Bradley Kuhn: "GPL-Einhaltung bringt wirtschaftliche Vorteile"

Die Regel der GPL zu befolgen, habe einige direkte Vorteile für Unternehmen, darunter auch finanzielle, erklärt Bradley Kuhn auf der Linuxcon. Die Verfügbarkeit des Codes sorge letztlich sogar für Hackernachwuchs.

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Die Linuxcon Europe 2015 findet im Convention Center Dublin statt.
Die Linuxcon Europe 2015 findet im Convention Center Dublin statt. (Bild: Linux Foundation - CC BY 3.0)

Einen Großteil seiner Arbeit bei der Software Freedom Conservancy verbringt Bradley Kuhn damit, Unternehmen das Befolgen der GPL beizubringen. Die für ihn besonders wichtigen Regeln hat er nun in einem Vortrag auf der Linuxcon Europe in Dublin vorgestellt. Er machte deutlich, dass das Einhalten dieser Regeln für die Unternehmen selbst von Vorteil sein könne - insbesondere auch finanziell.

Eines der Argumente, die Kuhn vorbringt, ist extrem naheliegend. So habe die Öffnung der Linksys-Router zur OpenWRT-Community geführt. Die Verfügbarkeit des Codes dank der GPL führe außerdem zu weiteren vergleichbaren Projekten, etwa einer alternativen Firmware für Smart-TVs von Samsung. Diese Communitys und die Möglichkeit, mit den Geräten zu basteln, führe zu einem gesteigerten Absatz des Produkts, so Kuhn.

Doku ist auch intern hilfreich

Darüber hinaus verlangt die GPL die Bereitstellung sämtlicher Skripte und Anleitungen, die zum Kompilieren und Installieren des Codes notwendig sind. Dazu zählen nicht nur Shell-Skripte und Makefiles, sondern auch Beschreibungen, in denen etwa notwendige Interaktionen dokumentiert sind.

Kuhn habe die Erfahrung gemacht, dass es Unternehmen gebe, die diese Art der Dokumentation erst zusammenstellen, wenn ein Kunde die ihm mit der GPL zustehenden Rechte einfordert. Ein Unternehmen solle diese Anleitungen aber sowieso zur Verfügung haben, da dies neuen Entwicklern im Projekt hilft und auch dann noch einen Einstieg ermöglicht, wenn etwa Angestellte kündigen.

Hackerzukunft ermöglichen

Die Fähigkeit, an bestimmten Geräten zu basteln und den darauf laufenden Code verändern zu können, ermögliche letztlich auch den Einstieg junger und neugieriger Menschen in die Entwicklung. Die nächsten Kernel-Hacker seien "ein Haufen Zehnjähriger".

Diese säßen womöglich vor dem Fernseher ihrer Eltern, veränderten dessen Code und beschädigten dann das Gerät. Damit und durch das Beheben dieser Fehler lernt "die nächste Generation", wie sie zu Ingenieuren werden, sagt Kuhn. Auch das sollte im Interesse der Unternehmen sein.

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