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Eigene Projekte und Ideen pflegt Matthew Garrett künftig in einem eigenen Linux-Fork.
Eigene Projekte und Ideen pflegt Matthew Garrett künftig in einem eigenen Linux-Fork. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Matthew Garrett: Entwickler startet Kernel-Fork wegen harschen Umgangstons

Eigene Projekte und Ideen pflegt Matthew Garrett künftig in einem eigenen Linux-Fork.
Eigene Projekte und Ideen pflegt Matthew Garrett künftig in einem eigenen Linux-Fork. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Der Entwickler Matthew Garrett hat einen Linux-Fork gestartet, der ihm Gestaltungsspielräume für eigene Ideen geben soll, da Diskussionen mit Maintainern wie Linus Torvalds so entfallen. Dieses Entwicklungsmodell außerhalb des Hauptzweiges ist nicht ungewöhnlich.

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Angeregt durch die öffentliche Bekanntmachung des Rückzugs von Sarah Sharp aus der Kernel-Community hat der Entwickler Matthew Garrett einen Kernel-Fork erstellt und darin bereits eigenen Code integriert. So könne er die Diskussionen der Community vermeiden und trotzdem an Dingen arbeiten, die ihn interessierten.

In dem zur Verfügung stehenden Code hat Garrett Securelevel eingebaut. Diese Technik stammt ursprünglich aus FreeBSD, Garrett hat diese nun für Linux adaptiert. Er erinnere sich an "endlose Auseinandersetzungen um die Benennung der Schnittstelle, weil Linus (Torvalds) einen unvergänglichen Hass auf BSD Securelevel" habe. Derartige Diskussionen umgeht der Entwickler künftig. Auch wenn er eingesteht, dass er weiter mit der Kernel-Community zusammenarbeite, sofern er dafür von einem Arbeitgeber bezahlt werde.

Bekanntes Muster der "Problemlösung"

Dass Garrett sich von der Arbeit mit Torvalds abwendet, aber weiter Kernel-Code für eigene Projekte erstellt, ist kein Einzelfall. Ein bekanntes und vergleichbares Beispiel ist der Ausstieg von Con Kolivas, dem Entwickler des Brain Fuck Scheduler.

Nach Auseinandersetzungen um die Aufnahme eines neuen Schedulers in den Hauptzweig von Linux zog sich Kolivas 2007 aus dem Projekt zurück. Er begründete dies unter anderem mit den vorherrschenden, eher harschen Umgangsformen. Seit 2009 arbeitet Kolivas an dem Brain Fuck Scheduler und pflegt diesen weiterhin. Er steht als Patch für aktuelle Kernel bereit und kann über die Website von Kolivas bezogen werden.

Unabhängig von diesen persönlichen Beweggründen gibt es einige teils große Sammlungen von Patches, die nicht im Hauptzweig von Torvalds vorhanden sind. Dazu gehören viel gerätespezifischer Code, Grsecurity oder die Echtzeitfunktionen von Linux. Letztere werden dank der neuen finanziellen Unterstützung durch die Linux Foundation wohl aber mittelfristig in den Hauptzweig übernommen.

Dass Garrett tatsächlich einen Fork pflegen wird, bei dem er die alleinige Entwicklung übernimmt und weiterführt, gilt aber als unwahrscheinlich. Vielmehr wird er seine Patches wohl in eine Kopie eines aktuellen Kernels von Torvalds einpflegen, statt nur die Patches einzeln anzubieten, wie Kolivas dies umsetzt.


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Roudrigez Merguez 08. Okt 2015

...und sie löscht alle nicht-positiven Kommentare aus ihrem Blog und erzählt, sie bekäme...

DerVorhangZuUnd... 08. Okt 2015

Jupp. Allerdings denke ich, dass er mit dem Satz ueber seine Bezahlung schon etwas...

nglsr 08. Okt 2015

In der Regel (wie auch hier) geht es ja nicht einmal darum, alleine weiterzumachen...

Anonymer Nutzer 08. Okt 2015

Das ding war doch schon vor 2 Jahren geplant.... http://www.itwire.com/opinion-and...

menno 07. Okt 2015

Rassismuss wurde den Leuten der LKML meines Wissens nicht vorgeworfen. Wäre auch ein...



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