Abo
  • Services:

Systemd-Konferenz: "Kdbus ist nicht tot"

Der Systemd-Maintainer Lennart Poettering hat auf einer Entwickler-Konferenz bekräftigt, dass Kdbus weiterhin gebraucht werde und "nicht tot" sei. Die Implementierung im Kernel und Userspace werde allerdings umgebaut. Wie lange das dauert, sei noch nicht absehbar.

Artikel veröffentlicht am ,
Kdbus wird umgebaut, was eine Aufnahme im Kernel wahrscheinlicher macht.
Kdbus wird umgebaut, was eine Aufnahme im Kernel wahrscheinlicher macht. (Bild: flickr.com, David Stanley/CC-BY 2.0)

Seit mehr als zwei Jahren arbeiten Linux-Hacker und das Systemd-Team mit Kdbus an der Umsetzung einer Interprozesskommunikation (IPC) auf Kernel-Ebene, die eine Art Nachbau der bisherigen D-Bus-Funktionalität ist. Systemd-Gründer Lennart Poettering hat die Entwicklung dieser Technik auf der Systemd-Konferenz als "nicht gerade eine Erfolgsgeschichte" beschrieben, was wohl vor allem an der Kritik aus der Kernel-Community liegt. Doch Poettering sagte ebenso deutlich: "Kdbus ist nicht tot".

Stellenmarkt
  1. Wirecard Global Sales GmbH, Aschheim bei München
  2. HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg

Das Vorhandensein der IPC im Kernel sei notwendig, etwa um bereits früh im Bootprozess darüber kommunizieren zu können. Das müssten Werkzeuge wie Networkd nutzen können. Doch trotz dieser wiederholten deutlichen Aussagen zur Notwendigkeit von Kdbus, bat das Systemd-Team vor zwei Wochen darum, dass das Kdbus-Modul aus dem Kernel von Fedoras Entwicklungszweig Rawhide entfernt werde. Dies erscheint wie ein herber Rückschritt. Hatte das Team doch erst in diesem Sommer einen großflächigen Testeinsatz des Moduls empfohlen.

Kdbus wird umgebaut

Tatsächlich ist dies jedoch nur ein strategischer "Schritt zurück". Denn Poettering zufolge startet des Team gerade mit größeren Umbauarbeiten an Kdbus. So werde derzeit noch sehr viel der Kompatibilität zu dem klassischen D-Bus im Kernel umgesetzt. Künftig werde dies wohl ausgelagert, so solle etwa die Semantik im Userspace implementiert werden. Noch sei aber nicht klar, wie viel des Codes letztlich geändert werde, da die Arbeiten daran noch laufen.

Im Gespräch mit Golem.de bestätigte Poettering, dass mit den Umbauarbeiten auch auf einen Teil der Kritik aus der Kernel-Community eingegangen werden soll. Die Arbeiten könnten zu einer eher generischen IPC führen. Vermutlich hat die Technik damit auch größere Chancen, mittelfristig doch noch im Linux-Kernel aufgenommen zu werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€
  2. 14,99€
  3. (-71%) 11,49€
  4. (-75%) 1,99€

felix.schwarz 06. Nov 2015

Es scheint aber nicht so einfach zu sein und insofern auch kein Ziel der kdbus-Entwickler...


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 7 2700X - Test

Wie gut ist der Ryzen-Refresh? In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.

AMD Ryzen 7 2700X - Test Video aufrufen
Nissan Leaf: Wer braucht schon ein Bremspedal?
Nissan Leaf
Wer braucht schon ein Bremspedal?

Wie fährt sich das meistverkaufte Elektroauto? Nissan hat vor wenigen Monaten eine überarbeitete Version des Leaf auf den Markt gebracht. Wir haben es gefahren und festgestellt, dass das Auto fast ohne Bremse auskommt.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta

  1. e-NV200 Nissan packt 40-kWh-Akku in Elektro-Van
  2. Reborn Light Nissan-Autoakkus speisen Straßenlaternen
  3. Elektroauto Nissan will den IMx in Serie bauen

Xbox Adaptive Controller ausprobiert: 19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme
Xbox Adaptive Controller ausprobiert
19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme

Microsoft steigt in den Markt der zugänglichen Geräte ein. Der Xbox Adaptive Controller ermöglicht es Menschen mit temporärer oder dauerhafter Bewegungseinschränkung zu spielen, ohne enorm viel Geld auszugeben. Wir haben es auf dem Microsoft Campus in Redmond ausprobiert.
Von Andreas Sebayang

  1. Firmware Xbox One erhält Option für 120-Hz-Bildfrequenz
  2. AMD Freesync Xbox One erhält variable Bildraten
  3. Xbox One Streamer können Gamepad mit Spieler teilen

Black-Hoodie-Training: Einmal nicht Alien sein, das ist toll!
Black-Hoodie-Training
"Einmal nicht Alien sein, das ist toll!"

Um mehr Kolleginnen im IT-Security-Umfeld zu bekommen, hat die Hackerin Marion Marschalek ein Reverse-Engineering-Training nur für Frauen konzipiert. Die Veranstaltung platzt inzwischen aus allen Nähten.
Von Hauke Gierow

  1. Ryzenfall CTS Labs rechtfertigt sich für seine Disclosure-Strategie
  2. Starcraft Remastered Warum Blizzard einen Buffer Overflow emuliert

    •  /