Keeper Security: Passwortmanager-Hersteller verklagt Journalist Dan Goodin

Wenige Tage, nachdem in der Browsererweiterung des Passwortmanagers Keeper eine kritische Sicherheitslücke gefunden wurde, verklagt dessen Hersteller den Journalisten Dan Goodin. Es ist offenbar nicht das erste Mal, dass Keeper juristisch gegen die Veröffentlichung von Schwachstellen vorgeht.

Artikel veröffentlicht am ,
Keeper Security verklagt Journalist Dan Goodin.
Keeper Security verklagt Journalist Dan Goodin. (Bild: Ars Technica/Screenshot)

Die Firma Keeper Security, die den gleichnamigen Passwortmanager entwickelt, geht juristisch gegen den Journalisten Dan Goodin vor. Dieser hatte in einem Artikel auf Ars Technica über eine Sicherheitslücke in der Browsererweiterung von Keeper berichtet, die der Google-Mitarbeiter Tavis Ormandy entdeckt hatte. Auch Golem.de hatte über die Lücke berichtet. Keeper wurde bei einigen Anwendern von Windows 10 vorinstalliert.

Journalisten, die Produkte "zerstören"

Inhalt:
  1. Keeper Security: Passwortmanager-Hersteller verklagt Journalist Dan Goodin
  2. Wer hat Recht?

In der Klageschrift wirft Keeper Security Goodin und Ars Technica vor, Fakten absichtlich falsch und unter "rücksichtsloser Missachtung der Wahrheit" dargestellt zu haben. Mit seinem Artikel habe Goodin Keeper Security bewusst Schaden zufügen und dessen Produkte "zerstören" wollen. Zuvor hatte Goodin seinen Text zweimal ergänzt, um auf die Kritik des Herstellers einzugehen.

Insbesondere argumentiert Keeper Security, Nutzer müssten "spezifische Bedingungen" erfüllen, um von der Schwachstelle betroffen zu sein. So müssten sie die Browsererweiterung zuerst einmal installieren, sich dann bei Keeper anmelden und anschließend das Programm auch noch benutzen, um angreifbar zu sein. Man könnte auch sagen: Nur Nutzer, die Keeper auch wirklich nutzen, sind von einem möglichen Passwortdiebstahl betroffen.

Erzwungen oder nicht?

Das Unternehmen kritisiert außerdem Goodins Darstellung, Microsoft habe Nutzer dazu "gezwungen", den Passwortmanager zu installieren. Ormandy, der die Sicherheitslücke entdeckt hat, hatte gemeldet, dass Keeper in einem von ihm gerade frisch aus Microsofts Developer Network (MSDN) heruntergeladenen Windows 10 vorinstalliert war. Andere Nutzer hatten dies bereits Monate vorher gemeldet.

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Auch Goodins Satz "Wenn ein Außenstehender so schnell und einfach eine 16 Monate alte Lücke finden kann, scheint es naheliegend, dass die Entwickler der Firma sie schon längst hätten finden sollen" zählt laut Keeper Security zu den Falschaussagen. Insgesamt listet das Unternehmen in seiner Klage 11 angeblich falsche und irreführende Aussagen des Ars-Technica-Journalisten auf.

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Wer hat Recht? 
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EynLinuxMarc 10. Jan 2018

Und ab 2core systeme ^^ PS: Hab noch nie ein Passwortmanager eingesetzt, alle Passwörter...

hagman 08. Jan 2018

Lesen wir nochmal genauer: Das hält Keeper für eine falsche Aussage? Die einzig mögliche...

tingelchen 22. Dez 2017

Jup... der Perfekte Passwort Manager ist eine wabbelige Masse mit paar Milliarden Zellen...

Anonymer Nutzer 22. Dez 2017

zustimm und das macht die - natürlich fehlerbehaftete - software zu dreckssoftware.



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