Abo
  • Services:

Code of Conduct: LLVM stellt sich gegen Rassismus und Sexismus

Der LLVM-Vorstand schlägt einen Verhaltenskodex für die Community vor. Damit will sich das Projekt auch nach außen explizit gegen Rassismus, Sexismus und Übergriffe jeder Art positionieren und für Offenheit und Toleranz einstehen. Schwere Probleme damit gab es bisher aber keine.

Artikel veröffentlicht am ,
LLVM soll einen Verhaltenskodex bekommen.
LLVM soll einen Verhaltenskodex bekommen. (Bild: Apple)

Zwar habe die Community bereits seit langem ein "angemessenes und respektvolles Verhalten" forciert, für Außenstehende sei dies wohl aber nicht offensichtlich, schreibt Chandler Carruth im Namen des Vorstands der LLVM-Foundation. Deshalb wolle das Gremium einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) für die Gemeinschaft etablieren, der klare Regeln für den Umgang miteinander festlege, ebenso für Verhalten, das nicht akzeptiert werde.

Stellenmarkt
  1. Pfennigparade SIGMETA GmbH, Stuttgart
  2. Deloitte, Düsseldorf, Leipzig, München

Mit den vorgeschlagenen Regeln, die die Community noch diskutiert, soll das Projekt eine deutliche Haltung beziehen. Dies wünscht sich offenbar nicht nur der Vorstand der Organisation, vielmehr sei dies auch oft von mehreren Mitgliedern angebracht worden. Tanja Lattner, die ebenfalls Mitglied im Vorstand ist, führt dazu aus, dass ein Verhaltenskodex insbesondere für persönliche Treffen der Entwickler erbeten worden sei.

Sehr ausführliche Regeln

Als Grundlage für den eingebrachten Vorschlag dient LLVM eine leicht adaptierte Version des Verhaltenskodex von Django. Dieser ist auch von einigen anderen Projekten übernommen worden und ist im Vergleich zu einigen anderen verhältnismäßig ausführlich. Demnach sollten die Beteiligten "freundlich und geduldig" sein, ebenso "rücksichtsvoll" und "respektvoll". Darüber hinaus solle die Gemeinschaft "einladend" sein und Personen unabhängig von Herkunft oder Identität willkommen heißen.

Außerdem werde bestimmtes Verhalten auf keinen Fall akzeptiert. Dazu gehören etwa "persönliche Angriffe, insbesondere rassistische oder sexistische", "diskriminierende Witze" oder das Bereitstellen von Material mit "sexuellen oder gewalttätigen" Inhalten. Falls ein Teil der Gemeinschaft bitte, ein bestimmtes als Belästigung empfundenes Verhalten einzustellen, sei dem auch nachzukommen.

Auch der Umgang mit gemeldeten Vorfällen ist klar geregelt. Ein Gremium wird sich vertraulich damit befassen und eventuelle Maßnahmen ergreifen. Diese reichen von nichtöffentlichen Verwarnungen, über das Verhängen von "Urlaub", bis hin zum zeitweisen oder dauerhaften Verbannen aus der Gemeinschaft.

Community größtenteils einverstanden

Auf den Vorschlag des Vorstands reagierten die Beteiligten bisher mehrheitlich positiv. Vorhandene Gegenstimmen richten sich vor allem gegen die Wortwahl; fast gar nicht gibt es eine Totalopposition gegen die Einführung eines Code of Conducts, was zur Argumentation des Vorstands passt.

Bei einigen Open-Source-Projekten ist dies aber anders. So beschwerten sich etwa Sarah Sharp und weitere Entwickler über den Umgangston der Linux-Kernel-Entwickler. Dies führte zwar Anfang dieses Jahres zur Einführung eines sogenannten Code of Conflict. Die darin festgehaltenen Regeln sind aber nicht besonders weitreichend. Sharp gab vergangene Woche bekannt, dass sie sich komplett aus der Kernel-Entwicklung zurückgezogen habe und begründete dies mit der "Respektlosigkeit" innerhalb der Community.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. ab 69,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.08.)
  3. 2,99€
  4. (-83%) 1,69€

xUser 14. Okt 2015

Nicht die Gesellschaft ist sensibel geworden, sondern das dysfunktionale Verhalten von...

b1nary 14. Okt 2015

Und di glaubst das doe ganzen regeln schon entstanden sind bevor das nicht vorhanden...

baltasaronmeth 14. Okt 2015

Ich bin für die Einführung neuer Begriffe, damit man besser differenzieren kann. Ich...

baltasaronmeth 14. Okt 2015

Da steht nicht, dass das Verhalten von dem um Unterlassung bittenden Teil der...

Schattenwerk 14. Okt 2015

Zum einen: Ein absolut sicheres System gibt es nicht, auch bei Verhaltensregeln...


Folgen Sie uns
       


Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live

Nach der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten sprach sich am Mittwoch in Brüssel auch der Rechtsausschuss des Europaparlaments für ein Recht aus, das die digitale Nutzung von Pressepublikation durch Informationsdienste zustimmungspflichtig macht. Ein Uploadfilter, der das Hochladen urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindern soll, wurde ebenfalls auf den Weg gebracht. Doch was bedeutet diese Entscheidung am Ende für den Nutzer? Und wer verfolgt eigentlich welche Interessen in der Debatte?

Leistungsschutzrecht und Uploadfilter - Golem.de Live Video aufrufen
Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York
  2. TU Graz Der Roboter als E-Tankwart
  3. WLTP VW kann Elektro- und Hybridautos 2018 nicht mehr verkaufen

Computacenter: So gewinnt ein IT-Unternehmen Mitarbeiterinnen
Computacenter
So gewinnt ein IT-Unternehmen Mitarbeiterinnen

Frauen hätten weniger Interesse an IT-Berufen als Männer und daran könne man nichts ändern, wird oft behauptet. Der IT-Dienstleister Computacenter hat andere Erfahrungen gemacht.
Ein Interview von Juliane Gringer

  1. Studitemps Einige Studierende verdienen in der IT unter Mindestlohn
  2. SAP-Berater Der coolste Job nach Tourismusmanager und Bierbrauer
  3. Digital Office Index 2018 Jeder zweite Beschäftigte sitzt am Computer

OLKB Planck im Test: Winzig, gerade, programmierbar - gut!
OLKB Planck im Test
Winzig, gerade, programmierbar - gut!

Wem 60-Prozent-Tastaturen wie die Vortex Poker 3 noch zu groß sind, der kann es mal mit 40 Prozent versuchen: Mit der voll programmierbaren Planck müssen wir anders als erwartet keine Abstriche machen - aber eine Umgewöhnung und die Einarbeitung in die Programmierung sind erforderlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern
  2. Kailh KS-Switch im Test Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
  3. Apple-Patentantrag Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören

    •  /