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KDE-Desktop: Plasma 5.5 soll Wayland-Tests ermöglichen

Mit der Geometrie-Unterstützung steht nun auch die letzte große Basisfunktion von Kwin unter Wayland bereit. Entwickler Martin Gräßlin ist deshalb zuversichtlich, dass die Version 5.5 von KDE Plasma in schon wenigen Wochen von Interessierten unter Wayland getestet werden könnte.
/ Sebastian Grüner
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Die kommende Version von Plasma 5.5 soll weitrechende Tests von Wayland ermöglichen. (Bild: KDE)
Die kommende Version von Plasma 5.5 soll weitrechende Tests von Wayland ermöglichen. Bild: KDE / CC-BY 3.0

Schon mit KDE Plasma 5.5, das für den 8. Dezember geplant(öffnet im neuen Fenster) ist, soll "Early Adoptern eine verwendbare Version" des KDE-Desktops unter Wayland angeboten werden. Das plant zumindest der dafür hauptsächlich zuständige Entwickler Martin Gräßlin, wie er in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) schreibt. Zurzeit sehe es gut aus und er sei zuversichtlich, dass dieser Technikstand auch tatsächlich erreicht werde.

Diese Zuversicht begründet der Maintainer von Kwin damit, dass mit der Geometrie-Unterstützung in der KDE-Fensterverwaltung nun auch die letzte wichtige Basisfunktion unter der neuen Linux-Display-Architektur genutzt werden kann. Dabei handelt es sich um die vergleichsweise einfach anmutenden Funktionen zum Bewegen von Fenstern sowie das Verändern von deren Größe.

Um dies aber umzusetzen, habe Gräßlin große Teile des Kwin-Codes restrukturieren müssen, da einige Bestandteile spezifisch für X11 geschrieben worden sind, vieles der eigentlichen Logik jedoch auch für Wayland wiederverwendet werden sollte, was nun offenbar geschehen ist. Gräßlin selbst habe nun auch eines seiner Systeme vollständig von X11 auf Wayland migriert und will bis zur Veröffentlichung von Plasma 5.5 so viele Fehler wie möglich auffinden und beheben.

Die Wayland-Unterstützung in KDE Plasma wird damit wohl aber noch nicht so ausgereift sein, dass eine alltägliche Nutzung reibungslos funktionieren wird. So äußert Gräßlin etwa erneut seine Kritik am Konzept der clientseitigen Fensterdekoration. Bei Anwendungen, die nicht den KDE-Stack nutzen, könnte dies zu Darstellungs- und Funktionsproblemen führen, da Kwin auf eine serverseitige Fensterdekoration setzt. Auch die Nutzung mehrerer Displays könne noch einige Schwierigkeiten verursachen, was dem KDE-Entwickler Sebastian Kügler zufolge(öffnet im neuen Fenster) aber bis spätestens Mitte kommenden Jahres behoben werden soll.


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