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Vicar: Nasa gibt eigene Bildsoftware frei

Das hauseigenen Bildformat Vicar und die dazugehörige Software nutzt die Nasa unter anderem zum Übertragen und Verarbeiten der Bilder einiger ihrer Weltraummissionen. Ein Großteil der Software steht nun als Open Source auf Github bereit.

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Für die Saturn-Mission von Cassini ist Vicar genutzt worden.
Für die Saturn-Mission von Cassini ist Vicar genutzt worden. (Bild: Flickr.com, Kevin M. Gill/CC-BY-SA 2.0)

Eigenen Angaben zufolge entwickelt die Nasa bereits seit 1966 Video Image Communication And Retrieval (Vicar). Dieses System verwendet die Weltraumbehörde zur Verarbeitung auch mehrdimensionaler Bilder vieler unbemannter Missionen des Jet Propulsion Laboratory (JPL). Beispiele sind das Viking-Programm zur Erkundung des Mars in den siebziger Jahren oder Cassini-Huygens zur Saturn-Erforschung. Nun steht ein Großteil von Vicar als Open Source bereit.

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Die Veröffentlichung umfasse knapp 350 einzelne Anwendungen des Systems. Dazu gehören etwa ein Kommandozeilenparser und eine optionale Anbindung an grafische Oberflächen. Die Ein-/Ausgabebibliothek für das Dateiformat steht für C, C++, Fortran sowie für Java bereit. Ebenso frei zur Verfügung stehen einige Transcoder für weitere Dateiformate, die ebenfalls für die Arbeiten der Nasa entstanden sind.

Eine vollständige Liste der verfügbaren Programme findet sich in der Dokumentation des Projektes. Diese zeigt deutlich, dass Vicar zusätzlich zur typischen Bildbearbeitung wie zu erwarten auch stark an die Bedürfnisse der Weltraummissionen angepasst ist. So können multispektrale Daten analysiert werden, ebenso große Mengen geografischer Informationen auf Basis der Bilder.

Einsatzgebiete außerhalb der Astronomie

Die Funktionen zur Kartografie werden laut Nasa inzwischen aber auch für erdgebundene Projekte von verschiedenen Universitäten genutzt. Darüber hinaus wird Vicar auch für die Bildverarbeitung in der Biomedizin verwendet. Mit der Freigabe der Software könnten sich also weitere Einsatzgebiete für die Software ergeben. Allerdings fehlen in dem erschienenen Code einige Bestandteile von Vicar, die bei der Nasa lizenziert werden müssen.

Dass Vicar nun freigegeben wurde, begründet die Nasa mit dem vielfach geäußerten Wunsch potentieller Nutzer. Das System läuft auf Solaris 10, Linux und Mac OS X und steht auf Github bereit.



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