Leap 42.1 erschienen: Opensuse springt auf neue stabile Version

Mit Leap will Opensuse aktuelle Software für Nutzer mit der stabilen Basis von Suses Enterprise-Distribution vereinen. Die nun verfügbare Version 42.1 bringt aktuelle Desktops und GUI-Software, die Administrationswerkzeuge sind jedoch dieselben wie in der kommerziellen Distribution.

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Opensuse Leap 42.1 ist erschienen.
Opensuse Leap 42.1 ist erschienen. (Bild: Opensuse)

Neben der Rolling-Release-Distribution Tumbleweed, in der fortlaufend Software-Updates eingespielt werden, vertreibt das Opensuse-Team mit Leap eine deutlich umgestaltete Variante seiner stabilen und langfristig gepflegten Distribution. Mit Leap 42.1 erscheint nun der offizielle Nachfolger für das vor einem Jahr veröffentlichte Opensuse 13.2.

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Anders als bisher sind die stabilen Versionen von Opensuse damit keine reine Community-Distribution mehr, die als Grundlage für die Enterprise-Variante von Suse (SLE) dient. Denn Leap vereint Bestandteile aus Suse Linux Enterprise und von der Community mehr oder weniger unabhängig davon betreute Pakete, die aktuelle Software vor allem für Desktop-Nutzer bereitstellen sollen.

Erstmals vorgeschlagen worden ist diese Mischung Anfang Mai von dem Suse-Angestellten und Vorsitzenden des Opensuse-Boards Richard Brown. Dies soll einerseits den Arbeitsaufwand zur Pflege der Distribution verringern, da sich das Enterprise-Team wesentlich leichter als zuvor an der Arbeit der Community beteiligen kann. Der Kompromiss zwischen Aktualität und Stabilität soll aber andererseits vor allem den Anwendern von Opensuse entgegenkommen.

Aktuelle Software für Desktop-Nutzer

Dass diese Vorgehensweise tatsächlich gut zu funktionieren scheint, zeigt die in Leap 42.1 enthaltene Software-Auswahl. So wird als vorausgewählter Standarddesktop KDE Plasma 5.4 eingesetzt, der als Basis dafür die KDE Frameworks 5.15 sowie Qt 5.5 verwendet. Hinzu kommen die KDE-Anwendungen 15.08. Damit nutzt Leap zurzeit fast den gleichen KDE-Stack wie Tumbleweed.

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In letzterem ist lediglich die Qt-Version schon mit einem Bugfix-Update 5.5.1 versorgt worden. Vergleichbar ist der KDE-Stack auch mit dem erst vor wenigen Wochen veröffentlichten Kubuntu 15.10, das allerdings noch auf das ältere Qt 5.4 setzt. Zurzeit evaluieren die Paketbetreuer von Opensuse eigenen Aussagen zufolge außerdem Möglichkeiten, den KDE-Stack im gesamten Lebenszyklus von Leap 42.1 kontinuierlich aktualisieren zu können.

Neben KDE Plasma können Anwender aber auch aus anderen Oberflächen wählen. So lässt sich Leap zum Beispiel mit Gnome verwenden, das in der Version 3.16 vorliegt, die im April dieses Jahres erschienen ist. Diese wird auch in Ubuntu 15.10 genutzt. Ebenso stehen Xfce 4.12, Mate 1.10, Lxqt 0.9 oder auch Enlightenment 19 bereit. Libreoffice liegt in Version 5.0 in den Paketarchiven. Als Standardbrowser steht Firefox 41 bereit, der wahrscheinlich in den kommenden Tagen aktualisiert werden wird.

Enterprise-Interna mit Abweichungen

Die Suse-typischen Eigenentwicklungen zur Konfiguration Yast, Autoyast und Snapper in Leap 42.1 sind die gleichen wie im Service Pack 1 von SLE 12. Im Vergleich zum Vorgänger 13.2 ist vor allem Yast um einge Module erweitert worden, so kann damit nun das Systemd-Journal durchsucht oder der Docker-Daemon gesteuert werden. Wie SLE nutzt auch Leap Systemd 210.

Die vorgeschlagenen Dateisysteme bei der Installation von Leap gleichen ebenfalls denen von SLE. So wird Btrfs für die Root-Partition und XFS für das Home-Verzeichnis gewählt, wobei dies natürlich geändert werden kann. Ein relativ großer Unterscheid von Leap zu SLE ist der eingesetzte Kernel. Während in der Enterprise-Distribution Linux 3.12 als Grundlage dient, entschied sich das Opensuse-Team für den zurzeit jüngsten Kernel mit Langzeitpflege: Linux 4.1.

Zur Grafikdarstellung werden Mesa 11.0 und der X.org X-Server 1.17 verwendet. Als Standardcompiler ist GCC 4.8 installiert, die neuere Version 5.2 steht aber ebenso bereit. Weitere Neuerungen von Leap 42.1 finden sich im Wiki des Projekts. Abbilder zur Installation stehen zum Download bereit. Eine 32-Bit-Version stellt das Team aber nicht mehr zur Verfügung.

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