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Visible Light Communication: Disney zaubert mit Licht und Linux

Modernes Spielzeug hat LEDs und Prozessoren, es kann nach Ansicht von Disney also für die Kommunikation mit sichtbarem Licht genutzt werden. Auf der Linuxcon hat die Forschungsabteilung des Konzerns ihre Ergebnisse dazu vorgestellt und ein magisches Prinzessinnenkleid präsentiert.

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Die Forschungabteilung von Disney in Zürich untersucht die kostengünstige Kommunikation über sichtbares Licht.
Die Forschungabteilung von Disney in Zürich untersucht die kostengünstige Kommunikation über sichtbares Licht. (Bild: Disney Research)

Der Datentransfer im sichtbaren Licht wird von Philips bereits erprobt, um etwa die Indoor-Navigation per Deckenbeleuchtung und Smartphone umzusetzen. Auf dem Kongress Linuxcon erklärte Stefan Schmid von Disneys Forschungsabteilung aber, dass bei solchen Einsätzen, insbesondere für hohe Übertragungsraten, meist große Optiken notwendig seien. Schmids Team erprobe Visible Light Communication (VLC) jedoch mit einem anderen Ansatz, nämlich ganz im Sinne Disneys mit möglichst geringen Kosten, was eine Verwendung in Kinderspielzeug ermöglichen könnte.

Inhalt:
  1. Visible Light Communication: Disney zaubert mit Licht und Linux
  2. Gehackte Ikea-Lampen für erste Experimente

Dass sich die Forscher im Auftrag von Disney mit VLC beschäftigen, ist naheliegend. So beschrieb Schmid die Intention der Arbeiten in seinem Vortrag damit, dass modernes Spielzeug über Microcontroller, Prozessoren und natürlich auch LEDs verfüge, was deren Wiederverwendung für die Kommunikation etwa zwischen Spielzeugen vereinfache.

Hinzu komme, dass klassische Funkstandards wie WLAN oder Bluetooth wegen ihrer vergleichsweise hohen Energie eventuell Langzeitschäden bei Kindern verursachen könnten. Bei der Verwendung dieser Protokolle müsse auch bedacht werden, dass sie vielleicht von Dritten mitgeschnitten werden könnten. Das gelte es vor allem zum Schutz der Privatsphäre von Kindern zu vermeiden.

Bei der Kommunikation mit sichtbarem Licht reicht es wohl, die Vorhänge sowie die Zimmertür zu schließen, um einen Eingriff von außen deutlich zu erschweren. Und nicht zuletzt dürfte der Mehraufwand bei der Weiternutzung bereits vorhandener Technik eher gering sein. So sind keine speziellen Funkchips nötig. Die LEDs können wegen ihrer Eigenschaften sowohl als Sender als auch - ähnlich wie Photodioden - als Empfänger fungieren, sofern die Software des Controllers dies unterstützt.

Gehackte Ikea-Lampen für erste Experimente 
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