• IT-Karriere:
  • Services:

Linuxcon: Freie Grafikteiber ermöglichen über zehn Jahre Support

Auf der Linuxcon erklärte ein Mitarbeiter der Beratungsfirma Pengutronix, warum sich freie Linux-Treiber für ARM-SoC lohnten. Am Beispiel des Etnaviv-Treibers zeigte er, dass leichte Codepflege, Sicherheit sowie lange Support-Zeiträume vor allem im Sinne der Industrie seien.

Artikel veröffentlicht am ,
Pengutronix erstellt für seine Kunden einen komplett freien GPU-Treiber.
Pengutronix erstellt für seine Kunden einen komplett freien GPU-Treiber. (Bild: Pengutronix)

Die typische Lebensdauer eines in der Industrie eingesetzten Chips beliefe sich auf 10 bis 15 Jahre, sagte der Kernel-Entwickler Lucas Stach in seinem Vortrag auf der Linuxcon. "Aber", fragte Stach das Publikum, "traut ihr eurem Hardware-Anbieter zu, dass dieser Sicherheitsupdates über den gesamten Zeitraum anbietet?" Die Kunden von Stachs Arbeitgeber, der auf Embedded-Linux spezialisierten Beratungsfirma Pengutronix, beantworten dies offenbar mit einem deutlichen Nein, weshalb die Firma einen komplett freien GPU-Treiber für einen ARM-SoC erstellt.

Freier Treiber für Vivante GPU

Inhalt:
  1. Linuxcon: Freie Grafikteiber ermöglichen über zehn Jahre Support
  2. Freie Treiber als Lösung für alles

Konkret erarbeiten Stach und seine Kollegen mit Hilfe der Community sowohl Kernel- als auch Userspace-Komponenten des Etnaviv-Treibers, mit dem Vivante-GPUs angesteuert werden. Das Team nutzt dabei Vorarbeiten der Community, welche die Funktion des Grafikchips per Reverse Engineering dokumentiert hat. Die Vivante-GPUs werden von verschiedenen ARM-Chipherstellern genutzt.

Wohl am bekanntesten, und im Automotive-Sektor weit verbreitet, ist der Einsatz dieser GPUs in der I.MX6-Serie von Freescale. ARM-SoC dieser Serie könnten womöglich noch etwas mehr als zehn Jahre zu erwerben sein. Der von Vivante bereitgestellte Treiber habe aber einen proprietären Userspace-Teil, und der freie Kernel-Code ist Stach zufolge "groß, fett und obfuscated", der verfügbare Code werde also absichtlich verschleiert.

Probleme mit Hersteller-Treiber

Für Industrieteilnehmer, die ein Produkt mit dieser Hardware erstellten, ergebe sich daraus das Problem, dass der Code nicht überprüfbar sei. Darüber hinaus würde das Beheben von Fehlern durch den Chip-Hersteller teilweise sechs Monate oder gar länger dauern. Hinzu komme, dass derartige Treiber oft nur schlecht an die APIs des Linux-Kernels angepasst seien, was Updates auf neue Versionen verzögere und erschwere.

Stellenmarkt
  1. ankhlabs GmbH, Ammersee
  2. operational services GmbH & Co. KG, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main, München

Zusätzlich zu diesen eher technischen Unzulänglichkeiten führe die Verwendung der teils proprietären Treiber zu einem Lock-in-Effekt. Außerdem sei es wegen der oft "kreativen Lizenzen" schwer zu beurteilen, ob und unter welchen Umständen Endprodukte mit dieser Software überhaupt an Kunden ausgeliefert werden könnten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Freie Treiber als Lösung für alles 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-63%) 11,00€
  2. 19.95€
  3. (-58%) 24,99€
  4. (-80%) 2,99€

felix.schwarz 14. Okt 2015

Qualcomm beteiligt inzwischen auch recht intensiv am freedreno-Treiber, Nvidia bei...

felix.schwarz 14. Okt 2015

Natürlich Broadcom, sorry. Freedreno wäre ja der freie Treiber für Qualcomm-GPUs.

felix.schwarz 14. Okt 2015

LWN hat ebenfalls eine sehr gute (englische) Zusammenfassung über den Stand dreier Open...

.02 Cents 14. Okt 2015

Würde ich auch vermuten ... zwar nicht ganz die gleiche Kategorie, aber der Ausdruck hat...


Folgen Sie uns
       


The Outer Worlds - Fazit

Das Rollenspiel The Outer Worlds schickt Spieler an den Rand der Galaxie. Es erscheint am 25. Oktober 2019 und bietet spannende Missionen und Action.

The Outer Worlds - Fazit Video aufrufen
Videospiellokalisierung: Lost in Translation
Videospiellokalisierung
Lost in Translation

Damit Videospiele in möglichst viele Länder verkauft werden können, müssen sie übersetzt beziehungsweise lokalisiert werden. Ein kniffliger Job, denn die Textdatei eines Games hat oft auf den ersten Blick keine logische Struktur - dafür aber Hunderte Seiten.
Von Nadine Emmerich

  1. Spielebranche Entwickler können bis 2023 mit Millionenförderung rechnen
  2. Planet Zoo im Test Tierische Tüftelei
  3. Förderung Spielentwickler sollen 2020 nur einen "Ausgaberest" bekommen

Social Engineering: Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung
Social Engineering
"Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung"

Prävention reicht nicht gegen Social Engineering und die derzeitigen Trainings sind nutzlos, sagt der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski. Seine Lösung: Mitarbeiter je nach Bedrohungslevel schulen - und so schneller sein als die Kriminellen.
Ein Interview von Moritz Tremmel

  1. Social Engineering Mit künstlicher Intelligenz 220.000 Euro erbeutet
  2. Social Engineering Die unterschätzte Gefahr

Indiegames-Rundschau: Der letzte Kampf des alten Cops
Indiegames-Rundschau
Der letzte Kampf des alten Cops

Rollenspiel deluxe mit einem abgehalfterten Polizisten in Disco Elysium, unmöglich-verdrehte Architektur in Manifold Garden und eine höllische Feier in Afterparty: Golem.de stellt die aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  2. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  3. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

    •  /