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US-Verteidigungsministerium: Pentagon forschte jahrelang heimlich nach Ufos

22 Millionen US-Dollar pro Jahr hat das Pentagon laut US-Medien heimlich für die Suche nach Raumschiffen aus dem All ausgegeben. Im Zuge des Programms wurden vor allem die Beobachtungen von Militärangehörigen untersucht.
/ Peter Steinlechner und dpa
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Ungefähr so dürfte das Pentagon aus Sicht eines niedrig fliegenden Ufos aussehen. (Bild: STAFF/AFP/Getty Images)
Ungefähr so dürfte das Pentagon aus Sicht eines niedrig fliegenden Ufos aussehen. Bild: STAFF/AFP/Getty Images

Das Pentagon ist Medienberichten zufolge jahrelang in aller Stille Berichten über mysteriöse Flugobjekte oder Ufos nachgegangen. Die Aufwendungen für das Advanced Aerospace Threat Identification Program (Programm zur Identifizierung von Bedrohungen im Luft-und Weltraum) in Höhe von 22 Millionen US-Dollar pro Jahr seien jeweils im Verteidigungshaushalt versteckt gewesen, berichteten New York Times(öffnet im neuen Fenster) und Politico(öffnet im neuen Fenster) am Samstag.

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Demnach hat das Pentagon die Existenz des 2007 ins Leben gerufenen Programmes jetzt bestätigt, aber betont, dass es 2012 eingestellt worden sei. Man habe seinerzeit entschieden, dass es wichtigere Dinge gebe, in die man das Geld stecken könne, zitierten die Medien Ministeriumssprecherin Dana White.

Der New York Times zufolge haben Mitarbeiter aber trotz Finanzierungsstopps neben ihren anderen Pentagon-Aufgaben seitdem weiter Berichte über mysteriöse Flugobjekte untersucht, die ihnen von Militärangehörigen zur Kenntnis gebracht wurden. Wie es weiter hieß, kam das Programm auf Initiative von Harry Reid aus Nevada zustande, dem damaligen demokratischen Mehrheitsführer im US-Senat. Er habe seit je her großes Interesse an Weltraumphänomenen gehabt.

Projektleiter ist überzeugt von außerirdischem Besuch

Geleitet wurde das Programm den Angaben zufolge von Luis Elizondo, einem militärischen Geheimdienstbeamten. Das meiste Geld sei an ein vom Milliardär Robert Bigelow betriebenes Forschungsunternehmen geflossen. Der langjährige Reid-Freund und derzeitige Nasa-Mitarbeiter hatte im vergangenen Mai in einer CBS-Sendung betont, er sei "absolut überzeugt", dass Ufos existierten und die Erde besucht hätten.

Laut der Medienberichte wurden im Zuge des Programms Dokumente erstellt, die Beobachtungen verschiedener mysteriöser Flugobjekte beschreiben. Darunter sei ein Flugzeug, das sich mit sehr hoher Geschwindigkeit fortbewegt habe – ohne sichtbare Zeichen eines Antriebs.

Erst in den letzten Tagen hatten einige Wissenschaftler gehofft, kurz vor der Entdeckung eines interstellaren Raumschiffs zu stehen: US-Astronomen des Projekts "Breakthrough Listen" hatten am 13. Dezember 2017 vom Green-Bank-Teleskop im US-Bundesstaat West Virginia aus den Asteroiden Oumuamua untersucht. Allerdings konnten die Sensoren keinerlei Hinweise finden, dass sich in dem langgezogenen Brocken irgendetwas Auffälliges verbirgt.


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