Abo
  • Services:

Geldwäsche: EU will den Bitcoin weniger anonym machen

Mit dem Kampf gegen Terrorismusfinanzierung begründet die EU neue Maßnahmen, durch die etwa Bitcoin-Verkaufsplattformen die Identität ihrer Kunden besser überprüfen müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Geschäft in Hong Kong, in dem mit Bitcoin bezahlt werden kann.
Geschäft in Hong Kong, in dem mit Bitcoin bezahlt werden kann. (Bild: PHILIPPE LOPEZ/AFP/Getty Images)

Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und der Regierungen mehrerer Mitgliedsstaaten haben sich am 15. Dezember 2017 darauf verständigt, den Markt für Kryptowährungen wie den Bitcoin stärker zu regulieren. Vor allem soll es darum gehen, anonyme Transaktionen zu erschweren, indem die entsprechenden Kaufplattformen künftig ihre Kunden entsprechend den Geldwäscherichtlinien identifizieren und beispielsweise Wallet-Adressen in einer zentralen Datenbank speichern.

Stellenmarkt
  1. CRM Partners AG, Eschborn, München, Frankfurt am Main
  2. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

Mit den Maßnahmen wird unter anderem der Kampf gegen die Finanzierung von Terrorismus begründet - der ein oder andere Steuerfahnder wird sich aber wohl auch darüber freuen. Mit den Beschlüssen habe sich das Europäische Parlament "weitgehend gegen die Mitgliedsstaaten durchgesetzt, die sich bis zuletzt gegen mehr Transparenz wehrten", schreibt Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, in seinem Blog.

Wer derzeit etwa mit Bitcoin handeln möchte, kann das bei den meisten einschlägigen Plattformen ohne einen Identitätsnachweis machen. Das sonst bei Kontoeröffnungen per Internet verlangte Post-Ident-Verfahren ist meist nicht nötig. Andere Bankverbindungen, etwa für den Transfer von Euro, werden üblicherweise schlicht per Abbuchung (etwa mit Sofort-Überweisung) verifiziert.

Bis sich das auf Basis der geplanten EU-Richtlinien ändert, wird aber noch viel Zeit vergehen. Die Details werden erst in den kommenden Wochen festgelegt, anschließend müssen sie vom EU-Parlament bestätigt und von den Mitgliedsstaaten innerhalb von 18 Monaten umgesetzt werden.

Hessen macht Millionen mit dem Bitcoin

Dass Kriminelle tatsächlich gerne Bitcoin verwenden, zeigt gerade ein kurioser Fall aus Hessen. Bereits vor drei Jahren hatten Drogenfahner dort im Zuge einer Razzia mehrere Rechner beschlagnahmt, auf deren Festplatten unter anderem Dateien mit der virtuellen Währung gefunden wurden. In den kommenden Tagen sollen die 126 Bitcoin verkauft werden, der Erlös kommt der Staatskasse zugute.

Damals lag der Wert der Cybermünzen bei rund 50.000 Euro - inzwischen sind es laut einem Bericht des Tagesspiegels rund 1,9 Millionen Euro.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 127,75€ + Versand
  2. bei Alternate kaufen
  3. 106,34€ + Versand
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de

Treda 18. Dez 2017

Das klingt tatsächlich nicht so toll. Ich finde die ganze Bitcoin Geschichte spannend...

User_x 18. Dez 2017

und bringt dir was, wenn du das Geld tatsächlich verwenden willst? Auto, Haus, sonstwas...

neokawasaki 18. Dez 2017

Regulierte Börsen sind erstmal nichts negatives. Schafft Vertrauen bei unbedarften...

User_x 18. Dez 2017

dann werden Regeln vorgeschoben, nach welchen Kriterien die Bitcoins an den Börsen...

User_x 18. Dez 2017

geht ja nicht um das wallet, sondern die börsen. wer zu wem eben und wieviel.


Folgen Sie uns
       


Kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel - Test

Wir haben vier komplett kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel getestet. Mit dabei sind Apples Airpods, Boses Soundsport Free, Ankers Zolo Liberty Plus sowie Googles Pixel Buds. Dabei bewerteten wir die Klangqualität, den Tragekomfort und die Akkulaufzeit sowie den allgemeinen Umgang mit den Stöpseln.

Kabellose Bluetooth-Ohrstöpsel - Test Video aufrufen
Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
    NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
    Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

    Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
    2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
    3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

    Adblock Plus: Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern
    Adblock Plus
    Bundesgerichtshof erlaubt Einsatz von Werbeblockern

    Der Bundesgerichtshof hat im Streit um die Nutzung von Werbeblockern entschieden: Eyeo verstößt mit Adblock Plus gegen keine Gesetze. Axel Springer hat nach dem Urteil angekündigt, Verfassungsbeschwerde einreichen zu wollen.

    1. Urheberrecht Easylist muss Anti-Adblocker-Domain entfernen

      •  /