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Um die Zukunft des Limux-Projekts steht es in München nicht gut.
Um die Zukunft des Limux-Projekts steht es in München nicht gut. (Bild: Karlis Dambrans, flickr.com/CC-BY 2.0)

SPD und CSU: Münchner Stadtrat will Limux rückabwickeln

Um die Zukunft des Limux-Projekts steht es in München nicht gut.
Um die Zukunft des Limux-Projekts steht es in München nicht gut. (Bild: Karlis Dambrans, flickr.com/CC-BY 2.0)

Bis 2021 soll in München die Nutzung von Linux als Client-System beendet werden. Stattdessen soll wieder komplett auf Windows gesetzt werden. Das fordern die regierenden Stadtratsfraktionen von CSU und SPD in der bayerischen Landeshauptstadt und könnten damit das Ende von Limux besiegeln.

Sollte eine aktuelle Änderung für einen Antrag im Münchener Stadtrat so beschlossen werden, wie dieser vom zuständigen Ausschuss formuliert worden ist, könnte das ambitionierte und mittlerweile im Regelbetrieb laufende Limux-Projekt bis Ende 2020 eingestellt werden. Der Änderungsantrag (PDF) ist heute vom Verwaltungs- und Personalausschuss eingebracht worden und setzt auf einen vollständigen Wechsel zurück zu Windows als Client-Betriebssystem für alle städtischen Arbeitsrechner.

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Der eingebrachte Änderungsantrag ist letztlich die Reaktion auf eine Studie vom vergangenen Jahr, die der Stadt München eine teils katastrophale Organisation seiner IT-Landschaft bescheinigte. Doch schon bei den ersten Konsultationen zu der Studie im vergangenen Herbst zeigte sich, dass sowohl der Stadtrat als auch Verwaltungsreferate gegen den Plan und gegeneinander agieren und die Neuorganisation der IT-Landschaft von einigen als politische Gelegenheit genutzt wird, um das Limux-Projekt zu beenden.

Standard-Windows für alle statt gemischter Architektur

Die von der Unternehmensberatung Accenture durchgeführte Studie forderte unter anderem, die in München weiterhin genutzten Windows-Instanzen mit einem einheitlichen System zu betreiben - einem sogenannten Basis-Client. Ähnliches gilt bereits für die mehrheitlich auf Linux laufenden restlichen Rechner. In der Studie wird auch weiterhin von einem Betrieb beider System ausgegangen.

In dem nun eingebrachten Antrag heißt es in einem völlig neu erstellten Unterpunkt: "Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich ein Konzept zu erstellen, wie auf Basis des neu zu entwickelnden Windows-Basis-Clients bis spätestens zum 31.12.2020 eine stadtweit einheitliche Client-Architektur geschaffen werden kann". Lediglich in der Übergangszeit bis dahin soll es einzelnen Teilen der Münchner Verwaltung erlaubt sein, je nach Bedarf sowohl Windows als auch Limux im Mischbetrieb zu nutzen.

Auch von den in München sowohl auf Windows wie auch auf Limux laufenden einheitlichen Produkten wie Libreoffice oder Thunderbird soll wohl Abstand genommen werden. So heißt es, dass für "Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, PDF-Reader, E-Mail-Client, Internetbrowser" künftig "marktübliche Standardprodukte einzusetzen" seien. Diese werden zwar nicht explizit genannt. Es ist aber im Sinne des Rückzugs aus Limux zu vermuten, dass damit etwa Microsoft Office sowie Outlook genutzt werden sollen.

Ironischerweise schließt der Absatz zur Technik in dem Antrag wie folgt: "Strategisches Ziel muss es sein, dass die städtischen Anwendungen unabhängig vom Betriebssystem des Endgerätes funktionieren". Würde dies konsequent umgesetzt, wäre ein Wechsel zurück zu den proprietären Produkten von Microsoft vermutlich überhaupt nicht nötig. Dieser Satz nimmt wohl aber keinen Bezug auf die Desktop-Rechner oder Laptops der Verwaltung, sondern vermutlich auf die immer häufiger genutzten Mobilgeräte.

Die eingebrachten Änderungen könnten schon kommenden Mittwoch auf einer Vollversammlung des Stadtrates beschlossen und damit bindend werden. In der aktuellen Beschlussvorlage für diesen Termin (PDF) finden sich die heute eingebrachten Änderungen noch nicht.

Vom Limux-Unterstützer zum Windows-Befürworter 

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gadthrawn 16. Feb 2017

Mal was anders: Weil Fachanwendungen teilweise im Intranet sind braucht München...

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Rulf 14. Feb 2017

das ist ganz typisch bei öffentlichen projekten... das gesetzlich anzunehmende...

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gadthrawn 14. Feb 2017

Nein, ich rede nicht von Privatanwendern. Probier es mal aus wie wenig da wirklich noch...

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Anonymer Nutzer 14. Feb 2017

I'd just like to interject for a moment. What youre referring to as Linux, is in...

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Anonymer Nutzer 14. Feb 2017

I'd just like to interject for a moment. What youre referring to as Linux, is in...

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