Brotli: Mozilla und Google finden "bro" unpassend
Ursprünglich(öffnet im neuen Fenster) sollte für die als Standard vorgesehene Kompression Brotli sowie die Inhalte-Kodierung für das Web, die damit einhergeht, die Abkürzung bro verwendet werden. Der Name sollte auch für die Kommandozeilenwerkzeuge und die Dateiendung (.bro) genutzt werden. Vor allem in den USA ist diese Abkürzung allerdings zweideutig und die mit dem Begriff Bro verbundene Kultur(öffnet im neuen Fenster) wird teils als frauenfeindlich angesehen, weshalb sich Mozilla und Google nun stattdessen für br entschieden haben(öffnet im neuen Fenster) .
Auf diese wenn auch "ungewollte Zweideutigkeit" wies zuerst der Mozilla-Angestellte Patrick McManus hin(öffnet im neuen Fenster) . Wegen der Welt, aus der das Wort Bro stamme, sei es eben "frauenfeindlich" und "unprofessionell" . McManus habe auch schon einige Witze zu der Funktion mit dem Namen erhalten. Am besten sei es entsprechend, diese Abkürzung zu vermeiden.
Probleme bei der Standardisierung erwartet
Nach dieser Argumentation erwartete McManus aus den gleichen Gründen auch Probleme beim Überprüfungsprozess von Brotli durch die IETF, falls bro beibehalten werde. Der Google-Angestellte Jyrki Alakuijala, der den Entwurf von Brotli bei der IETF mitbetreut, vermutet gleichfalls(öffnet im neuen Fenster) , dass bro bei der IANA-Registrierung nicht anerkannt würde.
Alakuijala sei darüber hinaus von der Verwendung von bro durch eine befreundete Feministin aus dem nordamerikanischen Kulturraum abgeraten worden. "Auch wenn wir aus unserem kulturellem Verständnis heraus nicht verstehen, warum Personen dadurch verärgert sind, würden sie unnötigerweise verärgert und das ist Grund genug, darauf zu verzichten" , begründet Alakuijala den wohl endgültigen Wechsel von bro zu br. Außerdem sei ein zufriedenstellender Kompromiss gefunden worden, der nicht weiter diskutiert werden müsse.
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