Kollaborationsprojekte: Linux Foundation sorgt für über 100 Millionen Codezeilen
Die Erfahrungen bei der Betreuung der Linux-Kernel-Community nutzt die Linux Foundation seit einigen Jahren auch für die Unterstützung anderer Open-Source-Projekte, die mehr oder weniger mit Linux selbst in Verbindung stehen und meist von sehr großen Unternehmen gegründet worden sind. Einer aktuellen Erhebung des Konsortiums zufolge umfassen diese sogenannten kollaborativen Projekte etwas mehr als 115 Millionen Zeilen Quellcode(öffnet im neuen Fenster) .
In ihrer Ankündigung schreibt die Linux Foundation von Software Lines of Code (SLOC), wobei gemeinhin Kommentare und Leerzeilen von der Zählung ausgeschlossen sind. Obwohl weitere Fakoren wie die Wahl der Programmiersprache und der Programmierstil die Zählung deutlich beeinflussen können, sollten die nun verfügbaren Zeilen einen guten Richtwert für den Umfang der betreuten Projekte liefern.
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Der Linux-Kernel, dessen Arbeit ebenfalls von dem Konsortium betreut wird, und der in dieser Zählung nicht erfasst worden ist, umfasst mittlerweile mehr als 15 Millionen Zeilen Code. Details zu der Studie stehen in dem offiziellen Bericht(öffnet im neuen Fenster) bereit. Demnach trägt mit 80 Millionen Zeilen Code das Tizen-Projekt den mit Abstand größten Teil zu der Untersuchung bei.
Mittels des Cocomo(öffnet im neuen Fenster) wird der Arbeitsaufwand, der für die Erstellung der kollaborativen Projekte nötig gewesen ist, auf knapp 41.200 Personenjahre geschätzt. Das heißt, für eine Neuerstellung sämtlicher Projekte würden laut der Studie 1.356 Entwickler 30 Jahre lang benötigen. Den wirtschaftlichen Wert dieser Arbeit schätzt die Analyse auf 5 Milliarden US-Dollar.
Linux Foundation bringt Industrie zusammen
Die kollaborativen Projekte der Linux Foundation umfassen vor allem Kooperationen in Bereichen, in denen Unternehmen aufbauend auf dem Linux-Kernel weitere Techniken und Produkte erstellen. Dazu zählen Virtualisierung, Software-defined Networking oder auch Yocto, das für die Erstellung von Embedded-Geräten gedacht ist. Darüber hinaus ist das Programm vor allem in letzter Zeit deutlich erweitert worden.
So gibt es mit Dronecode eine Plattform für Drohnen, und die Organisation nutzt ihre Fähigkeiten zur Unterstützung eines Konsortiums für die Programmiersprache R sowie für die Node.js-Stiftung. Mit der Core Infrastructure Initiative finanziert die Linux Foundation aber auch die Suche nach Sicherheitslücken und hilft Let's Encrypt, das jedem Webseiten-Admin ein sicheres TLS-Zertifikat verschaffen soll.
An all diesen Projekten seien mehr als 500 Unternehmen beteiligt, erklärte die Linux Foundation. Wegen der zuletzt sehr starken Erweiterung der kollaborativen Projekten hätten aber nicht alle für die Untersuchung bereit gestanden.
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