Gespräche vergleichsweise gut abgesichert sein.
Addons weiter ohne verpflichtende Signatur
Anders als ursprünglich geplant sperrt Firefox 41 Erweiterungen ohne Signatur doch nicht automatisch, sondern warnt wie in Version 40 lediglich vor deren Nutzung. Wegen der vielen Einträge im Bugtracker von Mozilla hatte sich das Projekt dazu entschieden(öffnet im neuen Fenster) , die verpflichtende Signierung der Addons zu verschieben. Nach derzeitiger Planung sollten Entwickler ihre Addons aber bis spätestens Mitte Dezember signieren lassen.
Deutlich reduziert(öffnet im neuen Fenster) haben die Firefox-Entwickler den Speicherbedarf für Nutzer des Werbeblocker ABP. Aufgrund verschiedener Details von ABP selbst sowie der spezifischen Umsetzung einiger Webseiten konnte es bei der Verwendung des Addons in extremen Beispielen zu einem erhöhten Speicherbedarf von mehr als einem 1 GByte kommen. Mit Firefox 41 soll dieses Verhalten überwunden worden sein.
Vor allem um die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen, ist Addon-Entwicklern nun auch die Nutzung der XPCOM-Schnittstelle für Binärbestandteile verboten. XPCOM wird nur noch intern genutzt. Ein Ersatz für die Erweiterungen steht im Addon-SDK bereit.
Kleinigkeiten und Entwickler-APIs
Nutzer können darüber hinaus in der aktuellen Version 41 Profilbilder für ihre Firefox-Accounts nutzen. Verbessert haben die Entwickler auch die Verwendung von Eingabemethoden für Sprachen mit Schriftzeichen unter Windows. Hierfür wird nun das Text Services Framework eingesetzt.
Webentwickler können die Schnittstellen Messageport und -Channel des Channeling-APIs benutzen, so dass zwei unabhängige Skripte desselben Dokuments miteinander kommunizieren können. Dank des Cache-APIs können benannte Cache-Speicher durchsucht werden.
Weitere Einzelheiten zu Firefox 41 finden sich in den Release-Notes.(öffnet im neuen Fenster)