Code of Conduct: LLVM stellt sich gegen Rassismus und Sexismus

Der LLVM-Vorstand schlägt einen Verhaltenskodex für die Community vor. Damit will sich das Projekt auch nach außen explizit gegen Rassismus, Sexismus und Übergriffe jeder Art positionieren und für Offenheit und Toleranz einstehen. Schwere Probleme damit gab es bisher aber keine.

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LLVM soll einen Verhaltenskodex bekommen.
LLVM soll einen Verhaltenskodex bekommen. (Bild: Apple)

Zwar habe die Community bereits seit langem ein "angemessenes und respektvolles Verhalten" forciert, für Außenstehende sei dies wohl aber nicht offensichtlich, schreibt Chandler Carruth im Namen des Vorstands der LLVM-Foundation. Deshalb wolle das Gremium einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für die Gemeinschaft etablieren, der klare Regeln für den Umgang miteinander festlege, ebenso für Verhalten, das nicht akzeptiert werde.

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Mit den vorgeschlagenen Regeln, die die Community noch diskutiert, soll das Projekt eine deutliche Haltung beziehen. Dies wünscht sich offenbar nicht nur der Vorstand der Organisation, vielmehr sei dies auch oft von mehreren Mitgliedern angebracht worden. Tanja Lattner, die ebenfalls Mitglied im Vorstand ist, führt dazu aus, dass ein Verhaltenskodex insbesondere für persönliche Treffen der Entwickler erbeten worden sei.

Sehr ausführliche Regeln

Als Grundlage für den eingebrachten Vorschlag dient LLVM eine leicht adaptierte Version des Verhaltenskodex von Django. Dieser ist auch von einigen anderen Projekten übernommen worden und ist im Vergleich zu einigen anderen verhältnismäßig ausführlich. Demnach sollten die Beteiligten "freundlich und geduldig" sein, ebenso "rücksichtsvoll" und "respektvoll". Darüber hinaus solle die Gemeinschaft "einladend" sein und Personen unabhängig von Herkunft oder Identität willkommen heißen.

Außerdem werde bestimmtes Verhalten auf keinen Fall akzeptiert. Dazu gehören etwa "persönliche Angriffe, insbesondere rassistische oder sexistische", "diskriminierende Witze" oder das Bereitstellen von Material mit "sexuellen oder gewalttätigen" Inhalten. Falls ein Teil der Gemeinschaft bitte, ein bestimmtes als Belästigung empfundenes Verhalten einzustellen, sei dem auch nachzukommen.

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Auch der Umgang mit gemeldeten Vorfällen ist klar geregelt. Ein Gremium wird sich vertraulich damit befassen und eventuelle Maßnahmen ergreifen. Diese reichen von nichtöffentlichen Verwarnungen, über das Verhängen von "Urlaub", bis hin zum zeitweisen oder dauerhaften Verbannen aus der Gemeinschaft.

Community größtenteils einverstanden

Auf den Vorschlag des Vorstands reagierten die Beteiligten bisher mehrheitlich positiv. Vorhandene Gegenstimmen richten sich vor allem gegen die Wortwahl; fast gar nicht gibt es eine Totalopposition gegen die Einführung eines Code of Conducts, was zur Argumentation des Vorstands passt.

Bei einigen Open-Source-Projekten ist dies aber anders. So beschwerten sich etwa Sarah Sharp und weitere Entwickler über den Umgangston der Linux-Kernel-Entwickler. Dies führte zwar Anfang dieses Jahres zur Einführung eines sogenannten Code of Conflict. Die darin festgehaltenen Regeln sind aber nicht besonders weitreichend. Sharp gab vergangene Woche bekannt, dass sie sich komplett aus der Kernel-Entwicklung zurückgezogen habe und begründete dies mit der "Respektlosigkeit" innerhalb der Community.

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xUser 14. Okt 2015

Nicht die Gesellschaft ist sensibel geworden, sondern das dysfunktionale Verhalten von...

b1nary 14. Okt 2015

Und di glaubst das doe ganzen regeln schon entstanden sind bevor das nicht vorhanden...

baltasaronmeth 14. Okt 2015

Ich bin für die Einführung neuer Begriffe, damit man besser differenzieren kann. Ich...

baltasaronmeth 14. Okt 2015

Da steht nicht, dass das Verhalten von dem um Unterlassung bittenden Teil der...



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