München verliert das Limux-Projekt, Berlin seine Fluglinie und die USA verlieren ihre Netzneutralität. 2017 sind viele Unternehmen und Produkte gescheitert - manche erwartungsgemäß, andere überraschend.
Nach 17 Jahren in der Konzernführung gibt Eric Schmidt seinen Job als Verwaltungsratsvorsitzender von Alphabet auf. Er war zehn Jahre lang Google-Chef und "erwachsene Aufsichtsperson" für Page und Brin.
Das Land Sachsen übernimmt den Eigenanteil, den die Kommunen bisher trotz Breitbandförderung des Bundes noch zahlen müssen. Das Geld soll nur in reine Glasfaser-Projekte gehen. Doch selbst bis 2025 will man nur 100 MBit/s flächendeckend erreichen.
Nur standardisiertes 5G-New-Radio ist wirkliches 5G, sagte einer der Ausrüster. Beschlossen wurde ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des 5G-Ökosystems, erklärte die Telekom.
Update Wenige Tage, nachdem in der Browsererweiterung des Passwortmanagers Keeper eine kritische Sicherheitslücke gefunden wurde, verklagt dessen Hersteller den Journalisten Dan Goodin. Es ist offenbar nicht das erste Mal, dass Keeper juristisch gegen die Veröffentlichung von Schwachstellen vorgeht.
Genug Abstand zum Flugverkehr, nicht zu hoch aufsteigen: Der chinesische Hersteller DJI will das Sicherheitsbewusstsein unter Drohnen-Piloten steigern - indem er diese vor dem Start Fragen beantworten lässt.
Erster komplett elektrischer Personennahverkehr: Shenzhen hat seine Busflotte komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Die Stadt betreibt die größte elektrische Busflotte der Welt.
Der Netzbetreiber A1 Telekom Austria darf sein Zero-Rating-Angebot Free Stream weiter anbieten. Das Traffic-Shaping zur Drosselung der Geschwindigkeit der Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime ist aber wegen der Netzneutralität verboten. A1 will wohl dagegen klagen.
Uber hat einen Prozess beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) verloren. Die Beförderung durch Privatleute kann somit untersagt werden und damit bleibt in Deutschland alles wie bisher.
Schon wieder hat ein Unternehmen große Mengen persönlicher Daten auf einem öffentlich zugänglichen Amazon-S3-Bucket ins Netz gestellt. Betroffen sind Informationen wie Postadressen, Ausbildung, Kinderzahl und private Finanzinformationen.
Facebook sieht sich nicht als marktbeherrschend und halte sich an die deutschen Datenschutzgesetze. Das Bundeskartellamt habe ein fehlerhaftes Bild des sozialen Netzwerks.
Die Pekinger Behörden haben genug von schlechter Luft und verstopften Straßen. Sie wollen im kommenden Jahr ein Drittel weniger Autos zulassen als in diesem Jahr. Vor allem die Zahl neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor soll reduziert werden.
Bevor neue Förderprogramme durch die künftige Bundesregierung aufgelegt werden, muss sichergestellt werden, dass die Mittel aus dem laufenden Programm auch tatsächlich in konkreten Ausbauprojekten umgesetzt werden. Das forderte der Breko nach einer Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums.
Auch der jüngste Entwurf des TLS-1.3-Protokolls führt zu Verbindungsabbrüchen. Google nennt jetzt einige Schuldige, darunter ein Gerät von Cisco, ein Virenscanner - und eine Spur zur NSA-Hintertüre Dual EC in der RSA-BSAFE-Bibliothek.
Im Wall Street Journal macht ein Regierungsvertreter Nordkorea erstmals öffentlich für die Ransomware Wanna Cry verantwortlich. Dabei teilt er die Welt äußerst grob in gute und böse Cyberakteure ein.
Das russische Unternehmen Kaspersky hat angekündigt, gerichtlich gegen das Verbot ihrer Antiviren-Software in den Bundesbehörden der US-Regierung vorgehen zu wollen.
Wer Facebook oder Twitter rechtswidrige Inhalte nach dem NetzDG melden will, muss spezielle Formulare ausfüllen. Juristisches Fachwissen ist dabei erwünscht.
Pöbeleien und Hetze im Netz können strafbar sein. Eine neue Einheit des LKA mit speziell gesicherten Computern soll solche Straftaten jetzt auch durch Bürgerhinweise finden - und verfolgen.
Mit zunächst 45 Elektrobussen unterschiedlicher Bauart wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in die Elektromobilität starten. Weil auch die Ladeinfrastruktur gebaut werden muss, ist dafür ein zweistelliger Millionenbetrag fällig.
Mit der Messenger-App Signal und dem auch von Whatsapp eingesetzten Signal-Protokoll ist Moxie Marlinspike ein großer Coup gelungen. Den will er nun mit einer Bitcoin-Alternative wiederholen.
Mit dem Kampf gegen Terrorismusfinanzierung begründet die EU neue Maßnahmen, durch die etwa Bitcoin-Verkaufsplattformen die Identität ihrer Kunden besser überprüfen müssen.
Die Deutsche Telekom macht im Streit um Stream On einen auf Uber. Was sollen den früheren Staatskonzern die Gesetze stören, wenn die Nutzer das so wollen?
22 Millionen US-Dollar pro Jahr hat das Pentagon laut US-Medien heimlich für die Suche nach Raumschiffen aus dem All ausgegeben. Im Zuge des Programms wurden vor allem die Beobachtungen von Militärangehörigen untersucht.
Ein ehemaliger Mitarbeiter von Uber hat im Prozess von Waymo gegen den Fahrdienst von fragwürdigen Geschäftspraktiken berichtet. Danach sammelte Uber unter anderem mit illegalen Mitteln wie Abhören oder Spionage Informationen über Konkurrenten.
Golem-Wochenrückblick Die USA wollen mal wieder zum Mond, die BVG speichert mal wieder Bewegungsdaten und ein 19 Jahre alter Angriff funktioniert immer wieder. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Update Die Bundesregierung ist sehr zufrieden mit der automatisierten Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Nun soll der Test um sechs Monate verlängert werden.
Die Bundesnetzagentur bleibt hart: Die Deutsche Telekom muss die Auflagen für die Zero-Rating-Option Stream On umsetzen. Auch Download-Anbieter und Privatpersonen müssen in das Programm aufgenommen werden. Das Unternehmen kündigte umgehend eine Klage an.
Mit Hilfe einer falschen BGP-Konfiguration hat ein bisher unbekannter russischer Internetprovider für einen kurzen Zeitraum den Internetverkehr großer Unternehmen über russische Server umgeleitet. So könnten terabyteweise Daten abgeschöpft worden sein.
Die US-Regulierungsbehörde FCC hat die Breitbandkonzerne von jeglichen Beschränkungen bei der Netzneutralität befreit. Und sich selbst von der Kontrolle über einen möglichen Missbrauch von Überholspuren und Drosselungen im Netz. Europa könnte davon profitieren.
Update Der Bundesnachrichtendienst muss seine Metadaten-Sammlung einschränken. Selbst in anonymisierter Form gebe es dafür keine gesetzliche Grundlage, entschied das Bundesverwaltungsgericht.
Ein Beratergremium der US-Regierung empfiehlt ihren Bundesbehörden, eigene IT-Lösungen aufzugeben und stattdessen stärker auf kommerzielle Cloud-Dienste zu setzen. Damit würden nicht nur Kosten gespart, die Cloud sei auch sicherer.
Die Debatte um Leistungsschutzrecht und Upload-Filter spaltet die EU-Mitgliedstaaten. Zwei gegensätzliche Vorschläge stehen nun zur Debatte. Mehrere Nachrichtenagenturen verstecken einen Aufruf gegen Gratiskultur im Netz ausgerechnet hinter einer Paywall.
Ursprünglich behauptete der VBB einmal, dass Bewegungsprofile beim E-Ticket technisch unmöglich wären. 2015 wurden die BVG und andere dann erwischt, wie sie die Voraussetzungen schafften und schalteten ab. Zwei Jahre später gibt es Profile mit höherer Präzision. Schuld soll ein Dienstleister sein, dessen Arbeit die BVG nicht richtig prüfte.
Also doch nicht Russland: Drei amerikanische Studenten haben vor einem US-Gericht zugegeben, im vergangenen Jahr mit Mirai eines der größten Botnetze der Internetgeschichte aufgebaut zu haben. Ihr Ziel sollen konkurrierende Minecraft-Server gewesen sein.
Das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek klagt wegen der Cryengine gegen die Macher von Star Citizen. Es geht unter anderem um die Verwendung in zwei Spielen, um Amazon und um Logos - ein langer und teurer Rechtsstreit droht.
Die EU-Kommission kommt mit der Abschaffung des Geoblockings nicht recht weiter. Nun hat sich das EU-Parlament gegen einen EU-weiten Zugriff auf die Mediatheken der TV-Sender gesperrt.
Nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen reden nun Union und SPD über ein mögliches Regierungsbündnis. Eine Debatte über Vorratsdatenspeicherung und Facebook-Gesetz im Bundestag zeigt jedoch, wie wenig von einer Neuauflage der großen Koalition zu erwarten ist.
Software des russischen Unternehmens Kaspersky darf endgültig nicht mehr auf Computern der US-Regierung installiert werden. US-Präsident Trump unterzeichnete am Dienstag ein entsprechendes Gesetz.
Mit dem Security Planner hat das CitizenLab der Universität Toronto einen einfachen Guide zur IT-Sicherheit für Otto-Normal-Nutzer veröffentlicht. Dabei genügt es, drei kurze Fragen zu beantworten, um fundierten Ratschlag zu erhalten.
Die neue Datenschutzvereinbarung mit den USA reicht den EU-Datenschützern weiterhin nicht aus. EU-Kommission und US-Regierung sollen "erhebliche Bedenken" bis Mai 2018 ausräumen.
Ob ein Verstoß gegen die GPL nicht nur eine Urheberrechtsverletzung, sondern auch eine Vertragsverletzung ist, bleibt gerichtlich ungeklärt. Eine entsprechende GPL-Klage zu dem Werkzeug Ghostscript ist durch eine Einigung beigelegt worden.
US-Präsident Trump stellt in einer Rede die neue Raumfahrtdirektive der Nasa vor: Amerika, Amerika, Weltraum, Amerika, Mond, Amerika, Mars, Amerika, Militär, Amerika, Amerika, Führung, Amerika, Arbeitsplätze.
Ohne Forschungsförderung und ohne helle Köpfe aus dem Ausland gibt es keine auszeichnungswürdige Forschung: Medizin-Nobelpreisträger Michael Rosbash hat in seiner Nobelpreis-Rede vor den Folgen der Einwanderungs- und Wissenschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump gewarnt.
Pekings Spione nutzen für die Kontaktanbahnung offenbar vermehrt soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn, indem sie andere Mitglieder mit gefälschten Profilen ansprechen. Mehr als 10.000 solcher Kontaktversuche habe es bei deutschen Staatsbürgern gegeben, warnt der Bundesverfassungsschutz.
Auf Diesel ist die Mineralölsteuer 18,4 Cent niedriger als auf Benzin. Volkswagen-Chef Matthias Müller plädiert dafür, diesen Steuervorteil abzuschaffen und das Geld in den Aufbau der Elektromobilität zu stecken.
Golem-Wochenrückblick Security ist kaputt und ein Tesla-Mietwagen völlig demoliert. Außerdem drehen wir gleich zwölf smarte Lautsprecher - oder besser Lauschsprecher - auf. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Im Streit um ein Open-Access-Modell blieb Unitymedia hart. Wir haben uns vom Leiter Regulatory des Unternehmens die Hintergründe zur Entscheidung um die Mitverlegung von Glasfaserkabeln in einem Neubaugebiet erklären lassen.
Die neue ICE-Strecke zwischen München und Berlin erforderte auch Anstrengungen von den Mobilfunkbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica. Die drei Konkurrenten haben hier zusammengearbeitet.